Frauenquote

HR ist seit vielen Jahren eine „lebendige Leiche“

Thomas Sattelberger ist als Ex-Personalvorstand von Lufthansa und der Deutschen Telekom nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen und sich im vorauseilenden Gehorsam diplomatisch und politisch korrekt und  zu wichtigen Themen des Personalwesens zu äußern.

Es entspricht seinem Naturell, Themen und Forderungen überspitzt zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. „Pinguine stellen Pinguine ein“ gilt als ein typisches Sattelberger-Zitat, mit dem er die Eintönigkeit und Gleichmacherei bei Personaleinstellungen scharf kritisierte.

Role-Models erwünscht: Mehr Sichtbarkeit von Frauen im Management

Melanie Vogel

„Lebensdesign“ als Schwerpunkt auf der women&work 2018

Das Schwerpunktthema der diesjährigen women&work lautete „Veränderung und Transformation“. Am 17. Juni informierte Europas größter Messe-Kongress dazu ausführlich im begleitenden Kongressprogramm und befragte 174 Besucherinnen zum Thema „Digitalisierung und  Zukunftstrends“. Dazu gehörte auch der Themenbereich „Frauen im Management“. 94 Prozent finden, dass erfolgreiche Frauen in der Öffentlichkeit zu wenig sichtbar und wahrnehmbar sind.

Pioneers in ShePlacement: 10 Jahre HUNTING/HER – Deutschlands erste Personalberatung für Frauen feiert Jubiläum

Noch lange bevor der Frauenquote erstmals parlamentarisch ernsthafte Chancen ausgerechnet wurden, gründete der Hamburger Personalberater Christian Böhnke 2007 die erste auf weibliche Fach- und Führungskräfte spezialisierte Personalberatung für Frauen.

Christian M. Böhnke
Christian M. Böhnke

Ein Jahr Frauenquote: Weiterhin 19 neue Aufsichtsrätinnen für Familienunternehmen gesucht

Monika Berane
Monika Berane

Analyse: Umsetzung der Geschlechterquote in Familienunternehmen

Familienunternehmen, die börsennotiert und voll mitbestimmt sind, stehen angesichts der seit dem 1. Januar 2016 geltenden fixen Geschlechterquote weiterhin vor personellen Herausforderungen: Fehlten vor einem Jahr insgesamt noch 33 weibliche Aufsichtsräte, sind heute in den betroffenen Familienunternehmen immer noch  19 Aufsichtsratspositionen weiblich zu besetzen,  um den gesetzlich geforderten Frauenanteil von 30 Prozent in Aufsichtsräten zu erreichen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Personal- und Managementberatung Kienbaum.

Aktuelle Studie: Aufsichtsräte verdienen 25 Prozent mehr – Gehaltsunterschied von Frauen und Männern in Europa nirgends so groß wie in Deutschland

  • William Eggers
    William Eggers

    Vergütung ist gestiegen – spielt aber nicht im europäischen Spitzenfeld

  • Frauenquote nach wie vor nicht erfüllt
  • Wenig internationale Teams in deutschen Aufsichtsräten

Das Einkommen deutscher Aufsichtsratschefs ist seit 2011 zwar um rund 25 Prozent auf durchschnittlich 188.000 € gestiegen. Damit liegen die Vorsitzenden im europäischen Vergleich allerdings nur auf dem sechsten Platz. Platz eins belegt Deutschland beim Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Aufsichtsräten: Männer verdienen ein Viertel mehr als ihre weiblichen Kolleginnen. Von denen es nach wie vor kaum mehr im Aufsichtsrat gibt als im Jahr 2011: Waren vor fünf Jahren fast 90 Prozent der Aufsichtsräte männlichen Geschlechts, sind es auch heute noch acht von zehn. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Vergütung und Zusammensetzung europäischer Aufsichtsräte der Personal-, Talent- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group.

 

Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft: 25 Prozent der obersten Führungskräfte sind Frauen

Dr. Susanne Kohaut, IAB. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Industrial relations, Betriebsgründungen und Fragebogenentwicklung. Sie nimmt Aufgaben der Forschungsorganisation und -koordination wahr, sie ist stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs.
Dr. Susanne Kohaut

Im Jahr 2014 waren 25 Prozent der Führungskräfte der obersten Leitungsebene in der Privatwirtschaft Frauen. Auf der zweiten Führungsebene lag ihr Anteil bei 39 Prozent. Während sich der Anteil auf der ersten Führungsebene seit 2004 kaum verändert hat, stieg er auf der zweiten Führungsebene um sechs Prozentpunkte. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 16.000 Betrieben in Deutschland durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Frauenquote: Immer noch 33 neue Aufsichtsrätinnen für Familienunternehmen gesucht

Monika Berane
Monika Berane

Kienbaum-Analyse zur Umsetzung der Frauenquote in Familienunternehmen

Familienunternehmen, die börsennotiert und voll mitbestimmt sind, stehen angesichts der ab dem 1. Januar 2016 geltenden fixen Frauenquote vor großen personellen Herausforderungen: Um den gesetzlich geforderten Frauenanteil von 30 Prozent in Aufsichtsräten zu erreichen, müssen die 20 von der Quote betroffenen Familienunternehmen bei den kommenden Besetzungsverfahren insgesamt 33 weibliche Aufsichtsräte berufen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Gesetz zur Frauenquote ist kein Papiertiger

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Christa Stienen

Angesichts der ablaufenden Frist zur Veröffentlichung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Management zieht der Bundesverband der Personalmanager (BPM) ein erstes positives Fazit: „Das Gesetz zur Frauenquote trägt zu einem Wandel bei und schärft das Problembewusstsein in den Führungsetagen“, resümiert die Vizepräsidentin des BPM, Christa Stienen, „es gibt aber noch viel zu tun“.

Viele Unternehmen haben noch keine Strategie für die Karriereentwicklung von Frauen

Monika Berane
Monika Berane

Frauenquote: Kienbaum-HR-Trendstudie belegt Nachholbedarf

  • Die meisten Unternehmen haben noch keine Strategie zur Karriereentwicklung von Frauen definiert
  • Je höher die Hierarchiestufe, umso geringer ist der angestrebte Frauenanteil
  • Aber: Immer mehr Unternehmen entwickeln Diversity-Strategie

Viele Unternehmen gehen die Frauenförderung nur zögerlich an: Eine klare Strategie für die Karriereentwicklung von Frauen hat bislang nur ein Viertel der Befragten definiert. Das zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum. Dazu kommt, dass die jeweilige Strategie von 15 Prozent der Unternehmen gar keine Frauenquote vorsieht. Denn insgesamt hat gut die Hälfte der befragten immer noch keine Zielvorgabe für ihre Frauenquote definiert. Für die HR-Trendstudie hat die Beratungsgesellschaft Kienbaum im Rahmen ihrer jüngsten Jahrestagung 187 Personalverantwortliche befragt.

Frauenquote: Familienunternehmen brauchen im Schnitt zwei neue Aufsichtsrätinnen

Monika Berane
Monika Berane

Kienbaum-Analyse zur Umsetzung der Frauenquote in Familienunternehmen

Börsennotierte Familienunternehmen haben angesichts der aktuell beschlossenen Frauenquote für Aufsichtsräte großen personellen Handlungsbedarf: In den 15 betroffenen Familienunternehmen fehlen 29 weibliche Aufsichtsräte, um die Frauenquote von 30 Prozent zu erfüllen. Das sind im Schnitt zwei Frauen je Aufsichtsrat. Das ergab eine aktuelle Analyse der Managementberatung Kienbaum.