Gehaltsreport

Gehaltsvergleich: Absolventen der Studiengänge Personalwesen müssen jetzt ganz tapfer sein

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Ein aktueller Gehaltsvergleich für die Absolventen  zeigt so manche Überraschungen auf. Während Absolventen in den Branchen Chemie mit 51.729 Euro Jahresgehalt, Banken (51.382 Euro) oder im Automotive-Bereich / Fahrzeugbau mit 51.089 Euro an der Spitze des Branchenvergleichs stehen, gibt es für die Absolventen der Studiengänge im Personalwesen so manche Überraschungen. Und die sind nicht immer erfreulich.

Pflegepersonal gefragt wie nie – aber Gehälter bleiben niedrig

Dr. Sebastian Dettmers

Die Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und der SPD befinden sich auf der Zielgeraden. Einig sind sich die Parteien offenbar darüber, die Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege zu verbessern. Dass diese Maßnahme ein zentraler Bestandteil der aktuellen Verhandlungen ist, überrascht nicht. Schließlich ist die Nachfrage nach Pflegepersonal in den vergangenen fünf Jahren um 125 Prozent gestiegen. In keiner anderen Berufsgruppe gab es zuletzt einen größeren Anstieg an ausgeschriebenen Stellenanzeigen. Das zeigen Auswertungen des StepStone Fachkräfteatlas. Besonders intensiv gesucht wird Personal für die Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege sowie leitende Mitarbeiter für die Pflegedienst- und Heimleitung.

Top 5 Faktoren, die Ihr Gehalt beeinflussen

Wie fällt das Gehalt Ihrer Kollegen im Vergleich zu Ihrem Verdienst aus? Das Lohntransparenzgesetz, das vor wenigen Tagen vollständig in Kraft getreten ist, kann Angestellten ab sofort Antworten auf Fragen wie diese geben. Mit dem Gesetz reagiert die Politik auf die teils deutlichen Gehaltsunterschiede, die es zwischen Beschäftigten gibt – obwohl sie in der gleichen Position sind. Doch was sind eigentlich die Gründe für unterschiedliche Bezahlungen? Die Online-Jobplattform StepStone hat die fünf wichtigsten Faktoren zusammengefasst, von denen Ihr Gehalt abhängt.

Ein-Euro-Job
Gehälter unter Druck

Ein neuer Job: Der erste Wechsel bringt rund 8 Prozent mehr Gehalt

Dr. Sebastian Dettmers
Dr. Sebastian Dettmers

Acht von zehn Arbeitnehmern haben schon mindestens einmal eine neue berufliche Herausforderung angenommen. Branchenübergreifend liegt der Anteil derjenigen, die genau einmal den Job gewechselt haben, bei 20 Prozent. 16 Prozent entschieden sich schon für zwei Stellenwechsel, 15 Prozent für drei. Einer von zehn Arbeitnehmern hat sogar mindestens vier Mal den Arbeitgeber gewechselt. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse der Online-Jobplattform StepStone, für die 30.000 Datensätze aus dem StepStone Gehaltsreport ausgewertet wurden.

Gehälter ab 100.000 Euro: Das ist das Erfolgsrezept

Dr. Sebastian Dettmers
Dr. Sebastian Dettmers

Verantwortung auf mittlerer Managementebene, die richtige Branche und eine Position in einem großen Unternehmen: Unter diesen Voraussetzungen haben Führungskräfte beste Chancen, ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro zu erreichen. Im Gesundheitsbereich erhalten Topverdiener mit 142.300 Euro brutto das höchste Durchschnittsgehalt der Fach- und Führungskräfte mit Gehältern über 100.000 Euro. Banken (140.800 Euro), die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (138.300 Euro), Finanzdienstleister (136.700 Euro) sowie die IT-Branche (135.000 Euro) bezahlen in der Gruppe der Spitzenverdiener ebenfalls besonders gut. Das zeigt eine neue Analyse der Online-Jobplattform StepStone, für die 5.000 Datensätze von Topverdienern mit über 100.000 Euro aus den StepStone Gehaltsreports seit dem Jahr 2014 ausgewertet wurden.

Einstiegsgehälter für Absolventen: Master bringt 9 Prozent mehr

Dr. Sebastian Dettmers
Dr. Sebastian Dettmers

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Absolventen mit akademischem Abschluss liegt in Deutschland bei 43.500 Euro brutto. Absolventen verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr als Berufstätige ohne akademische Ausbildung. „Die Zahl der Studierenden und auch der bestandenen Prüfungen steigt in Deutschland seit Jahren an. Das führt aber nicht zu einem Überangebot an Absolventen. Im Gegenteil – die hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften sorgt weiterhin für hohe Gehälter von Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss“, erklärt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone. Ein Masterabschluss bringt zudem ein Gehaltsplus von 9 Prozent gegenüber Absolventen mit abgeschlossenem Bachelor-Studium mit sich.

StepStone Gehaltsreport 2017: Akademiker verdienen jährlich 17.000 Euro mehr

Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in Deutschland liegt bei rund 57.100 Euro brutto im Jahr. Die Berufsgruppen mit den höchsten Durchschnittsgehältern sind Ärzte (82.700 Euro), Ingenieure (65.200 Euro) und Juristen (62.400 Euro). Das zeigt der StepStone Gehaltsreport 2017, für den die Online-Jobbörse Brutto-Durchschnittsgehälter von 60.000 Fachkräften erhoben hat. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung bekommen deutlich höhere Gehälter (64.700 Euro) als ihre Kollegen ohne Studienabschluss (47.200 Euro). Wer einen Masterabschluss vorweisen kann, erhält zudem ein Gehaltsplus von fünf Prozent im Vergleich zu Bachelor-Absolventen.

Ingenieure verdienen am schlechtesten

Fachmedium „Elektronikpraxis“ veröffentlicht Gehaltsreport für die Branchen Elektronik und Elektrotechnik

Wer in der Elektrotechnik-Branche am meisten verdienen will, sollte tunlichst nicht als Ingenieur einsteigen. Denn am Ende gehen nicht jene, die die Produkte entwickeln und produzieren mit dem höchsten Gehalt nach Hause, sondern vor allem die, die es anschließend vermarkten und verkaufen.

Gehaltsreport für die Elektronikbranche 2013 – „Die realen Gehälter scheinen niedriger zu sein, als man vermutet.“

Renate Schuh-Eder
Renate Schuh-Eder

SchuhEder Consulting ist einer der Herausgeber des jährlichen Gehaltsreports für die Elektronikbranche. Im Interview erklärt Renate Schuh-Eder – Inhaberin und Geschäftsführerin der SchuhEder Consulting GmbH – welche Inhalte sie in diesem Jahr besonders begeistert haben und warum sich der Gehaltsreport deutlich von anderen Gehaltsanalysen abhebt.