Verkehrsbetriebe Zürich

Die Stellenanzeige als digitale Scharade

Melanie (Mitte) und Andreas Schubach werden für myazubi.de ausgezeichnet
Melanie (Mitte) und Andreas Schubach (rechts) werden für myazubi.de ausgezeichnet

Youtube für Azubis

von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Die Recruiting-Welt ist fasziniert von der Diskussion über die optimale Stellenanzeige. Gestaltete Stellenanzeige, mit Web 2.0 Elementen angereicherte Stellenanzeige oder einfach HTML pur – die Bandbreite ist breit gefächert. Hinzu kommt ganz aktuell auch der als Eye-Tracking umschriebene Sehtest für Stellenanzeigen, in der Form der Heat Map, produziert vom Visualisten-Experten USEYE. Die Liste der Protagonisten ist lang – und wächst immer noch: Frechmut-Autor Jörg Buckmann von den Verkehrsbetrieben Zürich und sein präferierter Dienstleister, Matthias Mäder von prospective media oder Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer der auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Jobbörse Jobware – sie fördern und fordern ein Umdenken beim Thema „Stellenanzeigen“. Wer als Arbeitgeber bei diesem Thema zurückbleibt und unverdrossen einfach nur schlechte Stellenanzeigen publiziert, riskiert es, von Henner Knabenreich in seiner wenig galanten Auszeichnungsinitiative „Goldene Runkelrübe“ an den Pranger gestellt zu werden.

Konsequent: Die VBZ stehen auf die Trendfarbe blau.

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Jörg Buckmann
Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich

Frechmut-Blogger Jörg Buckmann ätzt mit seiner oft feinsinnigen Satire, was ihm so gelegentlich in den Sinn kommt. Gelegentlich spricht er Tacheles, aber fast immer steht hinter seinen Aussagen ein wahrer Kern. So verhält es sich auch mit seiner Personal-Recruitierungskampagne, in der ganz gezielt Frauen als Trämlipilotinnen (norddeutsch = Straßenbahnfahrerinnen) angesprochen werden sollen.

Fehlanzeige: Feuchtgebiete in Stellenanzeigen

Jörg Buckmann
Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Man muss kein Fan der Schriftstellerin Charlotte Roche sein, die mit ihrem Roman „Feuchtgebiete“ die Schilderungen femininer Sexualpraktiken für den Boulevard interessant machte. Für Recruiter genügt es schon, gelegentlich einen Blog-Beitrag von Jörg Buckmann zu lesen (wobei ich weder Charlotte Roche noch Jörg Buckmann auf die gleiche Stufe des Literatur-Zirkus der Literatur-Wendeltreppe setzen würde). Saubere Stellenanzeigen sind das Sujet seines aktuellen Blogbeitrags.

Ricola-Recruiting: Wer hat’s erfunden? Schweizer Personalchef will schlechte Stellenanzeigen abschaffen

Die pfiffige Werbung für die Schweizer Ricola-Kräuterbonbons stellt am Ende eines Spots immer wieder die Erfinder des Kräuterbonbons ins richtige Licht. Nachahmer-Produkte gibt es ja zu genüge. Das gleiche gilt für Stellenanzeigen in der Schweiz und anderen Ländern Europas. Wenn es nach Jörg Buckmann, dem Personalchef der Verkehrsbetriebe Zürich geht, sollten alle schlechten Stelleninserate abgeschafft werden – und diese durch neue Anzeigen mit den Möglichkeiten der Web 2.0 Technologie ersetzt werden. Schlechte Stellenanzeigen sollten – wie schlecht nachgeahmte Kräuterbonbons – keine Chancen mehr haben.

Ein Gastbeitrag von Jörg Buckmann

Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich

Prospective Media und der Verlagsriese Tamedia haben kommuniziert, die Integration von QR-Codes in den Printprodukten Stellenanzeiger und alpha, dem Kaderstellenmagazin, vereinfachen zu wollen. Das ist weiss Gott nicht neu. Aber: In die QR-Codes haben die Tüftler von Prospective nicht nur die üblichen Zusatzinformationen verwebt, sondern auch einen vereinfachten Bewerbungsprozess mit Hilfe des Xing- bzw. Linkedin Profils.

Ob sich das direkte Bewerben mit den Apply with – Buttons auf einer breiten Front, also für viele Zielgruppen, in absehbarer Zeit wirklich durchsetzen wird, da bleibe ich nach wie vor noch etwas zurückhaltend, zumindest für die nächsten Jahre und für meine Branche (öV).  Ich denke aber schon, dass diese Applikation punktuell, zum Beispiel für gesuchte IT-Spezialisten oder Ingenieure, schon bald auch für die VBZ aktuell werden könnte. Also, liebe Prospectivler, meine Visitenkarte nicht zu weit weglegen.

Vom Arbeitgeber- zum Bewerbermarkt: Zürich gewinnt mit klarer Sprache

Jörg Buckmann

Schöneck/München. Jahrelang waren es Bewerber, die um die Gunst potenzieller Arbeitgeber buhlen mussten. Im Zuge des Fachkräftemangels hat sich ihre Verhandlungsposition eindeutig verbessert: Heute sind es die Unternehmen selber, deren Initiative gefragt ist. Diese Herausforderung haben die Verkehrsbetriebe Zürich erkannt und mit ihrer Recruiting-Kampagne  „Wir bewerben uns.“ erfolgreich gemeistert. Queb e. V. hat die Personalmarketingstrategie im Rahmen des diesjährigen ZukunftsForum Personal mit dem Queb-Award „Beste Recruiting Kampagne 2011“ gekürt.

Populär, elitär, reaktionär: Beim Employer Branding tanzen nicht alle nach der gleichen Melodie

von Gerhard Kenk

Gerhard Kenk

Das Thema „Employer Branding“ ist schon so etwas wie ein Standard der Personal-Seminare geworden, es darf auf nahezu keiner Veranstaltung im Programm fehlen. Doch nur selten werden die unterschiedlichen Erscheinungsbilder der „Arbeitgebermarke“ so differenziert behandelt, wie es Prof. Dr. Christoph Beck auf seiner nunmehr fünften Insider-Jahrestagung für Personalmarketer und Recruiter am 21. Und 22. März 2011 auf Schloss Bensberg praktiziert hatte.