CASE

Eine Unternehmensberatung, ein Forschungszentrum und ein Autobauer: Das sind die attraktisten Unternehmen Deutschlands unter Top-Talenten

Köln, 24.09.2020. Die candidate select GmbH (CASE), größter Anbieter für den Vergleich von Bildungsabschlüssen in Deutschland, hat in einem neuartigen Ranking die 100 attraktivsten Arbeitgeber unter leistungsstarken Studierenden gekürt. Basierend auf mehr als 85.000 Unternehmensbewertungen von 15.000 Studierenden und dem unternehmenseigenen Scoring System von Hochschulabschlüssen (CASE Score) können in diesem Ranking exklusive Unterschiede in der Außenwahrnehmung von Unternehmen sichtbar gemacht werden.

Vor allem die Unternehmensberatung McKinsey & Company (Platz 1, +8 im Vergleich zu allen Studierenden) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Platz 2, +25 im Vergleich zu allen Studierenden) konnten Top-Talente überzeugen. Aber auch Daimler schneidet gut ab und kann sich sogar sowohl unter allen Studierenden (Platz 2) als auch unter Top-Talenten (Platz 3) auf dem Treppchen halten.

„Es ist hochinteressant zu sehen, wie unterschiedlich leistungsstarke Studierenden die Attraktivität von Unternehmen wahrnehmen. Top-Talente sind wählerisch und bewerten im Vergleich zu Gesamtheit viel weniger Unternehmen als attraktiv. Während die meisten Unternehmen in dieser Gruppe deutlich schwächer abschneiden, gibt es Ausnahmen, die den Trend für sich sogar umkehren können. Im Rennen um exzellente Fach- und Führungskräfte haben diese Unternehmen die Nase vorn“, so Dr. Jan Bergerhoff, Geschäftsführer von CASE.

Das Ranking, welches auf Daten der Studienreihe „Fachkraft 2030“ (größte deutsche Studierendenbefragung), soll künftig einmal im Jahr erscheinen und als valide Referenz für den Erfolg von Arbeitgebermarken dienen. Die vollständige Publikation „CASE Arbeitgeber Ranking 2020“ ist unter diesem Link zu finden: https://www.candidate-select.de/uploads/files/candidate-select.de/cms/Ranking/Whitepaper_CASE_Arbeitgeber_Ranking.pdf

Methodik:

Die 14. Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2030“ fand im September 2019 statt. Die zugrunde liegende Stichprobe weist keine systematischen Abweichungen zur Studierendenschaft in Deutschland auf und ist als repräsentativ zu betrachten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragungen wurden über das deutschlandweite Stellenportal Jobmensa des „Fachkraft 2030“-Kooperationspartners Studitemps GmbH eingeladen.

Zielgruppendetails:

Studierende im Bachelor: 66,3 % (Ø: 22,3 Jahre)

Studierende im Master: 21,2 % (Ø: 25,2 Jahre)

Restliche Anteile: Staatsexamen (8,9 %), Diplom-Abschluss (1,3 %), und Promovierende (1,3 %)

Über CASE:

Die candidate select GmbH (CASE) entwickelt Algorithmen zur fairen Einschätzung von Abschlüssen in der Personalauswahl. Dafür werden unter anderem über 500 Tsd. administrative Notenverteilungen sowie IQ- und Persönlichkeitswerte von ebenfalls mehr als 300 Tsd. Studierenden mit einbezogen. CASE kann Absolvent*innen von über 25.000 Hochschulen weltweit vergleichen und ersetzt damit gröbere Verfahren wie z. B. die Nutzung von Hochschullisten oder harte Notenkriterien. Zusammen mit der Universität zu Köln hat CASE das vorwettbewerbliche Forschungsprojekt FAIR ins Leben gerufen, mit dem Ziel weitere Lebenslaufinformationen diskriminierungsfrei mit Algorithmen auswerten zu können.

Ja wie ticken sie denn, die Zielgruppen? – Antworten auf DIE Frage vieler Recruiter (#werticktwie)

Ja es gibt sie – mehrstimmige Mini-HR-Konferenzen mit einem breiten Spektrum an Ideen und Erkenntnissen (neben zahllosen Sales-Webinaren). Am 22. April 2020 ab 15:00 Uhr kann Wissen über Talente getankt werden und es gibt Raum für gemeinsame Diskussionen. Und was mich hier besonders freut, ich kenne alle Mitwirkenden durch die gemeinsame Arbeit beim HR-Innovation Day (jobufotalentwundermobilejobwhyapply) oder durch gemeinsame Studien (get-in-it) oder aufgrund vieler sehr beachteter Interviews hier in diesem Blog (Philipp Seegers von CASE). Ich freue mich auf neue Erkenntnisse und einen aktiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch am Mittwoch.

Wegweisend: Prof. Dr. Peter M. Wald

Bildungsabschlüsse international vergleichbar machen: CASE schließt siebenstellige Investmentrunde ab

Das Kölner HR-Tech Startup candidate select GmbH (kurz: CASE) ist 2015 mit dem Ziel angetreten, die an den fast 500 Hochschulen in Deutschland erworbenen Abschlussnoten vergleichbar und damit aussagekräftiger zu machen. Seither hilft der CASE-Algorithmus über 25 Großunternehmen (darunter die Deutsche Telekom, Porsche und McKinsey), ihre Bewerber und deren Abschlüsse auf Basis von Kontextinformationen besser verstehen und leistungsgerecht einschätzen zu können.

Philipp K. Seegers

Mehr Einsen im Abi, weniger Qualität

Immer mehr Schüler erreichen eine sehr gute Abiturnote, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das liegt allerdings nicht daran, dass es immer mehr sehr gute Schüler gibt, sondern an einfacheren Abiturprüfungen. Das Abitur wird damit entwertet.

An deutschen Schulen gibt es immer mehr Einser-Abiturienten. 2017 erreichten bundesweit fast 28.000 Abiturienten eine Abinote von mindestens 1,4 – im Jahr 2006 waren es gerade einmal 15.000 Abiturienten. Über die Bestnote von 1,0 freuten sich zuletzt doppelt so viele Schüler wie 2006. Im Verhältnis zur Bevölkerung stellten Brandenburg und Thüringen die meisten Einser-Abiturzeugnisse aus, Niedersachsen die wenigsten.

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Wido Geis-Thöne

Uni- oder FH-Absolventen – Wer hat die besseren Noten?

Philipp K. Seegers

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp K. Seegers

Lange Zeit galt die Fachhochschule als Ausbildungsstätte zweiter Klasse im Vergleich zu ihrer forschungsorientierten großen Schwester, der Universität. Die einst klaren Grenzen zwischen beiden Studienformen verwischen heute, denn inzwischen gibt es auch an Universitäten Studienprogramme, in denen großer Wert auf praktische Erfahrungen und Kooperationen mit der Wirtschaft gelegt wird. Außerdem ist das Abitur nicht mehr die einzige Zugangsmöglichkeit. In weiterbildenden Masterstudiengängen können auch andere Schulabschlüsse in Kombination mit Berufserfahrung ausreichend sein. Einige Fachhochschulen genießen auf der anderen Seite mittlerweile einen ausgezeichneten Ruf, z.B. aufgrund ihrer kleinen Studiengruppen und engen Betreuung durch Lehrende.

Mehr Bachelor-Absolventen zieht es auf den Arbeitsmarkt

Philipp K. Seegers

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp K. Seegers

Der im Jahr 1999 gestartete Bologna-Prozess ist wiederkehrend im Fokus der öffentlichen Debatte. Erklärtes Ziel der teilnehmenden Staaten war und ist es fortan, in Europa ein verständliches und vergleichbares Hochschulsystem zu schaffen, um unter anderem die studentische Mobilität in Form von Auslandsaufenthalten zu stärken.

Lassen sich im Masterstudium einfacher gute Noten erzielen?

Philipp K. Seegers

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp K. Seegers

Auf dem Arbeitsmarkt stehen Master-Absolventen in der Regel mehr Möglichkeiten offen als Bachelor-Absolventen. Der Master ist der höhere akademische Grad, in dessen Rahmen die Studierenden häufig weitere Methodenkenntnisse sowie wertvolle Spezialisierungen erwerben. Doch wie verhält es sich mit der Bewertungsstrenge in Bezug auf Grund- und Aufbaustudium?

Bologna-Reform: Wie erfolgreich war die Umstellung auf Bachelor und Master?

Philipp K. Seegers

Von Dr. Philipp K. Seegers, Geschäftsführer, candidate select GmbH

Im Jahr 1999 wurde in der norditalienischen Universitätsstadt Bologna eine Erklärung abgegeben: Die 29 unterzeichnenden Staaten verpflichteten sich der Absicht, ein verständliches und vergleichbares Hochschulsystem zu schaffen, um z.B. die Mobilität der Studierenden, etwa in Form von Auslandssemestern, zu fördern. Eine Grundsäule dieser Reform war es, vom einstufigen System mit Diplom- und Magisterabschluss auf ein zweistufiges System umzustellen, das im Grundstudium mit dem Bachelor- und im Aufbaustudium mit dem Mastergrad abschließt.

Recruiting: Orientierungslos im Labyrinth der Abschlussnoten

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Der Rapper Prinz Pi hat in seinem Song „Kompass ohne Norden“ die Orientierungslosigkeit und vielleicht auch die Hoffnungslosigkeit einer ganzen Generation musikalisch auf den Punkt gebracht. Wie bei einem Kompass ohne Norden fehlt etwas, nämlich der Zeiger zum magnetisierenden Norden als Orientierungspunkt.

Prinz Pi
Prinz Pi (Quelle: Wikipedia)

Abschlussnoten von Universitäten und Fachhochschulen sind für Recruiter zusehends zu einem Kompass ohne Norden geworden.