BITKOM

Startup-Gründer haben einen guten Ruf

  • Mehrheit der Bundesbürger hält Gründer für ein Vorbild für die junge Generation
  • Aber jeder Dritte würde jungen Leuten nicht empfehlen, in einem Startup zu arbeiten oder selbst zu gründen

Startup-Gründer genießen in der Bevölkerung einen guten Ruf. Eine breite Mehrheit von 83 Prozent hält sie für leistungsorientiert und zielstrebig, zwei Drittel (68 Prozent) sehen in ihnen ein Vorbild für die junge Generation.

Achim Berg

70 Prozent der Berufstätigen sind im Urlaub für den Chef erreichbar

  • Kontakt mit dem Job vor allem via Kurznachricht und Telefon
  • Jeder Vierte ruft seine beruflichen E-Mails auch auf Reisen ab

Viele Berufstätige in Deutschland trennen ihr Privatleben auch im Urlaub nicht von ihrem Job: 70 Prozent derjenigen, die im Sommer 2019 verreist sind, sind während dieser Zeit dienstlich erreichbar. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Bundesbürgern ab 16 Jahren ergeben. Damit ist dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht angewachsen: 2018 waren noch 64 Prozent im Urlaub beruflich ansprechbar. 65 Prozent der Befragten geben an, per Kurznachricht wie WhatsApp, SMS oder iMessage für ihren Arbeitgeber, ihre Kollegen oder Geschäftspartner erreichbar zu sein. 58 Prozent gehen dafür auch ans Telefon und mehr als jeder Vierte (26 Prozent) ruft während des Urlaubs seine beruflichen E-Mails ab.

Dr. Bernhard Rohleder

Digitalisierung macht Logistik schneller, sicherer und einfacher

Zwei Drittel der Unternehmen mit Logistik-Prozessen erwarten durch Digitalisierung eine Zeitersparnis

Unternehmen profitieren auf sehr unterschiedliche Weise durch digitale Anwendungen in der Logistik. Das zeigt eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, bei der 514 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern, die Waren transportieren, gefragt wurden, was aus ihrer Sicht die größten Vorteile von digitalen Anwendungen in der Logistik sind. Eine deutliche Mehrheit von zwei Dritteln (68 Prozent) gibt an, dass die Digitalisierung zu einer Zeitersparnis führt. Auf Platz zwei liegt mit deutlichem Abstand die sinkende Fehler- und Ausfallanfälligkeit (43 Prozent).

Achim Berg

20.000 neue Arbeitsplätze im IT-Mittelstand

  • Beschäftigung im deutschen IT-Mittelstand steigt auf 495.000
  • Umsätze sinken leicht auf 73 Milliarden Euro

Der IT-Mittelstand schafft Jobs, tut sich aber schwer bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze haben die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres geschaffen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg um 4 Prozent auf gut 495.000.

Dirk Röhrborn

Bitkom zieht Zwischenfazit zur Digitalpolitik der Bundesregierung

  • Bundesregierung bleibt bislang viele Ziele des Koalitionsvertrags schuldig
  • Präsident Berg: „Aufbruch in digitale Zukunft erfordert Mut, Engagement und Investitionen“

Im Vorfeld der heutigen Sommer-Pressekonferenz der Bundeskanzlerin zieht Bitkom-Präsident Achim Berg eine Halbzeitbilanz der Digitalpolitik der Bundesregierung:

Achim Berg

„In der ersten Hälfte der Legislaturperiode wurde die Bundesregierung getrieben von der Diskussion um Migration und Klimaschutz. In der jetzt kommenden zweiten Hälfte muss sie selbst zur Treiberin werden. Zur Treiberin der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung, von Schulen und Hochschulen, von Gesundheitswesen, Mobilität und Energieversorgung. Die Digitalisierung ist die größte Herausforderung unserer Zeit – und gleichzeitig eine riesige Chance.

YouTuber sind die Stars der Generation Z

  • Für jeden dritten Jugendliche sind YouTuber die Lieblingsstars
  • Musiker und Sport-Stars rangieren dahinter

Für viele Kinder und Jugendliche sind Internet-Stars die beliebtesten Idole – vor allem Videokünstler. Jeder dritte Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren (32 Prozent) sagt: Mein Lieblingsstar ist YouTuber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Videos schauen ist für Jugendliche mit Abstand die beliebteste Beschäftigung im Internet“, sagt Bitkom-Expertin Marie Anne Nietan. „Wer die Themen der Generation Z über Bewegtbilder dauerhaft gut bedient, bekommt hohe Aufmerksamkeit. Mit Lifestyle-Tipps, Let’s Play-Videos und sogenannten Pranks haben YouTuber mitunter Millionen an Fans gewonnen.“ Weitere 3 Prozent nennen Instagrammer als Lieblings-Star.

Startup-Leben: An jedem zweiten Arbeitstag ein Pitch

  • Startups in Deutschland haben im vergangenen Jahr im Schnitt 121-mal ihre Geschäftsidee präsentiert
  • Große Startups pitchen dabei deutlich häufiger als kleine
  • Am häufigsten wird vor potenziellen Kunden gepitcht, am seltensten vor Jurys

Ob vor der Jury für den Gründerpreis, potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern oder vor interessierten Investoren – zum Startup-Leben gehört es dazu, seine Geschäftsidee zu präsentieren. Und zwar überzeugend – und sehr, sehr oft. Im Schnitt haben Startups in Deutschland im vergangenen Jahr 121-mal gepitcht. Das bedeutet: an jedem zweiten Arbeitstag gab es einen Pitch.

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Lehrer schwören auf Papier

  • Jeder zweite Pädagoge informiert Eltern per Brief
  • Messenger-Dienste und spezielle Online-Plattformen rangieren am Ende

Wohin geht die nächste Klassenfahrt? Worum geht’s in der Projektwoche? Warum werden die Hausaufgaben regelmäßig vergessen? Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern kommunizieren, steht Papier hoch im Kurs. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte schickt Briefe mit nach Hause (54 Prozent). Nur knapp davor kommt die E-Mail (62 Prozent) als Kommunikationsmittel der Wahl. Ähnlich populär wie Briefe sind Telefonanrufe (53 Prozent). Moderne digitale Kommunikationsmittel bleiben dagegen häufig außen vor: Nicht einmal jeder vierte Lehrer setzt auf Messenger-Dienste wie Threema, Telegram, Signal oder Whatsapp (23 Prozent).

Achim Berg

Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle in der Industrie

  • Industrie 4.0 verändert bei vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit
  • Berg: „Jedes Unternehmen sollte sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen“
  • Großteil verfolgt eigene Strategie für Industrie 4.0

Vernetzte Maschinen, die miteinander kommunizieren, Roboter, die Reparaturen durchführen, die automatisierte Wartung von Anlagen: In deutschen Fabrikhallen ist die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, in vollem Gange. Sie verändert nicht nur einzelne Abläufe und Prozesse, sondern sorgt auch für die Entstehung ganz neuer Geschäftsmodelle.

Achim Berg