Erreichbarkeit

Ist Feiertag ein freier Tag? Für jeden Dritten im Notfall nicht

13 Prozent der Arbeitnehmer müssen sogar immer erreichbar sein

 

Fast jeder dritte österreichische Arbeitnehmer muss auch an Feiertagen beruflich erreichbar sein, zumindest im äußersten Notfall. Das hat eine aktuelle Online-Umfrage von karriere.at mit 660 Beteiligten ergeben.

„Bist du an Feiertagen beruflich erreichbar?“, wollte das Karriereportal rechtzeitig vor Pfingsten von seinen Usern wissen. 53 Prozent erklärten: „Nein. Feiertag heißt freier Tag.“ „Ja, aber nur im äußersten Notfall“, antworteten 30 Prozent. Immerhin 13 Prozent müssen nach eigenem Bekunden ständig erreichbar sein. Vier Prozent schränkten ein: „Nur per Mail oder Messenger, nicht am Telefon.“

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Thomas Olbrich

BPM fordert selbstbestimmtes Handeln für Erwerbstätige

Joachim Sauer, Bundesverband Personalmanager

Verband weist Forderungen nach gesetzlichen Regelungen zur Begrenzung der Erreichbarkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zurück

Berlin, 21. Juni 2012 – Der Bundesverband der Personaler (BPM) hat sich in seiner Mitgliederversammlung am 20. Juni in Berlin dagegen ausgesprochen, pauschale Verbote zur Erreichbarkeit von Erwerbstätigen in der Freizeit einzuführen. Den Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt dürfe nicht mit Restriktionen begegnet werden.

„Klare Regelungen zur Erreichbarkeit, wie von Bundesministerin Ursula von der Leyen und Vertretern der Gewerkschaften gefordert, sind unserer Meinung nach nicht zielführend“, erklärte BPM-Präsident Joachim Sauer. „Die tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gesellschaft, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind unbestritten. Ein generelles Verbot ist allerdings kein geeignetes Instrument, um den Anforderungen in sinnvoller Weise zu begegnen“, so Sauer weiter.

Kippt die Work-Life-Balance? Mehrheit der Berufstätigen nach Büroschluss erreichbar

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM

Zwei Drittel sind in der Freizeit per Handy oder Internet erreichbar

Grenzen zwischen Arbeit und Privatem sind fließend geworden

Die meisten Beschäftigten haben eine Absprache mit dem Arbeitgeber

Berlin, 30. März 2010 Zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar. Ein Drittel der Erwerbstätigen ist jederzeit erreichbar, also auch am Abend oder am Wochenende. Ein weiteres Drittel ist zu festgelegten Zeiten per Internet oder Telefon auch außerhalb der Arbeitszeit für den Arbeitgeber da. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben.

Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer beschäftigen sich beim Autofahren mit ihren Smart Phones, belegt eine neue CareerBuilder-Studie

Rosemary Haefner, CareerBuilder
Rosemary Haefner, CareerBuilder

Frankfurt – Smart Phones sollen Arbeitnehmern das Leben erleichtern, vor allem um mit dem Arbeitgeber in Kontakt zu bleiben; für die meisten Pendler erweisen sie sich jedoch nicht als sehr gute Idee. Laut einer neuen CareerBuilder-Umfrage geben mehr als die Hälfte aller Beschäftigten an, dass sie ihr Smart Phone auch während des Autofahrens benutzen. Im Branchenvergleich nutzten Vertriebsmitarbeiter (66 Prozent) ihre Smart Phones häufiger als jede andere Berufsgruppe. 59 Prozent der Fachkräfte und  Angestellte aus dem Dienstleistungssektor sowie 50 Prozent der Angestellten des Gesundheitssektors erzielten ähnlich hohe Ergebnisse. Die Umfrage wurde unter mehr als 5.200 Arbeitnehmern zwischen dem 5. November und 23. November 2009 durchgeführt.