Weltfrauentag

Vorbilder aber keine Lösungen: Mehr Frauen fürs Informatik-Studium begeistern

Pünktlich zum Weltfrauentag ist es höchst opportun, das Klagelied der Benachteiligungen und die ungleiche Repräsentanz von Frauen in viel zu vielen Bereichen anzuprangern. Insbesondere im Bereich der Informatik ist es gang und gäbe auf diese Mangelerscheinungen hinzuweisen – bei gleichzeitigem Verzicht auf Lösungsvorschläge.

Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit Studentinnen, die das Informatik-Studium  an den Nagel gehängt haben. Dabei mangelt es nicht an Vorbildern – eine Reihe von Frauen haben sich in der Männer-Domäne Informatik durchgesetzt, weltweit beachtete Neuerungen geschaffen und so ganz nebenbei ihren Mann gestanden. Doch wer kennt schon Ada Lovelace, Grace Hopper, Käty Börner? Und bei Sophie (Roger) Wilson wäre selbst Annegret Kramp-Karrenbauer der Karnevalisten-Ulk im Halse stecken geblieben. Zu Recht.

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Sophie (Roger) Wilson

Jobswype Europavergleich 2016/2017:  Gender Pay Gap zwischen europäischen Arbeitnehmern immer noch ausgeprägt

Christian Erhart
Christian Erhart

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages befragt die Jobsuchmaschine Jobswype ihre User erneut.  Ernüchterndes Ergebnis für alle, die meinen, 2017 wäre Gleichberechtigung am Arbeitsplatz eigentlich kein Thema mehr. Fast zwei Drittel der europäischen Arbeitnehmerinnen bekommen bei gleicher Qualifikation kleinere Gehälter als ihre männlichen Kollegen, so das Ergebnis der Februar-Erhebung der europaweit aufgestellten Jobsuchmaschine. Österreich bildet in dieser Hinsicht zwar nicht das Schlusslicht, jedoch kann bei einem Ergebnis von nur 40 Prozent Gleichbezahlung immer noch von genügend Luft nach oben gesprochen werden.

Das Geschlecht spielt unter Kollegen keine Rolle

StepStone Umfrage zum Weltfrauentag: Vier von fünf Deutschen arbeiten ebenso gerne mit Frauen zusammen wie mit Männern

Düsseldorf. Alte Vorurteile haben ausgedient: Für die große Mehrheit der Fach- und Führungskräfte in Deutschland macht das Geschlecht in der beruflichen Zusammenarbeit keinen Unterschied. Das ist das Ergebnis einer aktuellen StepStone Umfrage anlässlich des Weltfrauentags, an der mehr als 6.650 Menschen in Deutschland teilnahmen. Vier von fünf deutschen Arbeitnehmern (79 Prozent) gaben im Rahmen der Befragung an, dass sie die Zusammenarbeit mit Frauen und Männern gleichermaßen schätzen. Nur 21 Prozent der  Umfrageteilnehmer haben im Job eine Präferenz: 16 Prozent der Befragten antworteten, Männer als Kollegen zu favorisieren. Jede 20. Fach- und Führungskraft (5 Prozent) hingegen gibt Frauen im Büro den Vorzug.