Roboter

Schöne digitale Zukunft – und wo bleibt der Mensch?

Ein Expertenbeitrag von Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)(Bild: © www.kit.edu)

Niemand weiß, wie die Zukunft der Arbeit aussieht, auch wenn viele gerne vermeintlich sichere Prognosen in die Welt setzen. Sicher wissen wir nur, dass der technische Fortschritt weitergeht, dass Algorithmen und Roboter immer besser werden, und dass uns immer mehr bislang von Menschen durchgeführte Arbeit durch neue Technik abgenommen wird. Und anders als bei früheren Wellen der Automatisierung sind keineswegs nur einfache mechanische Tätigkeiten betroffen. Vielmehr wird die Digitalisierung auch Arbeitsplätze in der Mittelschicht bis hinein in den akademischen Bereich betreffen.

„Lernen und Arbeiten fließen immer mehr zusammen.”

Dr. Eberhard Niggemann, Weidmüller
Dr. Eberhard Niggemann

Ein Interview mit Dr. Eberhard Niggemann, Leiter der Weidmüller Akademie

Buzzwords gehören zum Medienhype wie das Salz in die Suppe. Doch ständige Wiederholungen klingen hohl und eintönig wie ein Mantra, ein „Klangkörper“ einer spirituellen Kraft, die sich durch meist repetitives Rezitieren im Diesseits manifestieren soll. Dr. Eberhard Niggemann erläutert im Interview, wie Industrie 4.0, Digitalisierung oder Roboter ganz konkret bei Weidmüller, einem Hidden Champion aus Detmold (Ostwestfalen-Lippe) in der ganz und gar konkreten Welt eines Produktionsunternehmen zum Einsatz kommt.

Herr Dr. Niggemann, Industrie 4.0 und die Digitalisierung schreiten immer schneller voran. Manche Mitarbeiter sehen dieser Entwicklung mit Unwohlsein entgegen. Wie drücken sich Ängste der Mitarbeiter aus?

Vom Roboter Gefühle lernen: DE-ENIGMA entwickelt eine Technologie, die autistischen Kindern Emotionen erschließen soll

Prof. Dr. Björn Schuller
Prof. Dr. Björn Schuller

Was kennzeichnet menschliche Emotionen? Wie lassen sie sich mit Hilfe von Computern erkennen – und wie können Computer ihrerseits Emotionen erlernbar machen? Der Lehrstuhl für Complex and Intelligent Systems der Universität Passau ist an dem EU-Forschungsprojekt DE-ENIGMA beteiligt, das im Februar begonnen hat und sich mit multimodaler Mensch-Roboter-Interaktion zur Erweiterung der sozialen Vorstellungskraft bei autistischen Kindern beschäftigt. Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre aus dem Programm „Horizon 2020“ der Europäischen Union gefördert.

 

Chinas Roboter und Googles Software sind eine gefährliche Kombination für Deutschland

Netzökonom Dr. Holger Schmidt führte das Interview mit Prof. Dr. Thomas Bauernhansl

Thomas Bauernhansl ist Professor für Produktionstechnik und Fabrikbetrieb und einer der profiliertesten Köpfe in der Debatte um die Digitalisierung der Wirtschaft. Er warnt die deutsche Industrie, die Konkurrenz aus Amerika und China zu unterschätzen. Und er fürchtet um viele Jobs in der Verwaltung.

Thomas Bauernhansel
Thomas Bauernhansel

Wir sprechen viel über Industrie 4.0 und Deutschlands Position im globalen Wettbewerb. Können wir unseren Vorsprung in Kernindustrien wie Automobil oder Maschinenbau auch in einer digitalisieren Wirtschaftswelt halten?

Wann ersetzen Maschinen Menschen?

  • Bernd Kraft, Monster Deutschland
    Bernd Kraft

    Internationale Monster Umfrage zeigt: Deutsche halten ihre Arbeitsplätze für vergleichsweise stark durch Rationalisierung bedroht

  • Die Mehrheit der insgesamt 3.800 Befragten fürchtet dennoch nicht, den Arbeitsplatz durch Automatisierungstechniken zu verlieren

Hilfe, die Maschinen und Roboter kommen!? Eine internationale Online-Umfrage von Monster zeigt: Die klare Mehrheit der Befragten hat keine Angst, dass ihr Beruf früher oder später durch Computertechnologie ersetzt wird. Im internationalen Durchschnitt gibt nur einer von zehn Teilnehmern an, Roboter oder Ähnliches seien bereits in der Lage, die eigene Tätigkeit genauso auszuüben wie sie selbst.

Ziemlich beste Freunde: Mensch und Maschine Hand in Hand

 

Dr. Manfred Dresselhaus

Roboter, die sich frei durch den Raum bewegen, einfach steuern lassen und Menschen mit Behinderung den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben ermöglichen: Ein bayernweites Forschungsprojekt will aus Maschinen Kollegen machen, Wissenschaftler der Uni Passau entwickeln dafür neue Ansätze zur millimetergenauen Positionsbestimmung in geschlossenen Räumen.


Ulrich Sommer hat einen pragmatischen Traum: Der Fachreferent für Arbeits- und Tagesstruktur bei der Diakonie Neuendettelsau wünscht sich Arbeitsplätze ohne unüberwindbare Hürden für Beschäftigte mit Behinderung– wie etwa Gegenstände, die sie nicht heben und Geräte, die sie nicht bedienen können oder viele verschiedene Abläufe, die sie überfordern. Dafür sollen Roboter sorgen, die Teil-Aufgaben erledigen – und sich im Gegensatz zu gängigen Industrielösungen frei durch den Raum bewegen, mehrere Arbeitsschritte beherrschen, Hindernisse selbstständig erkennen und durch einen Zeigestift dirigiert werden.