Indien

Candidate Experience im Recruiting: Ist HR zu ängstlich?

Hanna Weyer, viasto
Hanna Weyer

Ein Gastbeitrag von Hanna Weyer, viasto.com

Achtung, Polemikgefahr! – Haben deutsche Recruiter Angst vor Neuem? Ich würde sagen, ja, obwohl ich es nicht mit Statistiken oder Studien stützen kann. Vielmehr greife ich auf meine Erfahrung zurück und möchte Ihnen im Folgenden ein Beispiel geben.   Ich hatte in der letzten Woche einen Einführungsworkshop bei einem internationalen Mittelständler. Anwesend waren zwei Mitarbeiter aus dem deutschen HR sowie zwei Mitarbeiter aus dem in Indien ansässigen HR. In Indien soll die Einführung zeitversetzter Videointerviews pilotiert werden.

Outsourcing: Deutsche Großunternehmen sehen Indien, China und Russland im Aufwind

Hamburg. Nahezu jedes dritte Unternehmen in Deutschland erwartet eine Zunahme von Auslagerungen ins ferne Ausland. Vor allem bei Großunternehmen stoßen Offshore-Projekte auf Interesse: 60 Prozent der Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern halten eine Fernauslagerung für denkbar. Bei Unternehmen bis 500 Mitarbeiter sind es nur 36 Prozent. Indien, China und Russland führen die Liste der bevorzugten Zielländer an. Das sind Ergebnisse der Studie „Erfolgsmodelle im Outsourcing 2009“ von Steria Mummert Consulting, die in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung erstellt wurde.

Startup schafft Symbiose von Stellenmarkt und Social Network

Sean Blagsvedt, CEO-Gründer Babajob.com
Sean Blagsvedt, CEO-Gründer Babajob.com

Auf dem Höhepunkt des Web 2.0 Hype gab es eigentlich zum Thema e-Recruiting nur eine Frage: Wann lösen Social Networks die Online-Jobbörsen ab? Schliesslich vermeldeten die sozialen Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, LinkedIn oder XING immer neue, steigende Mitgliederzahlen, die Break-Even-Schwelle sollte vor allem über Bezahl-Services wie z.B. die kostenpflichtige Publikation von Stellenanzeigen erreicht werden. Auf solchen Überlegungen zur Monetarisierung der Besucherreichweite basierten dann Börsengänge (XING) oder Übernahmen (Facebook ), und auch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck fand sich nicht zu stolz, um Millionenbeträge in Visionen wie StudiVZ zu investieren. Doch die Realität brachte auch eine gewisse Ernüchterung.
So hat das soziale Business-Net XING zwar viele Nutzer gewonnen und unter den Headhuntern Deutschlands ist XING als Fundgruppe von Geschäftskontakten zu einem der wichtigsten Werkzeuge der Recherche für Direktansprachen geworden. Doch eine erfolgreiche Integration des Social Network Konzepts mit einem leistungsfähigen Online-Stellenmarkt lässt noch auf sich warten.