Bürokratieabbau

Moin, moin: Wie die Parteien Hamburg zum Startup-Hotspot machen wollen

Bitkom veröffentlicht Übersicht der Positionen zur Startup-Politik für die Bürgerschaftswahl am 23. Februar

Hamburg ist dem Smart City Index des Digitalverbands Bitkom zufolge die smarteste Stadt Deutschlands – aber liegt die Hansestadt auch bei der Startup-Politik vorne? Und wie wollen die Parteien, die am 23. Februar bei der Bürgerschaftswahl antreten, Gründerinnern und Gründer noch besser fördern? Um das herauszufinden, hat Bitkom alle Parteien, die nach den Umfragen eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben, nach ihren Ideen für eine innovative Startup-Politik befragt.

Hamburg

Startups sind mit dem Standort Deutschland zufrieden – wenn nur die Verwaltung nicht wäre

  • Ämter und Behörden bekommen schlechte Noten von Gründern
  • Startups bewerten vor allem Lebensqualität und Infrastruktur positiv

Der Standort Deutschland ist für Startups viel besser als sein Ruf. Ob Absatzmöglichkeiten, Infrastruktur oder Arbeitsmarkt – in praktisch allen Bereichen sind die meisten Gründer zufrieden. Mit einer Ausnahme: Von Ämtern und Behörden sind Startups genervt.

Bürokratieabbau: Ja bitte!

EU-Verwaltungen unterstützen Wachstum durch Bürokratieabbau

Peter Krolle

Hamburg. Spanien baut 30 Prozent seiner Bürokratie-Barrieren ab, in Frankreich laufen 100 Projekte zur Vereinfachung der Verwaltungsabläufe, und die Niederlande wollen bis 2015 sechs Milliarden Euro Verwaltungsausgaben durch einfachere Verfahren senken. EU-weit ist die öffentliche Verwaltung dabei, ihren Beitrag für neue Wachstumsimpulse zu leisten. Bürokratische Hürden für Wirtschaft und Bürger sollen drastisch abgebaut werden. Das ergibt die europaweite qualitative Untersuchung „Beyond Efficiency: Public Administration Transformation“ der Steria Gruppe, für die hochrangige Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung befragt wurden.

Behörden bleibt zu wenig Raum für Bürokratieabbau

72 Prozent der Fach- und Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung sind unzufrieden mit dem Abbau unnötig komplizierter Abläufe in ihren Behörden. Als Hauptverursacher von Bürokratie betrachten drei Viertel der Befragten die Gesetzgebung. Besserung sei nicht in Sicht. Dies ergab die Potenzialanalyse Komplexitätsmanagement von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.