BITKOM

Corona-Krise und danach: So werden Geschäftsprozesse digital

Bitkom veröffentlicht Leitfaden zur Optimierung von Geschäftsprozessen

Cloud statt Aktenschrank, Online-Meeting statt Geschäftsreise, Bestellungen und Rechnungsversand über Kundenportale statt per Brief und Fax: Die Digitalisierung betrifft in Unternehmen immer auch die interne Organisation und die eigenen Geschäftsprozesse. Digitale Prozesse sind in aller Regel effizienter und bilden die Voraussetzung dafür, neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt zu bringen und in einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Mit einem jetzt veröffentlichten Leitfaden hilft der Digitalverband Bitkom Unternehmen aller Branchen, ihre Geschäftsprozesse digital fit zu machen. Darin wird mit dem „Reifegradmodell Digitale Geschäftsprozesse“ ein neuartiger Ansatz vorgestellt, mit dem kleine, mittelständische und große Unternehmen sowie Organisationen schnell und einfach eine Standortbestimmung ihrer Geschäftsprozesse vornehmen können.

Achim Berg

Bitkom zur Datenstrategie der Bundesregierung: Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn wir unsere Datenschätze öffnen

Heute endet die Konsultationsfrist für eine Datenstrategie der Bundesregierung. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, welche herausragende Bedeutung aktuelle und qualitativ hochwertige Daten für Gesundheitsversorgung, Gesellschaft und Wirtschaft haben können. Die Bundesregierung muss deshalb mit dem heutigen Ende der Konsultationsfrist jetzt die Umsetzung der Datenstrategie zügig vorantreiben. Die dringend notwendige Digitalisierung kann nur gelingen, wenn wir unsere Datenschätze stärker öffnen. Daran entscheidet sich auch, ob wir Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz umfassend nutzen und dort auch eine weltweite Führungsrolle übernehmen können.

Digitaltag bringt Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammen

  • Erster Digitaltag am 19. Juni 2020 findet online statt
  • digitaltag.eu schafft Plattform für gesamtgesellschaftlichen Dialog über digitale Teilhabe

Der Digitaltag wird am 19. Juni 2020 im digitalen Raum stattfinden und die Veranstaltungen werden ins Internet verlegt. Damit reagiert die Initiative „Digital für alle“ auf die aktuellen Entwicklungen um die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. „Digitale Teilhabe ist in diesen Tagen wichtiger denn je. Gerade in der Corona-Krise können digitale Technologien einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Menschen zusammenzubringen – und daran sollen ausnahmslos alle teilhaben können“, sagt Digitaltag-Projektleiterin Anna-Lena Hosenfeld.

Deutsche Unternehmen geben sich eine Drei im Fach „Digitales“

  • Deutsche Wirtschaft sieht vor allem Chancen in der Digitalisierung
  • Aber: Nur jedes vierte Unternehmen investiert in digitale Geschäftsmodelle
  • Berg: „Coronakrise ist ein Weckruf, die Digitalisierung massiv voranzutreiben“

Die Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten bei der Digitalisierung zwar vorangekommen, bewerten den eigenen Fortschritt aber eher zurückhaltend. So vergeben Geschäftsführer und Vorstände, gefragt nach dem Stand der Digitalisierung des eigenen Unternehmens, im Durchschnitt nur die Schulnote „befriedigend“. Mittelständler mit 100 bis 499 Mitarbeitern geben sich sogar lediglich ein „ausreichend“. Zugleich sehen nur noch 22 Prozent die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung in der Spitzengruppe, vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent.

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Schüler wünschen sich digitale Schulen

  • Große Mehrheit betont Chancen der Digitalisierung, fordert bessere IT-Ausstattung und mehr digitale Lerninhalte
  • Jeder Zweite will keine Schulbücher mehr, sondern digitale Medien
  • Bitkom zeichnet 20 neue Smart Schools aus – Netzwerk wächst auf 61 Standorte

Vernetzte Schulen, virtuelle Klassenzimmer und adaptives Lernen: Die Digitalisierung kann den Schulunterricht verbessern, den Lernerfolg steigern und die begrenzten Lehrkapazitäten effizienter einsetzen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Corona-Krise drückt Stimmung in der Digitalbranche

  • Jedes dritte Unternehmen der IT und Telekommunikation verzeichnet Nachfragerückgang
  • Präsident Berg: Krise ist Auftrag an Politik und Wirtschaft, die Digitalisierung mutiger und entschiedener voranzutreiben

In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima unter dem Eindruck der Corona-Krise im März stark eingetrübt. Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (31 Prozent) verzeichnete im März einen Nachfragerückgang. Während 55 Prozent der Unternehmen negative Folgen der Corona-Krise feststellten, berichteten 43 Prozent davon, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit habe. Lediglich 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt. Von den negativen Folgen sind in der Digitalbranche vor allem Industrie und Handel betroffen. Das ist das Ergebnis der monatlichen Konjunkturumfrage von Bitkom und ifo Institut in der ITK-Branche.

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Bitkom unterstützt Job-Plattform www.daslandhilft.de

  • Bundeslandwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe e.V. starten Job-Plattform für dringend benötigte Erntehelfer
  • Bitkom unterstützt die Initiative als Partner
  • Ministerin Julia Klöckner: „Bereits über 28.000 Inserate in der ersten Woche“

Der Digitalverband Bitkom unterstützt als Partner die neue Job-Plattform „Das Land hilft“ (www.daslandhilft.de). Auf ihr suchen Landwirte nach dringend benötigten Hilfskräften für die Pflanz- und Erntearbeit oder den Vertrieb. Die Plattform verbindet somit landwirtschaftliche Betriebe mit Menschen, unter anderem jenen, deren aktuelle Arbeitsstelle aufgrund der Corona-Krise weggefallen ist oder die deshalb nicht ihrem Studium oder ihrer Ausbildung nachgehen können.

Dr. Bernhard Rohleder

Startups brauchen rasche Hilfe in der Coronakrise

  • Berg: „Ein großes Startup-Sterben muss unbedingt verhindert werden“
  • Bitkom veröffentlicht Positionspapier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise“

Der Digitalverband Bitkom hat in der Coronakrise entschiedene Maßnahmen der Politik angemahnt, die gezielt auf junge innovative Technologie-Unternehmen zugeschnitten sind. „Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern. Startups haben in aller Regel keine Rücklagen, viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Rettungspaket für Startups angekündigt hat. Wichtig ist, dass das Paket schnell beschlossen und umgesetzt wird – und dass es offen bleibt für Nachbesserungen.“

Achim Berg

6 von 10 Schülern kritisieren Fehlen digitaler Medien im Unterricht

  • Schlechte technische Ausstattung stört mehr als jeden Zweiten
  • Berg: „In Zeiten der Corona-Krise muss uns das wachrütteln“
  • Bitkom veröffentlicht Liste mit Anwendungen für digitalen Unterricht

Marode Schulgebäude, überfüllte Klassenräume, ruppiger Umgang auf dem Pausenhof – an deutschen Schulen gibt es viele Probleme. Keines davon stört Schüler allerdings so sehr, wie der fehlende Einsatz digitaler Medien im Unterricht: 59 Prozent der Schüler in Deutschland sehen dies als eines der dringlichsten Probleme an. 56 Prozent bemängeln eine schlechte technische Ausstattung.

Achim Berg

Jeder zweite Handwerksbetrieb setzt digitale Technologien ein

  • Neue Studie von Bitkom und ZDH: So digital ist das Handwerk 2020
  • Cloud, Drohnen, 3D: 53 Prozent setzen auf digitale Technologien und Anwendungen
  • Fachkräftesicherung ist für etwa drei Viertel der Betriebe eine Herausforderung

Dachdecker lassen Drohnen fliegen, Optiker fertigen Brillengestelle mit dem 3D-Drucker, große Werkstätten behalten den Überblick über Ausrüstung und Maschinen mithilfe von Trackingsystemen: Die Digitalisierung durchdringt zunehmend das Handwerk – schon jeder zweite Betrieb in Deutschland (53 Prozent) setzt digitale Technologien oder Anwendungen ein. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017, wo 45 Prozent der Betriebe digitale Technologien und Anwendungen im Einsatz hatten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), für die 502 Handwerksbetriebe in Deutschland repräsentativ befragt wurden.

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