Netzwerke

Worauf sich Personaler/innen jetzt einstellen sollten – der Bundesverband der Personalmanager zu den 10 HR-Trends 2019

KI im Bewerbungsprozess, Netzwerke statt Hierarchien, Freiheit als neue Währung im Kampf um Talente – die Personalarbeit 2019 navigiert zwischen den Möglichkeiten digitaler Technologien und verschärftem Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium des Bundesverbandes der Personalmanager (BPM) zum Jahreswechsel die wichtigsten HR-Trends zusammengestellt, die das Personalwesen im kommenden Jahr prägen werden. Denn für viele Entscheider bleibt es nach wie vor schwer, die Fülle an neuen Möglichkeiten zu überblicken und für sich zu bewerten. Der Verband rät dazu, eine klare Agenda aus den folgenden Punkten zu formulieren.

Dr. Elke Eller

Karriere per Internet? Persönliche Kontakte sind entscheidend für die Karriere

Prof. Dr. Anja Seng

Essen.  Ob Xing, Facebook oder StudiVZ – Millionen Deutsche sind in internetbasierten Netzwerken aktiv. Doch werden diese Netzwerke auch genutzt, um die eigene Karriere voranzutreiben? Dem ging die FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management in einer aktuellen Umfrage auf den Grund. Über 850 Studierende und Absolventen der Studieneinrichtungen FOM, VWA und Hessische BA wurden per Online-Fragebogen zu ihren Netzwerkgewohnheiten interviewt. Ergebnis: Persönliche Kontakte liefern nach wie vor wichtige Impulse für die berufliche Karriere, das Internet spielt dabei noch eine untergeordnete bzw. flankierende Rolle.

Vor allem kleine Betriebe stellen über Netzwerke ein

Martina Rebien, IAB

Nürnberg. Im Jahr 2008 nutzten 49 Prozent der Betriebe bei der Suche nach geeignetem Personal persönliche Kontakte ihrer Mitarbeiter. Bei Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern lag der Anteil bei 53 Prozent. Bei den Großbetrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzte dagegen weniger als ein Drittel soziale Netzwerke. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In Großbetrieben seien häufig formale Strukturen bei der Stellenbesetzung etabliert, so das IAB. Dagegen könnten in kleinen Betrieben durch die größere soziale Nähe Informationen leichter informell eingebracht werden. Insgesamt kamen 29 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke zustande.

IAB-Umfrage bei 14.000 Betrieben: Stellen werden am häufigsten über Netzwerke und Zeitungsinserate besetzt

Fast ein Drittel aller Neueinstellungen kam im Jahr 2008 über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte zustande, zeigt eine Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bei rund jeder vierten Neueinstellung fanden die Arbeitgeber einen passenden Bewerber durch Zeitungsinserate.Kontakte zur Arbeitsagentur oder die Internet-Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit führten zu jeder sechsten Einstellung. Aus anderen Internet-Stellenbörsen ergab sich circa jede zehnte Stellenbesetzung. Ebenfalls etwa jede zehnte Stellenbesetzung beruhte auf einer Initiativbewerbung.