BITKOM

An neun von zehn Schulen gibt es Netzsperren

  • Bestimmte Seiten und Anwendungen werden zielgerichtet blockiert
  • Breite Zustimmung in der Lehrerschaft

„Sorry, dieser Inhalt ist nicht verfügbar“: Netzsperren sind für deutsche Schülerinnen und Schüler so selbstverständlich wie Hefter, Pausenbrot und Klassenarbeit. Neun von zehn Schulen (88 Prozent) nutzen technische Schutzmöglichkeiten, um den Internetzugang zu begrenzen und den Aufruf bestimmter Seiten und Anwendungen zu blockieren, etwa mittels Filter-Software oder Proxy-Lösungen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Lehrerinnen und Lehrern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. In der Lehrerschaft stoßen Netzsperren auf breite Zustimmung. Fast ausnahmslos alle Lehrerinnen und Lehrer (99 Prozent) finden den Einsatz technischer Schutzmechanismen an Schulen grundsätzlich sinnvoll.

Achim Berg

Mehr Startup-Gründer zweifeln an ihrer Entscheidung

  • Zwar würden 8 von 10 Gründern erneut ein Startup aufbauen – das sind aber deutlich weniger als noch vor einem Jahr
  • Gründern fehlt vor allem Zeit für Freunde und Familie

Die meisten Startup-Gründer würden mit ihrem heutigen Wissen erneut ein Unternehmen gründen. Allerdings geht ihr Anteil gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. So stimmt aktuell zwar jeder Zweite (51 Prozent) voll und ganz der Aussage zu, dass er mit seinen jetzigen Erfahrungen erneut ein Startup gründen würde. Vor einem Jahr sagten dies aber noch 62 Prozent, 2017 sogar 66 Prozent. Weitere 34 Prozent stimmen dem eher zu (2018: 31 Prozent, 2017: 29 Prozent).

Achim Berg

New Work: Was Arbeitnehmer vom Chef erwarten

  • Mehrheit der Berufstätigen wünscht Weiterbildung, Altersvorsorge und gute Arbeitsatmosphäre
  • Jeder Zweite möchte selbst über Arbeitszeit und Arbeitsort bestimmen

Lebenslanges Lernen, Absicherung im Alter und flexibles Arbeiten: Mitarbeiter stellen an Arbeitgeber steigende Ansprüche. Jeweils drei Viertel der Berufstätigen erwarten, dass das Unternehmen, für das sie arbeiten, Weiterbildungsmaßnahmen (73 Prozent) und betriebliche Zusatzleistungen zur Altersvorsorge (73 Prozent) anbietet. Auf der Wunschliste an dritter Stelle steht eine lockere Arbeitsatmosphäre mit Gemeinschaftsgefühl (71 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.002 Berufstätigen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „New Work ist das Schlagwort für die Zukunft der Arbeit. Die meisten Berufstätigen geben sich nicht mehr allein damit zufrieden, Karriere zu machen und Geld zu verdienen, sondern stellen den Wunsch nach Selbstverwirklichung und einer ausgewogenen Work-Life-Balance in den Vordergrund“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Achim Berg

Mehr Unternehmen investieren in das digitale Büro

  • Jeder vierte Mittelständler plant die digitale Dokumentenverwaltung
  • Digitalisierung ist fast immer Chefsache
  • Digital Office Conference am 22. Oktober in Berlin

Der Mittelstand verabschiedet sich vom analogen Büro: Fast jedes vierte Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern (23 Prozent) gibt aktuell an, in nächster Zeit Investitionen in eine umfassende Softwarelösung für die digitale Dokumentenverwaltung tätigen zu wollen. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017, wo lediglich 18 Prozent angaben, in diesem Bereich investieren zu wollen. Weitere 7 Prozent planen Ersatz- oder Erweiterungsbeschaffungen für sogenannte Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM).

Nils Britze

Rekordjahr im Markt für IT-Sicherheit

  • Ausgaben für IT-Sicherheit steigen um 10 Prozent
  • Fachmesse it-sa findet vom 8. bis 10. Oktober 2019 in Nürnberg statt

Technologien und Lösungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit sind gefragt wie nie: Im laufenden Jahr geben Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 4,6 Milliarden Euro für Hardware, Software und Services im Bereich IT-Sicherheit aus – ein Allzeithoch und 10 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018.

Ursula Morgenstern

Wie Thüringen zum Startup-Hotspot werden soll

Jenny Boldt

Bitkom veröffentlicht Übersicht der Parteipositionen zur Startup-Politik für die Landtagswahl am 27. Oktober

In der öffentlichen Wahrnehmung können Städte wie Erfurt, Jena oder Gera noch nicht mit Startup-Hochburgen wie Berlin, Hamburg oder München mithalten. Doch die Parteien, die im Landtagswahlkampf um die Stimmen buhlen, wollen das gerne ändern, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Um das herauszufinden, hat der Digitalverband Bitkom alle Parteien, die nach den Umfragen eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben, nach ihren Ideen für eine innovative Startup-Politik befragt.

Klimawandel: Jeder Zweite sieht Digitalisierung als Problemlöser

  • 56 Prozent der Bundesbürger schreiben digitalen Technologien Potenzial für Klimaschutz zu
  • Große Hoffnungen in intelligente Stromnetze, digitale Heizungstechnik und smarte Mobilität

Große Dürren, heftige Unwetter und steigender Meeresspiegel: Der Klimawandel ist das drängendste Menschheitsproblem – und die Digitalisierung kann helfen, Treibhausemissionen maßgeblich zu verringern. Darin ist sich die Mehrheit der Deutschen einig, wie eine aktuelle Befragung unter mehr als 1.000 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach ist mehr als jeder Zweite (56 Prozent) überzeugt, dass die Digitalisierung beim Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.

Achim Berg

Der Lokführer ist ein Autopilot

  • Christopher Meinecke

    Konkrete Forschungsprojekte sollen autonome Züge voranbringen

  • Bitkom veröffentlicht Stellungnahme zum automatisierten Fahren auf der Schiene

Der Digitalverband Bitkom fordert von der Bundesregierung eine Strategie für die Entwicklung und Einführung von automatisiert fahrenden Zügen. Zwar sei es erfreulich, dass die Große Koalition im Koalitionsvertrag 2018 eine entsprechende Schwerpunktsetzung bei der Forschungsförderung formuliert und „die umwelt- und verkehrspolitischen Potenziale digitalisierter und automatisierter Schienensysteme erkannt“ wurde, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes. Allerdings sei es dringend notwendig, weitere konkrete Maßnahmen festzuschreiben.

KI kann viel, aber längst nicht alles

  • Neue Publikationsreihe „Science over Fiction“ zeigt Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz
  • Erste Folge zur Erkennung von epileptischen Anfällen durch maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern wird. In der öffentlichen Debatte werden KI aber häufig auch Möglichkeiten zugesprochen, die weit jenseits dessen liegen, was in absehbarer Zukunft technologisch erreichbar ist. Der Digitalverband Bitkom will mit einer neuen Publikationsreihe „AI: Science over Fiction“ zur Versachlichung der Debatte beitragen und an ausgewählten Beispielen zeigen, welchen Nutzen KI stiften kann und wo die Grenzen liegen.

„Die Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz sind oft von Science-Fiction-Romanen und -Filmen geprägt. So entsteht Angst vor einer omnipotenten Künstlichen Intelligenz, und Angst ist immer ein schlechter Ratgeber“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die neue Publikationsreihe des Bitkom hat das Ziel, den Blick auf KI zu schärfen und reale Einsatzszenarien statt fantasievoller Utopien in den Mittelpunkt zu rücken. KI erschließt heute in erster Linie neue Möglichkeiten für die Automatisierung von klar definierten Aufgaben, in vielen anderen Bereichen steckt KI noch in den Kinderschuhen.“

Achim Berg