BITKOM

3 von 4 Unternehmen verfehlen die Frist der Datenschutz-Grundverordnung

  • Achim Berg, BITKOM

    Nur ein Viertel wird die Umsetzung rechtzeitig abschließen

  • 58 Prozent erwarten dauerhaft mehr Aufwand
  • Fast jedes zehnte Unternehmen sieht sein Geschäftsmodell gefährdet

Die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist fast abgelaufen – doch nur ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland ist bis zum 25. Mai 2018 aus eigener Perspektive vollständig konform mit den neuen Regeln. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) wird sie größtenteils umgesetzt haben, ebenso viele (33 Prozent) zumindest teilweise.

Jeder Zweite möchte Künstliche Intelligenz verstehen

  • Achim Berg, BITKOM

    Aber: 48 Prozent interessieren sich nicht für Entscheidungsgrundlagen von KI-Systemen

  • Bitkom veröffentlicht Empfehlungskatalog zum verantwortlichen Einsatz von KI

Suchergebnisse personalisieren, Produkte empfehlen oder individuelle Krankheitsdiagnosen erstellen – das leistet Künstliche Intelligenz bereits heute. Obwohl die KI oft personenbezogene Daten nutzt, interessieren sich viele Verbraucher nicht dafür, wie und auf welcher Grundlage die KI-Entscheidungen zustande kommen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.008 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach interessiert sich fast jeder Zweite (48 Prozent) nicht dafür, wie eine KI auf Basis von Personendaten Entscheidungen trifft. „Auch wenn für viele Verbraucher offenkundig nur nachrangig ist, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, sollten die Unternehmen hier für größtmögliche Transparenz sorgen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Hamburg ist die Hauptstadt der IT-Experten

Achim Berg, BITKOM
  • Stadtstaat hat im Ländervergleich den größten Informatiker-Anteil 
  • Hessen, Berlin, Baden-Württemberg und Bayern in der Spitzengruppe 
  • Bayern hat mehr Informatiker als Nordrhein-Westfalen 

Hamburg ist das Bundesland mit den meisten IT-Spezialisten in Deutschland. Im Hanse-Stadtstaat arbeiten 4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen ITK-Berufen. Im Vergleich der Bundesländer bedeutet das mit großem Abstand den Spitzenplatz. Dahinter folgen etwa gleichauf Hessen, Berlin (jeweils 3,0 Prozent) sowie Baden-Württemberg und Bayern (jeweils 2,9 Prozent). Schlusslichter sind Sachsen-Anhalt (1,0 Prozent) sowie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 0,9 Prozent).

Europa strebt Führungsrolle bei Künstlicher Intelligenz an

  • Achim Berg, BITKOM

    EU-Kommission stellt KI-Programm vor

  • Bitkom begrüßt ambitionierte Ziele und fordert noch entschiedenere Maßnahmen

Der Digitalverband Bitkom begrüßt die heute vorgestellten Pläne der EU-Kommission zur Förderung von Künstlicher Intelligenz, fordert zugleich aber noch größere Anstrengungen, damit Europa die angestrebte weltweite Führungsrolle bei dieser Schlüsseltechnologie auch tatsächlich erreichen kann. „Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch und wird sich schon in wenigen Jahren in nahezu jedem Produkt und jeder Dienstleistung wiederfinden. Die damit verbundenen Veränderungen für unsere Wirtschaft und unseren Alltag lassen sich allenfalls mit historischen Weichenstellungen wie etwa der Elektrifizierung oder der Verbreitung des Verbrennungsmotors vergleichen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Informatik-Hörsäle werden langsam weiblicher

Natalie Barkei
  • 2016 entschieden sich 9.000 Frauen für ein Informatikstudium 
  • Frauenanteil liegt bei 23 Prozent 
  • Bitkom: Mädchen früh für digitale Technologien begeistern

Frauen entscheiden sich zunehmend für ein Informatik-Studium, sind in den Hörsälen aber weiter unterrepräsentiert. Die Zahl der Studienanfängerinnen in Informatikstudiengängen stieg 2016 um 5,2 Prozent auf 8.966 (2015: 8.519). Damit stieg der Frauenanteil etwas stärker als die Gesamtzahl der Informatik-Erstsemesterstudierenden, die um 4,8 Prozent auf 39.018 zulegte (2015: 37.219).

Jeder Dritte liest Arbeitgeber-Bewertungen online

  • Juliane Petrich

    Nutzung der Arbeitgeber-Bewertungsportale ist gestiegen

  • Große Mehrheit lässt sich dadurch in Entscheidung beeinflussen
  • Jeder Vierte hat den eigenen Arbeitgeber schon einmal selbst online bewertet 

„Kollegen nett, Büros modern, aber unbezahlte Überstunden ohne Ende“: Mehr als jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) hat sich schon einmal online Bewertungen von Arbeitgebern durchgelesen. Damit gewinnen Arbeitgeberportale beim Recruitung immer mehr an Bedeutung.

Drei von vier Bürgern wollen Bildungsföderalismus abschaffen

  • Achim Berg, BITKOM

    Große Mehrheit für grundlegende Reformen in der Bildungspolitik

  • In der Schule sollten digitale Medien und Inhalte höheren Stellenwert genießen
  • Bitkom zeichnet weitere 16 Schulen als Smart Schools aus 

Die große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für tiefgreifende Reformen des deutschen Bildungswesens aus. Drei von vier Bürgern (73 Prozent) sind der Ansicht, dass für Bildungspolitik ausschließlich der Bund statt der Bundesländer verantwortlich sein sollte. Acht von zehn (79 Prozent) halten es in einer vernetzten Welt für nicht mehr zeitgemäß, dass jedes Bundesland ein eigenes Bildungssystem hat. Und neun von zehn (90 Prozent) meinen, dass der Bund die Möglichkeit bekommen sollte, Schulen finanziell zu unterstützen.

Bitkom warnt vor Sondersteuer für digitale Geschäftsmodelle

Thomas Kriesel, Bereichsleiter Steuern & Finanzpolitik, Vertragswesen, BITKOM e.V.
  • EU-Pläne könnten internationale Handelskonflikte provozieren
  • Steuerexperte plädiert für tragfähige Lösung auf OECD-Ebene 

Angesichts der Pläne der EU-Kommission zur Einführung einer neuen Steuer für Digitalunternehmen hat der Digitalverband Bitkom vor einem Schnellschuss gewarnt. Neben einer langfristigen Anpassung der internationalen Besteuerungsregelungen auf OECD-Ebene diskutiert die EU-Kommission die kurzfristige Einführung einer Sondersteuer für bestimmte digitale Geschäftsmodelle. „Es besteht die Gefahr, dass dieser europäische Alleingang eine langfristige und international harmonisierte Lösung blockiert“, sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. „Wir appellieren an die Politik vor allem in Deutschland und Frankreich, den Zeitdruck auf die EU-Kommission zu senken. Eine unüberlegte Hauruck-Aktion wird neue internationale Tendenzen zur Doppelbesteuerung auslösen.“

Studie: Big Data treibt Nachfrage nach IT-Freelancern – EU-DSGVO erleichtert Projekte

Dr. Axel Pols
  • Vier von zehn Großunternehmen rechnen mit steigender Nachfrage nach IT-Freelancern für Big-Data-Projekte
  • Mehrheit geht von positiven Impulsen der EU-DSGVO für Big Data aus
  • Freiberufler leisten ein Viertel des Arbeitsvolumens in IT-Projekten 

Big Data ist in Zeiten des digitalen Wandels ein absolutes Trendthema und steigert den Bedarf an IT-Freelancern. Damit rechnen vier von zehn deutschen Großunternehmen (37 Prozent), mehr als die Hälfte (56 Prozent) geht zumindest von einer konstanten Entwicklung aus. Je größer das Unternehmen, desto wichtiger sind auch freiberufliche Big-Data-Experten: Von den Unternehmen mit mindestens 2.000 Mitarbeitern erwarten sogar 45 Prozent eine steigende Nachfrage.

Unternehmen suchen Unterstützung bei der Digitalisierung

Achim Berg, BITKOM
  • Fast jedes zweite Unternehmen nimmt externe Beratung in Anspruch
  • Bitkom-Akademie bietet Digitalsafari für KMUs 

Um die Digitalisierung voranzubringen, holen sich deutsche Unternehmen verstärkt Hilfe von außen. Das gilt für 43 Prozent der Unternehmen. So geben 3 von 10 Unternehmen (28 Prozent) an, dass sie zur digitalen Transformation ihres Geschäfts bereits externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. Weitere 15 Prozent sagen, dieser Schritt sei aktuell geplant. Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) sieht allerdings keinen Bedarf für externe Hilfe bei der Digitalisierung.

30.000 neue Arbeitsplätze im IT-Mittelstand

Dirk Röhrborn
  • Deutscher IT-Mittelstand beschäftigt 445.000 Menschen
  • Umsätze wachsen um 9 Prozent auf 68 Milliarden Euro
  • Fachkräftemangel und Unternehmensnachfolge sind große Herausforderungen

Der IT-Mittelstand wächst stabil und schafft neue Jobs. Die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland konnten ihre Umsätze innerhalb eines Jahres um 9 Prozent auf 68 Milliarden Euro steigern und im gleichen Zeitraum mehr als 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg um 31.422 auf 445.155. Das geht aus dem neuen IT-Mittelstandsbericht hervor, den der Digitalverband Bitkom am Freitag vorgestellt hat.

Jeder Dritte kann sich ein Leben ohne Social Media nicht mehr vorstellen

Dr. Bernhard Rohleder
  • 9 von 10 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken unterwegs
  • Jüngere bevorzugen vor allem Instagram, Snapchat und YouTube
  • Social Media kann Blick auf Meinungen fernab der eigenen Lebenswelt öffnen 

Private und berufliche Kontakte pflegen, Fotos teilen, Live-Videos senden: Mehr als jeder Dritte (38 Prozent) kann sich ein Leben ohne Social Media nicht mehr vorstellen. Unter den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar jeder Zweite (49 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.212 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Bitkom-Präsident Achim Berg zur Zukunft der Cybersicherheit

  • Achim Berg, BITKOM

    Berg: „Der Kampf gegen Cyberkriminelle gelingt nur gemeinsam“

  • Digitale Gegenangriffe durch Unternehmen sind der falsche Ansatz
  • Cyber Security Conference findet heute in München statt

Regierungen und Unternehmen müssen ihre Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit deutlich stärken, um den globalen Cyberraum sicherer zu machen. Das forderte Bitkom-Präsident Achim Berg heute im Rahmen der Munich Cyber Security Conference: „Der Kampf gegen Cyberkriminelle gelingt nur gemeinsam.“ Berg weiter: „Einerseits können Behörden von der technologischen Expertise der Wirtschaft profitieren. Anderseits sorgt eine effektivere Prävention und Verfolgung von Straftaten für ein Umfeld, in dem sich Bürger und Unternehmen sicher bewegen können.“

Rekordwachstum im Arbeitsmarkt der ITK-Branche

  • Achim Berg, BITKOM

    Mehr als 40.000 neue Jobs pro Jahr in IT und Telekommunikation

  • Auch Umsätze wachsen: 2018 um 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro
  • Software und IT-Services legen am stärksten zu

Die Digitalisierung sorgt für einen großen Beschäftigungsschub in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK). 2017 haben die ITK-Anbieter mit 45.000 zusätzlichen Jobs ihren historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. Dieses Wachstum soll sich 2018 fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem Arbeitsplatz-Plus von 42.000 Stellen in der Branche. Demnach werden zum Jahresende 1.134.000 Menschen im ITK-Sektor beschäftigt sein. Das entspricht einem Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2017.

Personalwechsel: Reif für die Provinz

Quelle: PERSONALintern.de

Marcus Reif

Reif wird Personalamtsleiter
Marcus K. Reif
(43) wird zum 01.02.2018 neuer Personalamtsleiter beim Main-Taunus-Kreis mit Sitz in Hofheim. Der CDU-Politiker folgt bei der Körperschaft des öffentlichen Rechts, die durch den Landrat Michael Cyriax vertreten wird (dem auch das Dezernat I – u.a. mit dem Personalamt – untersteht) auf Peter Wesp, der zum Juli 2017 als Amtsleiter in die Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung des Kreises wechselte. In seiner neuen Funktion ist Reif für ca. 1.300 Mitarbeitende verantwortlich. Der Betriebswirt kommt von der Goldmann Sachs AG (Frankfurt/Main), wo er seit Oktober 2017 als Executive Director/Vice President tätig war (PERSONALintern 41/2017). Weitere berufliche Stationen waren u.a. Kienbaum Consultants International GmbH und Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.