BITKOM

Mehr Unternehmen investieren in das digitale Büro

  • Jeder vierte Mittelständler plant die digitale Dokumentenverwaltung
  • Digitalisierung ist fast immer Chefsache
  • Digital Office Conference am 22. Oktober in Berlin

Der Mittelstand verabschiedet sich vom analogen Büro: Fast jedes vierte Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern (23 Prozent) gibt aktuell an, in nächster Zeit Investitionen in eine umfassende Softwarelösung für die digitale Dokumentenverwaltung tätigen zu wollen. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017, wo lediglich 18 Prozent angaben, in diesem Bereich investieren zu wollen. Weitere 7 Prozent planen Ersatz- oder Erweiterungsbeschaffungen für sogenannte Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM).

Nils Britze

Rekordjahr im Markt für IT-Sicherheit

  • Ausgaben für IT-Sicherheit steigen um 10 Prozent
  • Fachmesse it-sa findet vom 8. bis 10. Oktober 2019 in Nürnberg statt

Technologien und Lösungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit sind gefragt wie nie: Im laufenden Jahr geben Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 4,6 Milliarden Euro für Hardware, Software und Services im Bereich IT-Sicherheit aus – ein Allzeithoch und 10 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018.

Ursula Morgenstern

Wie Thüringen zum Startup-Hotspot werden soll

Jenny Boldt

Bitkom veröffentlicht Übersicht der Parteipositionen zur Startup-Politik für die Landtagswahl am 27. Oktober

In der öffentlichen Wahrnehmung können Städte wie Erfurt, Jena oder Gera noch nicht mit Startup-Hochburgen wie Berlin, Hamburg oder München mithalten. Doch die Parteien, die im Landtagswahlkampf um die Stimmen buhlen, wollen das gerne ändern, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Um das herauszufinden, hat der Digitalverband Bitkom alle Parteien, die nach den Umfragen eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben, nach ihren Ideen für eine innovative Startup-Politik befragt.

Klimawandel: Jeder Zweite sieht Digitalisierung als Problemlöser

  • 56 Prozent der Bundesbürger schreiben digitalen Technologien Potenzial für Klimaschutz zu
  • Große Hoffnungen in intelligente Stromnetze, digitale Heizungstechnik und smarte Mobilität

Große Dürren, heftige Unwetter und steigender Meeresspiegel: Der Klimawandel ist das drängendste Menschheitsproblem – und die Digitalisierung kann helfen, Treibhausemissionen maßgeblich zu verringern. Darin ist sich die Mehrheit der Deutschen einig, wie eine aktuelle Befragung unter mehr als 1.000 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach ist mehr als jeder Zweite (56 Prozent) überzeugt, dass die Digitalisierung beim Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.

Achim Berg

Der Lokführer ist ein Autopilot

  • Christopher Meinecke

    Konkrete Forschungsprojekte sollen autonome Züge voranbringen

  • Bitkom veröffentlicht Stellungnahme zum automatisierten Fahren auf der Schiene

Der Digitalverband Bitkom fordert von der Bundesregierung eine Strategie für die Entwicklung und Einführung von automatisiert fahrenden Zügen. Zwar sei es erfreulich, dass die Große Koalition im Koalitionsvertrag 2018 eine entsprechende Schwerpunktsetzung bei der Forschungsförderung formuliert und „die umwelt- und verkehrspolitischen Potenziale digitalisierter und automatisierter Schienensysteme erkannt“ wurde, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes. Allerdings sei es dringend notwendig, weitere konkrete Maßnahmen festzuschreiben.

KI kann viel, aber längst nicht alles

  • Neue Publikationsreihe „Science over Fiction“ zeigt Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz
  • Erste Folge zur Erkennung von epileptischen Anfällen durch maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern wird. In der öffentlichen Debatte werden KI aber häufig auch Möglichkeiten zugesprochen, die weit jenseits dessen liegen, was in absehbarer Zukunft technologisch erreichbar ist. Der Digitalverband Bitkom will mit einer neuen Publikationsreihe „AI: Science over Fiction“ zur Versachlichung der Debatte beitragen und an ausgewählten Beispielen zeigen, welchen Nutzen KI stiften kann und wo die Grenzen liegen.

„Die Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz sind oft von Science-Fiction-Romanen und -Filmen geprägt. So entsteht Angst vor einer omnipotenten Künstlichen Intelligenz, und Angst ist immer ein schlechter Ratgeber“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die neue Publikationsreihe des Bitkom hat das Ziel, den Blick auf KI zu schärfen und reale Einsatzszenarien statt fantasievoller Utopien in den Mittelpunkt zu rücken. KI erschließt heute in erster Linie neue Möglichkeiten für die Automatisierung von klar definierten Aufgaben, in vielen anderen Bereichen steckt KI noch in den Kinderschuhen.“

Achim Berg

New Work: Jeder Zweite will Vertrauensarbeitszeit und Recht auf Homeoffice

  • Deutsche Berufstätige wünschen sich mehr Selbstverwirklichung im Job und fordern von ihren Arbeitgebern soziale Verantwortung
  • Auch Gleichstellung von Männern und Frauen ist wichtiges Anliegen
  • Jeder Zehnte hat keinen eigenen Schreibtisch mehr, aber Klammeraffen halten sich hartnäckig

Mobiles Arbeiten ohne festen Schreibtisch, flache Hierarchien und Vertrauensarbeitszeit: Die große Mehrheit der Berufstätigen ist offen für moderne Arbeitskonzepte, die auch unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden. Neun von zehn (92 Prozent) stehen New-Work-Konzepten sehr oder eher aufgeschlossen gegenüber – nur 6 Prozent lehnen diese ab. Die allermeisten Berufstätigen möchten einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen und stellen an ihren Arbeitgeber hohe moralische Ansprüche, etwa was die soziale Verantwortung angeht.

Achim Berg

Mitarbeiter sind nur selten am Startup beteiligt

  • Jenny Boldt

    In jedem vierten Startup halten Mitarbeiter Anteile am Unternehmen 

  • Gründer wollen so Mitarbeiter vor allem langfristig binden und zusätzlich motivieren
  • Dagegen sprechen hoher Aufwand und der Wunsch der Beschäftigten nach klassischen Gehaltszahlungen

Für viele klingt das wie ein Traum: Früh nach der Gründung zu einem Startup zu stoßen und am Unternehmen beteiligt werden – das natürlich nach wenigen Jahren hoch bewertet ist und damit die Anteilseigner zu reichen Leuten macht. Zumindest der erste Teil ist in rund jedem vierten deutschen Startup (27 Prozent) Realität, weil dort Mitarbeiter außerhalb des Gründungsteams über Anteile verfügen.

Leichtes Wachstum bei Digital-Investitionen

  • Pro-Kopf-Ausgaben für IT- und Telekommunikation steigen in Deutschland um 2 Prozent auf 1.584 Euro
  • Schweiz, USA und Dänemark liegen international an der Spitze

Die Ausgaben für Informationstechnik (IT) und Telekommunikation sind in Deutschland im Jahr 2018 um 2 Prozent auf 1.584 Euro pro Einwohner gestiegen. Im Durchschnitt der 26 EU-Staaten wurden 1.248 Euro ausgegeben, was ebenfalls einem Anstieg von 2 Prozent entspricht. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Grundlage aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO). Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz mit 3.214 Euro (+3 Prozent) an der Spitze. Dahinter folgen die USA mit 3.126 Euro (+5 Prozent). Die skandinavischen Staaten komplettieren die globale Spitzengruppe. In Dänemark stiegen die Digital-Investitionen auf 2.483 Euro pro Kopf (+2 Prozent), in Schweden auf 2.362 Euro (+3 Prozent), in Norwegen auf 2.290 Euro (+3 Prozent) und in Finnland auf 2.071 Euro (+2 Prozent). Deutlich vor Deutschland liegt ungeachtet der Brexit-Wirren das Vereinigte Königreich (2.002 Euro, +2 Prozent), es folgen die Niederlande (1.998 Euro, +3 Prozent) und Japan mit dem zweitschwächsten Wachstum in den Top-10 (1.687 Euro, +1 Prozent). Überdurchschnittlich stark, aber auf niedrigem Niveau, wuchsen im europäischen Maßstab die Digital-Ausgaben in Ungarn (558 Euro, +5 Prozent) und Rumänien (276 Euro, +7 Prozent). Weltweit zählen Russland (275 Euro, +5 Prozent), die Türkei (234 Euro, +7 Prozent) und Indien (56 Euro, +11 Prozent) zu den am schnellsten wachsenden Märkten.

Achim Berg

Bitkom-Branche zeigt stabiles Wachstum

  • Umsätze im ITK-Markt steigen 2019 um 2 Prozent auf 170,3 Milliarden Euro
  • Unternehmen schaffen bis Jahresende 42.000 zusätzliche Arbeitsplätze

Die Digitalbranche trotzt dem allgemeinen Trend und kann auch 2019 ihre Umsätze deutlich steigern. Die Rezession in der deutschen Industrie macht sich bei den Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) derzeit noch nicht bemerkbar, allerdings ist der Ausblick auf 2020 etwas verhaltener. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Auswertung von Marktdaten und Konjunkturumfragen durch den Digitalverband Bitkom. Nach Bitkom-Berechnungen steigen die Branchenumsätze 2019 um 2,0 Prozent auf 170,3 Milliarden Euro.

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