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Web und Social Media: Konsumgüterunternehmen verstehen Verbraucher nicht

Herkömmliche Marktsegmentierung schlägt fehl / 85 Prozent der Social Media-Nutzer sehen Unternehmen als nicht Social Media-affin / 62 Prozent der heutigen Weltbevölkerung mit Internetzugang kaufen onlineMe

Krystian Pracz

Stuttgart. Die meisten Konsumgüterunternehmen reagieren nicht adäquat auf die Bedürfnisse ihrer Kunden in Web und Social Media. Sie wissen zwar um ihre Defizite bei einer neuen Marktsegmentierung, ziehen daraus aber keine nennenswerten Konsequenzen für den Dialog mit ihren Kunden. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Ernst & Young-Studie bei rund 25.000 Online-User in 34 Ländern der Erde.

Der Schreibtisch der Wissensgesellschaft steht im Web: Die Hälfte der Beschäftigten arbeitet mit dem Internet

  • Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM
    Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM

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  • Digitale Spaltung innerhalb der Europäischen Union

Berlin. Das Internet ist aus dem Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken: Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Beschäftigten in Deutschland nutzt bei ihrer täglichen Arbeit das Internet. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 verwendeten erst 29 Prozent der Arbeitnehmer das Internet im Job. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. „Das Internet ist zu einem sehr wichtigen Arbeitswerkzeug geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Das Netz verbessert die Kommunikation, erleichtert den Austausch von Informationen und macht Arbeitsabläufe effizienter.“ Am weitesten verbreitet ist das Web in der Medienbranche: 94 Prozent aller Mitarbeiter von Medienunternehmen arbeiten regelmäßig mit dem Internet. In der IT-Branche sind es 88 Prozent, in der Finanzwirtschaft 86 Prozent und im Handel 53 Prozent. Selbst im Baugewerbe, Schlusslicht des Branchenvergleichs, nutzen mit 28 Prozent mehr als ein Viertel aller Beschäftigten das Internet für ihre tägliche Arbeit.