Informatik-Studium

Vorbilder aber keine Lösungen: Mehr Frauen fürs Informatik-Studium begeistern

Pünktlich zum Weltfrauentag ist es höchst opportun, das Klagelied der Benachteiligungen und die ungleiche Repräsentanz von Frauen in viel zu vielen Bereichen anzuprangern. Insbesondere im Bereich der Informatik ist es gang und gäbe auf diese Mangelerscheinungen hinzuweisen – bei gleichzeitigem Verzicht auf Lösungsvorschläge.

Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit Studentinnen, die das Informatik-Studium  an den Nagel gehängt haben. Dabei mangelt es nicht an Vorbildern – eine Reihe von Frauen haben sich in der Männer-Domäne Informatik durchgesetzt, weltweit beachtete Neuerungen geschaffen und so ganz nebenbei ihren Mann gestanden. Doch wer kennt schon Ada Lovelace, Grace Hopper, Käty Börner? Und bei Sophie (Roger) Wilson wäre selbst Annegret Kramp-Karrenbauer der Karnevalisten-Ulk im Halse stecken geblieben. Zu Recht.

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Sophie (Roger) Wilson

Run auf Informatik-Studium hält an

  • Prof. Dr. Dieter Kempf

    Zahl der Studienanfänger in Informatik steigt nach Rekordjahr erneut

  • Interesse an anderen technischen Studiengängen hingegen rückläufig

Berlin. Das Interesse an einem Informatik-Studium nimmt weiter zu. Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 50.898 Studienanfänger an den Hochschulen im Bereich Informatik eingeschrieben. „Das ist ein historischer Rekord“, freut sich BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bereits 2011 wurden für die Informatik Rekordzahlen bei den Studienanfängern gemeldet. Damals hatten die Doppeljahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung der Wehrpflicht die Zahlen deutlich um rund ein Fünftel nach oben getrieben. Auf dieser hohen Basis wurde 2012 erneut ein leichtes Plus erzielt, diesmal um 1 Prozent.

Google fördert an der Universität ein Schülerinnen-Projekt des Frauennetzwerks Informatik

Das Unternehmen investiert 14.800 US-Dollar in das Programm „comeUP“, das Mädchen für ein Informatik-Studium in Passau begeistern und Studienanfängerinnen durch Mentoren unterstützen soll.

as Frauennetzwerk Informatik der Universität Passau freut sich über finanzielle Unterstützung aus den USA. Der vom Frauennetzwerk für den Google RISE Award eingereichte Projektantrag „comeUP (Computer Engineerung at Uni Passau)“ wurde von Google aus insgesamt 400 eingereichten Anträgen für eine Förderung ausgewählt. Damit ist die Universität Passau einer von acht in der Sparte Europa, Naher Osten, Afrika ausgewählten Preisträgern – darunter u. a. die Sapienza Universita Di Roma, die Aarhus Universitet aus Dänemark oder das Forschungsinstitut INNOC in Wien.

Julia Ruppert (links) und Eva Lang freuen sich über die Projektförderung von Google.