OECD

Regierungen müssen mehr tun, um Menschen die Kompetenzen für die digitale Welt zu vermitteln

Regierungen müssen mehr in Bildung und Weiterbildung investieren und sie so gestalten, dass jede und jeder von der Digitalisierung profitieren kann. Zu diesem Schluss kommt eine neue OECD-Studie, die heute vorgestellt wurde.

Der OECD Skills Outlook 2019 ist Teil der OECD-Kampagne „I am the Future of Work“ zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Die Studie plädiert dafür, aus traditionellen Bildungssystemen Systeme lebenslangen Lernens zu machen.

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Governments must act to help struggling middle class, says OECD

Governments need to do more to support middle-class households who are struggling to maintain their economic weight and lifestyles as their stagnating incomes fail to keep up with the rising costs of housing and education, according to a new OECD report.

Under Pressure: The Squeezed Middle Class says that the middle class has shrunk in most OECD countries as it has become more difficult for younger generations to make it to the middle class, defined as earning between 75% and 200% of the median national income. While almost 70% of baby boomers were part of middle-income households in their twenties, only 60% of millennials are today.

DAVOS/SWITZERLAND, 27JAN12 – Angel Gurria, Secretary-General, Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Paris; Global Agenda Council on Water Security looks on during the session ‚Fixing Capitalism‘ at the Annual Meeting 2012 of the World Economic Forum at the congress centre in Davos, Switzerland, January 27, 2012. Copyright by World Economic Forum swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs

OECD-Studie: Alle Menschen sollten vom digitalen Wandel profitieren

Digitale Technologien können unser Leben verbessern, sie können aber auch soziale Ungleichheit verstärken und Chancen für Menschen verbauen, die nicht sicher in der Online-Welt navigieren. Zu diesem Schluss kommt eine neue OECD-Studie, die heute veröffentlicht wurde. Eine Mischung aus technischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten sind Voraussetzung dafür, dass die Menschen ihr digitales und reales Leben ausgewogen miteinander verbinden.

Angel Gurria, Secretary-General, Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD)

OECD-Studie zu Weiterbildung: Erwachsenenbildung braucht nachhaltigere Strukturen

Viele OECD-Länder müssen ihre Systeme zur Erwachsenenbildung dringend verbessern, um den Menschen bei der Anpassung an die zukünftige Arbeitswelt zu helfen. Zu diesem Schluss kommt eine OECD-Studie, die heute veröffentlicht wurde.

Neue Technologien, Globalisierung und eine alternde Bevölkerung werden Arbeitsplätze und die erforderlichen Qualifikationen verändern. Deshalb sind bessere Qualifizierungs- und Umschulungsmöglichkeiten für die betroffenen ArbeitnehmerInnen unerlässlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Arbeitswelt der Zukunft für alle funktioniert, so die Studie Getting Skills Right: Future-Ready Adult Learning Systems.

Überdurchschnittliche Sozialausgaben in Deutschland

Die OECD hat heute aktuelle Daten zu Sozialausgaben vorgelegt. In Deutschland und Österreich lag der Anteil öffentlicher Sozialausgaben am BIP mit 25,1 Prozent bzw. 26,6 Prozent deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 20,1 Prozent. In beiden Ländern ist seit 1990 die Sozialausgabenquote ungefähr so schnell gestiegen wie im OECD-Durchschnitt. Im internationalen Vergleich sind die öffentlichen Sozialausgaben (dazu zählen u.a. Ausgaben für Alterssicherung, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosenunterstützung) in Frankreich (31,2 Prozent) und Belgien (28,9 Prozent) am höchsten und in Mexiko (7,5 Prozent) sowie Chile (10,9 Prozent) am niedrigsten.

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OECD: Welche Fähigkeiten werden benötigt, um 2030 auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein?

4 Fragen an OECD-Expertin Tracey Burns

In „Trends Shaping Education“ nennen Sie fünf potenzielle Megatrends, die Einfluss auf die Bildung der Zukunft haben: Globalisierung, politische Beteiligung, Sicherheit, Bevölkerungsalterung und moderne Lebensformen. Welcher wird uns Ihrer Meinung nach am stärksten beeinflussen?

Insgesamt befassen wir uns in dem Bericht mit 50 Trends! Daher ist es ziemlich schwierig, nur einen auszuwählen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann für den Trend, der mit allen anderen zusammenhängt, und das ist die zunehmende Ungleichheit.

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Tracey Burns, OECD

OECD: Förderung oder Flexibilisierung der Arbeitsplätze

In einer sich wandelnden Arbeitswelt muss auch die Arbeitsmarktpolitik neu gedacht werden. Dazu hat die OECD ihre Job Strategy überarbeitet und heute in Paris vorgelegt. Die Analyse zeigt unter anderem, dass Länder, die Quantität, Qualität und Integration von Arbeitsplätzen fördern – wie Dänemark, Island, Norwegen und Schweden – besser abschneiden als Länder, die sich überwiegend auf Flexibilisierung der Arbeitsmärkte konzentrieren. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind zwar unerlässlich, um die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze in einem immer dynamischeren Umfeld zu fördern, doch müssen die Gewinne und Kosten fair zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern verteilt werden.

Mehr Anstrengungen nötig, um Chancengleichheit in der Bildung zu erhöhen

Der berufliche und soziale Status der Eltern bleibt der wichtigste Faktor, der die Teilnahme an Bildung sowie wirtschaftlichen und sozialen Erfolg beeinflusst. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick“ hervor, der heute veröffentlicht wurde.

So nehmen Kinder, deren Mütter über keinen höheren Bildungsabschluss verfügen, seltener an frühkindlicher Bildung und Betreuung teil als die Kinder von Hochschulabsolventinnen oder Frauen mit vergleichbarem Abschluss. Und obwohl viele Untersuchungen zeigen, dass die kognitive Entwicklung eines Kindes bereits lange vor dem Eintritt in das Schulalter beginnt, geben die Regierungen noch immer einen geringeren Anteil öffentlicher Gelder für frühkindliche Bildung und Betreuung aus als für höhere Bildung.

Investitionen: Mit 2,12% des Bruttoinlandsprodukts die Zukunft sichern?

Entwicklung des Bundeshaushalts – Deutschland investiert seit Jahren zu wenig in seine Zukunft

 

Bei den Investitionen im Allgemeinen und Bildungsausgaben im Speziellen liegt Deutschland deutlich hinter anderen führenden Wirtschaftsnationen. Der Anteil der sozialen Sicherung am Staatsbudget ist in der Bundesrepublik hingegen substantiell höher als im internationalen Vergleich. Europas größte Volkswirtschaft hat dabei sogar die traditionell sehr sozialstaatlich orientierten skandinavischen Länder überholt.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Der Anteil der investiven Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt gegenwärtig nur noch 2,12 Prozent. Im OECD-Schnitt sind es über 3 Prozent.

OECD: Deutschland sollte mit umfassenden Reformen inklusiveres und nachhaltiges Wachstum sicherstellen

Angel Gurria
Angel Gurría, OECD

Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Expansionskurs mit sehr geringer Arbeitslosigkeit und hohen Reallohngewinnen, die die Binnennachfrage stützen. Gleichzeitig treiben starke Exporte die Unternehmensinvestitionen. Die stabile Haushaltslage schafft den Raum zur Finanzierung von Strukturreformen und öffentlichen Investitionen, um so zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Dies geht aus dem aktuellen OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde.