Elternzeit

Väter fürchten Folgen langer Elternzeit

LinkedIn-Studie zeigt: Deutschlands Unternehmen müssen familienfreundlicher werden // Männer wünschen sich eine möglichst lange Elternzeit – nehmen sie sich aber nur selten // Finanzielle Zwänge, persönliche Bedürfnisse sowie gesellschaftliche Vorurteile sind Gründe für die Ungleichverteilung

Viele Väter trauen sich nicht, lange in Elternzeit zu gehen. Obwohl sich Männer wie Frauen gleichermaßen eine möglichst lange Elternzeit wünschen, sind es in der Praxis in Deutschland weiterhin die Mütter, die den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen. Das tun sie, obwohl die Elternzeit nicht selten einen deutlichen Karriereknick mit sich bringt: Jede fünfte Mutter berichtet nach einer langen Elternzeit von negativen Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang. Die Ursachen weshalb Väter in Elternzeit weiterhin eine Seltenheit sind, sind vielfältig: An erster Stelle stehen wirtschaftliche Gründe. Darüber hinaus werden aber auch gesellschaftliche Vorurteile und traditionelle Rollenbilder als ausschlaggebend angeführt. Einig sind sich Eltern darin, dass Deutschlands Unternehmen mehr tun müssen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewähren. Noch nicht einmal jeder Zweite bewertet sein Unternehmen als familienfreundlich.

Barbara Wittmann

Mütter kehren schneller zu familienfreundlichen Betrieben zurück  

Dana Müller

Betriebe in Deutschland bieten immer häufiger Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Große Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten sind hier Vorreiter, aber die kleinen und mittleren Betriebe ziehen nach. Die familienfreundlichen Maßnahmen gehen mit einer schnelleren Rückkehr von Müttern nach geburtsbedingten Erwerbsunterbrechungen einher.

#ParentsComingBack: Zurück in den Job nach der Elternzeit

Was derzeit in allen Medien kursiert, wird vor allem für die neuen Generationen ein immer relevanter werdendes Thema. Anlass genug für Monster, dem Thema genauer auf den Grund zu gehen. Laut der repräsentativen Omnibus-Umfrage* von Monster hat die „Elternzeit“ sich etabliert, denn 70 Prozent der Befragten sagen: Parents, welcome back! 57 Prozent gehen davon aus, dass nach kleinen Startschwierigkeiten im Job alles wieder wie gewohnt läuft und 15 Prozent sehen keinerlei Probleme für den Wiedereinstieg.

Lücken im Lebenslauf: Null Toleranz für Weltenbummler

Jobware Umfrage-Report

Bei Lücken im Lebenslauf schauen Personaler besonders genau hin. Für 95 Prozent der Personaler stellt eine kurze Phase der beruflichen Neuorientierung kein Problem dar. Ebenso wenig ist für 91 Prozent der Personaler Arbeitslosigkeit ein Grund, einen Bewerber per se abzulehnen. Zu diesen Ergebnissen kommt der Jobware Umfrage-Report 2017.

Frischgebackene Väter: Stress in Beruf und Familie

Eschborn. Wer nach genommener Elternzeit als Vater den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben plant, hat es nicht leicht. „Es gibt erstaunlich wenig Hilfestellung für Väter, die nach ihrer Elternzeit wieder in den Job zurückkehren“, sagt Personalberaterin Margret Wieczorek. „Dabei sind sie mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert. Der Rollentausch ist in vielen Unternehmen immer noch nicht selbstverständlich. So sehen sich Väter nicht nur mit der Verantwortung für Baby und Partnerin konfrontiert, sondern auch mit Erwartungshaltungen am Arbeitsplatz, denen sie gerecht werden müssen. Und nebenbei erwartet der Arbeitgeber das gleiche Maß an Engagement wie zuvor.“

 

Für frischgebackene Väter, die wieder anfangen zu arbeiten, bietet Monster folgende Tipps: