BITKOM

Bitkom zieht Zwischenfazit zur Digitalpolitik der Bundesregierung

  • Bundesregierung bleibt bislang viele Ziele des Koalitionsvertrags schuldig
  • Präsident Berg: „Aufbruch in digitale Zukunft erfordert Mut, Engagement und Investitionen“

Im Vorfeld der heutigen Sommer-Pressekonferenz der Bundeskanzlerin zieht Bitkom-Präsident Achim Berg eine Halbzeitbilanz der Digitalpolitik der Bundesregierung:

Achim Berg

„In der ersten Hälfte der Legislaturperiode wurde die Bundesregierung getrieben von der Diskussion um Migration und Klimaschutz. In der jetzt kommenden zweiten Hälfte muss sie selbst zur Treiberin werden. Zur Treiberin der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung, von Schulen und Hochschulen, von Gesundheitswesen, Mobilität und Energieversorgung. Die Digitalisierung ist die größte Herausforderung unserer Zeit – und gleichzeitig eine riesige Chance.

YouTuber sind die Stars der Generation Z

  • Für jeden dritten Jugendliche sind YouTuber die Lieblingsstars
  • Musiker und Sport-Stars rangieren dahinter

Für viele Kinder und Jugendliche sind Internet-Stars die beliebtesten Idole – vor allem Videokünstler. Jeder dritte Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren (32 Prozent) sagt: Mein Lieblingsstar ist YouTuber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Videos schauen ist für Jugendliche mit Abstand die beliebteste Beschäftigung im Internet“, sagt Bitkom-Expertin Marie Anne Nietan. „Wer die Themen der Generation Z über Bewegtbilder dauerhaft gut bedient, bekommt hohe Aufmerksamkeit. Mit Lifestyle-Tipps, Let’s Play-Videos und sogenannten Pranks haben YouTuber mitunter Millionen an Fans gewonnen.“ Weitere 3 Prozent nennen Instagrammer als Lieblings-Star.

Startup-Leben: An jedem zweiten Arbeitstag ein Pitch

  • Startups in Deutschland haben im vergangenen Jahr im Schnitt 121-mal ihre Geschäftsidee präsentiert
  • Große Startups pitchen dabei deutlich häufiger als kleine
  • Am häufigsten wird vor potenziellen Kunden gepitcht, am seltensten vor Jurys

Ob vor der Jury für den Gründerpreis, potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern oder vor interessierten Investoren – zum Startup-Leben gehört es dazu, seine Geschäftsidee zu präsentieren. Und zwar überzeugend – und sehr, sehr oft. Im Schnitt haben Startups in Deutschland im vergangenen Jahr 121-mal gepitcht. Das bedeutet: an jedem zweiten Arbeitstag gab es einen Pitch.

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Lehrer schwören auf Papier

  • Jeder zweite Pädagoge informiert Eltern per Brief
  • Messenger-Dienste und spezielle Online-Plattformen rangieren am Ende

Wohin geht die nächste Klassenfahrt? Worum geht’s in der Projektwoche? Warum werden die Hausaufgaben regelmäßig vergessen? Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern kommunizieren, steht Papier hoch im Kurs. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte schickt Briefe mit nach Hause (54 Prozent). Nur knapp davor kommt die E-Mail (62 Prozent) als Kommunikationsmittel der Wahl. Ähnlich populär wie Briefe sind Telefonanrufe (53 Prozent). Moderne digitale Kommunikationsmittel bleiben dagegen häufig außen vor: Nicht einmal jeder vierte Lehrer setzt auf Messenger-Dienste wie Threema, Telegram, Signal oder Whatsapp (23 Prozent).

Achim Berg

Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle in der Industrie

  • Industrie 4.0 verändert bei vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit
  • Berg: „Jedes Unternehmen sollte sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen“
  • Großteil verfolgt eigene Strategie für Industrie 4.0

Vernetzte Maschinen, die miteinander kommunizieren, Roboter, die Reparaturen durchführen, die automatisierte Wartung von Anlagen: In deutschen Fabrikhallen ist die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, in vollem Gange. Sie verändert nicht nur einzelne Abläufe und Prozesse, sondern sorgt auch für die Entstehung ganz neuer Geschäftsmodelle.

Achim Berg

Mehrheit wünscht sich digitale Plattformen aus Deutschland

  • 9 von 10 Bundesbürgern fordern mehr Unterstützung der Politik für Plattformanbieter
  • Bitkom veröffentlicht Positionspapier zur smarten Regulierung von Plattformen

Ob bei der Suche nach einer neuen Wohnung, beim Online-Shopping, der Jobsuche oder beim Austausch mit Freunden in Sozialen Netzwerken – digitale Plattformen sind inzwischen in allen Lebensbereichen verbreitet. Und längst nutzen auch Industrieunternehmen solche Plattformen für Geschäftskunden, um dort Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsprozesse zusammenzubringen. Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich, dass dieser Markt nicht den großen Playern aus den USA oder China überlassen wird.

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Achim Berg

Neuer Bitkom-ifo-Digitalindex zeigt sehr gutes Geschäftsklima der Branche

  • Positive Lage bei den Firmen der IT und Telekommunikation, aber weniger Optimismus für die kommenden Monate
  • Bitkom und ifo stellen erstmals Index zur Konjunktur der Schlüsselbranche vor

In der digitalen Wirtschaft laufen die Geschäfte derzeit prächtig. Trotz allgemeiner Konjunkturrisiken beurteilen die Unternehmen der IT- und Telekommunikation (ITK) die Geschäftslage aktuell als sehr gut. Für die kommenden Monate sind die Erwartungen aber weniger optimistisch. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Bitkom-ifo-Digitalindex, die der Digitalverband Bitkom und das ifo Institut heute gemeinsam in Berlin vorgestellt haben. Der Index stieg von April auf Mai um 2,2 Punkte auf 27,0 Punkte. Er errechnet sich aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche.

Achim Berg

Logistik muss Digitalisierung weiter beschleunigen

  • 4 von 5 Unternehmen, die Waren transportieren, sehen Digitalisierung als größte Herausforderung in der Logistik
  • Große Mehrheit sieht Chancen der Digitalisierung – aber nur eine Minderheit setzt bereits auf Künstliche Intelligenz, Blockchain oder 3D-Druck
  • Arbeitsplatzangebot für qualifizierte Fachkräfte soll steigen

Ob Routenplanung mit Künstlicher Intelligenz, Warentransport mit autonomen Lkw und Drohnen oder Blockchain für eine transparente Lieferkette: Digitale Technologien verändern derzeit die Logistik. Die Digitalisierung gilt den Unternehmen dabei als eine der größten Herausforderungen. Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen, die Waren transportieren, sehen dabei zahlreiche Vorteile digitaler Anwendungen in der Logistik und viele nutzen diese bereits in der Praxis. Aber nur eine Minderheit setzt heute schon auf neueste Technologien wie 3D-Druck, Blockchain oder KI.

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Dr. Bernhard Rohleder

Künstliche Intelligenz: Lehrer fürchten nicht um ihre Jobs

  • Nur 5 Prozent der Lehrer erwarten, bis 2030 durch digitale Technologien ersetzt zu werden
  • Jeder vierte Lehrer sieht in Künstlicher Intelligenz das Potenzial, Stärken und Schwächen von Schülern frühzeitig zu erkennen

Kollege Roboter wird Lehrern in absehbarer Zeit keine Konkurrenz machen – davon ist zumindest die große Mehrheit der Lehrerschaft überzeugt. Nur 5 Prozent der Lehrer erwarten, dass Künstliche Intelligenz (KI) bis zum Jahr 2030 den Großteil ihrer Aufgaben übernimmt – 93 Prozent können sich das dagegen nicht vorstellen. Dieser digitalen Schlüsseltechnologie wird im Unterreicht allgemein eher wenig zugetraut.

Achim Berg