BITKOM

Jeder Dritte scheitert bei der Internetrecherche

  • Informationssuche, Datenschutz und Technikfragen stellen viele Menschen in der digitalen Welt vor Probleme
  • Am 19. Juni 2020 findet der erste bundesweite Digitaltag statt

Wie schützt man seine Daten im Internet? Welche Online-Quellen sind vertrauenswürdig? Was kann man tun, wenn das Smartphone einmal nicht so will wie man selbst? Fragen wie diese stellen viele Menschen noch immer vor unüberwindbare Hürden. Einem großen Teil der Bundesbürger fällt es schwer, sich souverän und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

 

Bitkom zu Pisa-Studie über Berufswünsche Jugendlicher

Präsident Berg: „Jugendliche sind weiter als die Schulen“

Zur Sonderauswertung der Pisa-Studie zu Berufswünschen von Jugendlichen erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Ganz offensichtlich sind viele Jugendliche heute schon sehr viel weiter als die Schulen. Kein Berufswunsch wird häufiger genannt als der des IT-Spezialisten, zumindest unter den Jungen. Darauf müssen sich die Schulen besser vorbereiten. Die Schulen haben den Auftrag, das sehr viel stärker als bisher zu fördern und zudem auch Mädchen für IT-Berufe begeistern. Wenn wir das konsequent angehen, könnte der enorme Fachkräftebedarf in der digitalen Wirtschaft künftig zu größeren Teilen aus dem eigenen Nachwuchs gedeckt werden. Derzeit sind in Deutschland 124.000 Stellen für IT-Spezialisten unbesetzt. Um dem entgegenzuwirken, sollten alle Schulen zu Smart Schools mit digitaler Infrastruktur, digitalen Curricula und digitalkompetenten Lehrerinnen und Lehrern umgebaut werden. Insbesondere sollte flächendeckend ein Pflichtfach Informatik eingeführt werden. Derzeit ist dies nur in vier von 16 Bundesländern der Fall.“

Achim Berg

 

Plattform-Experten sind in den Chefetagen Exoten

  • Nur fünf Prozent der Manager halten sich selbst für Plattform-Experten
  • Jeder vierte Manager hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Nur die wenigsten Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland kennen sich wirklich gut mit digitalen Plattformen aus – aber dennoch haben sie in der großen Mehrheit die Verantwortung für das Thema an sich gezogen. So bezeichnen sich nur 5 Prozent als Plattform-Experten. Weitere 15 Prozent können zumindest gut erklären, was man unter der Plattform-Ökonomie versteht. Rund jeder Zweite (49 Prozent) weiß aber nur ungefähr, was der Begriff bedeutet. Und jeder Vierte (27 Prozent) hat noch die von digitalen Plattformen gehört.

Achim Berg

Jeder Zweite liest Online-Bewertungen vor dem Kauf

  • 56 Prozent der Online-Shopper nutzen Kundenbewertungen als Entscheidungshilfe
  • Vor allem Jüngere schauen, welche Erfahrungen andere Käufer gemacht haben
  • Preisvergleichsseiten sowie Tipps von Freunden und Familie werden ebenfalls oft herangezogen

Ob neue Sportschuhe, ein Wellness-Termin oder Veranstaltungstickets: Viele Deutsche schauen beim Online-Shopping erst auf die Bewertungen anderer Kunden, bevor sie sich schließlich entscheiden: Mehr als jeder zweite Online-Shopper (56 Prozent) gibt an, dass Kundenbewertungen in den Shops eine wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf darstellen. Bei den Frauen ist dieses Verhalten dabei etwas ausgeprägter als bei den Männern: 62 Prozent der Online-Shopperinnen setzen auf Bewertungen, bei den männlichen Online-Shoppern sind es 50 Prozent.

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Erstmals 1,2 Millionen Jobs in der Bitkom-Branche

 

  • Prognose: ITK-Umsätze steigen 2020 um 1,5 Prozent auf 172,2 Milliarden Euro
  • Optimismus: Geschäftsklima klettert auf höchsten Stand seit Mai 2019
  • Programm: Bitkom stellt „Digitalstrategie 2025“ vor

Die Digitalbranche ist weiter im Aufschwung und wird auch 2020 ihre Umsätze steigern. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 172,2 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 39.000 zusätzliche Jobs schaffen. Damit wären erstmals mehr als 1,2 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Nach den gedämpften Erwartungen in der zweiten Jahreshälfte 2019 hat sich das Geschäftsklima zuletzt wieder aufgehellt. Mit 26,9 Punkten kletterte der Bitkom-ifo-Digitalindex im Dezember auf den höchsten Stand seit Mai 2019. Das gab der Digitalverband Bitkom zum Jahresauftakt in Berlin bekannt.

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Bitkom: Deutschland muss vom Getriebenen zum digitalen Antreiber werden

Zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft, Exportweltmeister und industrieller Motor Europas. Diese Führungsrolle ist in einer künftig durchgängig digitalisierten Welt bedroht. In einer repräsentativen Bitkom-Umfrage gibt eine deutliche Mehrheit (58 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände quer durch alle Branchen an, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung ein Nachzügler sei. 3 Prozent meinen sogar, den Anschluss verpasst zu haben. 37 Prozent kommen mit der Digitalisierung nach eigenen Angaben nicht zurecht, 12 Prozent fühlen sich durch die Digitalisierung sogar in ihrer Existenz bedroht. Ein digitaler Motor sind wir nicht, bei der Digitalisierung geben andere das Tempo vor. Länder wie Dänemark, Singapur, die USA oder China könnten unterschiedlicher kaum sein, aber sie haben uns eines voraus: Sie gehen die Digitalisierung entschieden, mit Begeisterung, Engagement und in Höchstgeschwindigkeit an. Daran dürfen wir uns ein Vorbild nehmen. In den USA etwa sind die IT-Investitionen pro Einwohner heute bereits doppelt so hoch wie in Deutschland, und sie wachsen auch noch doppelt so stark. Die Schere öffnet sich weiter und sie öffnet sich schnell.

Achim Berg

Der Dienstwagen hat ausgedient: So werben Arbeitgeber um neue Mitarbeiter

  • Unternehmen locken neue Mitarbeiter mit Vergünstigungen und Annehmlichkeiten
  • New-Work-Konzepte rücken in den Mittelpunkt

Neueste digitale Technik, Gratisverpflegung und flexibles Arbeiten: In Zeiten des Fachkräftemangels zeigen sich Arbeitgeber großzügig, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber (55 Prozent) lockt Mitarbeiter mit der neuesten Generation von Smartphone, Tablet oder Notebook (55 Prozent) und erlaubt ausdrücklich auch die private Nutzung dienstlicher Geräte (60 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 856 Personalverantwortlichen und Geschäftsführern von Unternehmen aller Branchen.

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„Aus dem Arbeitgebermarkt ist ein Arbeitnehmermarkt geworden. In vielen Berufen und quer durch alle Branchen gibt es einen Mangel an Fachkräften – und nicht nur die besten Köpfe sind heiß umworben“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Viele Unternehmen lassen sich einiges einfallen, um Mitarbeiter zu begeistern und langfristig zu binden. Dabei orientieren sie sich auch an dem weit verbreiteten Wunsch, Erfolg im Beruf mit Zeit für Familie und Privatleben zu verbinden.“

 

Achim Berg

Deutsche Wirtschaft läuft der Digitalisierung weiter hinterher

  • Mehrheit der Unternehmen sieht sich selbst noch als Nachzügler
  • Nur jedes dritte Unternehmen verfügt über eine zentrale Digitalstrategie

In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft werden die eigenen Erfolge bei der Digitalisierung skeptisch beurteilt. Eine deutliche Mehrheit (58 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände gibt an, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung noch ein Nachzügler sei. 3 Prozent meinen sogar, den Anschluss verpasst zu haben. Nur rund jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) hält sich für einen Digitalisierungs-Vorreiter.

Achim Berg

Umfrage unter Startup-Gründern: Wer ist Dein Vorbild?

  • Elon Musk und Steve Jobs stehen bei Gründern hoch im Kurs
  • In der Schule ist Gründen kein Thema
  • Bitkom veröffentlicht Startup-Report 2019

Elon Musk gilt unter deutschen Startup-Gründern als größtes Vorbild. Jeder vierte Gründer (24 Prozent), der angibt ein Vorbild zu haben, nennt den Tesla-Chef. Dahinter folgen mit Abstand Apple-Gründer Steve Jobs (13 Prozent) sowie Richard Branson (Virgin, 7 Prozent) und Jeff Bezos (Amazon, 6 Prozent). Gleichauf kommen dahinter SAP-Gründer Hasso Plattner und Microsoft-Gründer Bill Gates (je 3 Prozent). Allerdings geben insgesamt nur 3 von 10 Startup-Gründern (29 Prozent) an, sich von einem Vorbild inspirieren zu lassen.

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Homeoffice? Nein, danke: Angestellte arbeiten lieber im Büro als zu Hause

  • 62 Prozent der Beschäftigten mit Homeoffice-Erlaubnis ziehen das Büro als Arbeitsort vor
  • Mehrheit rechnet mit steigendem Homeoffice-Anteil – jeder Zweite fordert gesetzlichen Anspruch

Vier von zehn Festangestellten (41 Prozent) dürfen im Homeoffice arbeiten, aber die meisten lehnen dankend ab: Wenn Mitarbeiter selbst entscheiden dürfen, wo sie arbeiten, wählt eine deutliche Mehrheit das Büro. 62 Prozent der Festangestellten mit Homeoffice-Erlaubnis machen davon keinen Gebrauch, während 38 Prozent lieber in den eigenen vier Wänden oder mobil arbeiten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.002 Berufstätigen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Viele Arbeitnehmer haben mittlerweile die Wahl, wo sie arbeiten. Anders als man vielleicht meinen könnte, ziehen die meisten Festangestellten das Büro dem eigenen Zuhause vor – aus ganz unterschiedlichen Gründen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Achim Berg