Internationale Recruiting Trends: Personalsuche in Social Media, Nischenportalen & Co.

Sara Lindemann

Sara Lindemann

Köln. Recruiting mit Social Media und in berufsspezifischen Jobbörsen, intensives Suchmaschinenmarketing für Stellenanzeigen sowie internationale Personalbeschaffung: Auf der Messe Zukunft Personal präsentieren zahleiche Aussteller vom 17. bis 19. September aktuelle Trends für die Suche von Unternehmen nach neuen Mitarbeitern. Neben Xing und LinkedIn stellen unter anderem viele Online-Jobbörsen neue Produkte vor. Praxisbeispiele von Arbeitgebern wie Deutsche Telekom, Lindner Hotels, Uniklinik Köln oder DB Regio veranschaulichen, wohin die Reise in der Rekrutierung geht.

Online-Netzwerke werden zunehmend zu Recruiting-Werkzeugen. Umsatzentwicklungen und neue Applikationen zeigen, dass Social-Media-Portale ihren Anteil am Rekrutierungsmarkt weiter ausbauen. Immer mehr Social-Media-Anbieter und -Berater nutzen deshalb die Messe Zukunft Personal als Plattform, um ihre neuen Produkte vorzustellen.

Xing und LinkedIn präsentieren ihre Neuheiten

Der Xing Talentmanager etwa präsentiert sich pünktlich zur Zukunft Personal in neuem Gewand. Das Tool soll Recruitern die Direktansprache von geeigneten Kandidaten unter den 6,5 Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum erleichtern. Personaler können dabei umfangreiche Such-, Filter- und Verwaltungsfunktionen nutzen und leicht  im Team arbeiten, indem sie interessante Kandidaten samt internen Notizen und Arbeitsstatus in Projektordnern sortieren und Kollegen zur Weiterbearbeitung zur Verfügung stellen. Damit vermeiden Unternehmen, dass ihre Recruiter Kandidaten doppelt ansprechen. Da der Talentmanager als Firmenmitgliedschaft angelegt ist, verbleiben die Rechercheinformationen im Unternehmen, auch wenn ein Personaler das Unternehmen verlässt. Für die neue Version verspricht Xing eine intuitivere Nutzung und verbesserte Funktionen für die Kandidatensuche.

Das Pendant des Business-Netzwerks LinkedIn für die gezielte Direktansprache von Jobkandidaten heißt LinkedIn Recruiter. Seit Anfang 2013 ist die Anwendung auch auf Deutsch erhältlich. Die weltweit agierende Social-Media-Plattform setzt zudem auf Mobile Recruiting: Global erfolgen mittlerweile 30 Prozent der Zugriffe auf die Plattform über mobile Endgeräte. Das Online-Netzwerk bietet Apps für iPhone, Blackberry, Android, Windows Phone und das iPad auf Deutsch an. Kandidaten können sich über ihr Profil in wenigen Schritten direkt auf Jobangebote bewerben. Auch diese Funktion steht seit August 2013 mobil zur Verfügung.

IntraWorlds: Neue Suchmaschine „Talent Sourcer“

Arbeitgebern, die ihre Personalsuche auf Xing und LinkedIn mit dem eigenen Bewerberportal kombinieren möchten, bietet IntraWorlds die passende Lösung: Kürzlich kam die Version 6.0 für Talent Sourcing und Talent Relationship des Spezialisten für Social-Media-Recruiting heraus. Die Anwendung dockt sich an die offenen Schnittstellen der sozialen Netzwerke an und bindet gleichzeitig die Informationen aus dem firmeneigenen Bewerbermanagementsystem mit ein. Neben einer neuen Oberfläche, die leichter an das Corporate Design des Kunden angepasst werden kann, hat sich die Navigation leicht verändert. Das Update beinhaltet zudem die neue Suchmaschine „Talent Sourcer“.

Berufsspezifische Jobbörsen boomen

Ein weiterer Trend ist die branchenspezifische Ausrichtung von Recruiting und Personalmarketing. Viele Spezial-Jobbörsen präsentieren zum ersten Mal ihre Angebote auf Europas größter Messe für Personalmanagement in Köln – darunter etwa Stack Overflow Careers 2.0 (Jobs für Programmierer), ICTJob Deutschland (Online-Jobbörse für IT-Experten), eFinancialCareers (Stellenangebote im Banking) oder die „Initiative Pflege“ von meinestadt.de.

Auf Stack Overflow Careers 2.0, den neuen Jobseiten einer der beliebtesten Foren für Programmierer, können Unternehmen beispielsweise nicht nur Stellenanzeigen schalten, sondern sich auch als attraktive Arbeitgeber präsentieren: indem sie zeigen, welche Entwicklungsumgebungen sie nutzen, wie das Büro aussieht, mit wem Bewerber arbeiten werden und welche Benefits erhältlich sind. Jeden Monat besuchen mehr als 20 Millionen Programmierer das Portal – darunter 1,2 Millionen aus Deutschland.

Angesichts des Fachkräftemangels in der Gesundheitswirtschaft haben meinestadt.de und das Deutsche Pflegeportal Anfang 2013 mit der Initiative „Perspektive Pflege“ eine neue Branchenplattform geschaffen. Die Website www.perspektive-pflege.de soll Arbeitgeber und Pflegefachkräfte zielgerichtet und regional zusammenbringen und das Image der Pflege- und Gesundheitsbranche stärken. Deutschlandweit stehen dort für Fachkräfte in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege, Therapie und Sozialarbeit, Hauswirtschaft und Verwaltung rund 30.000 Jobs bereit.

Intelligente Reichweitentechnologie: SmartReach 2.0

Jobbörsen, die nicht auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert sind, ziehen dafür mit neuen Zusatzleistungen nach. So hat zum Beispiel stellenanzeigen.de den Algorithmus SmartReach 2.0 entwickelt, um die Reichweite von Stellenanzeigen zu erhöhen. Die Technologie analysiert den Erfolg der Job-Offerte noch während diese läuft und reagiert gegebenenfalls darauf. Sind wenige Zugriffe erfolgt, wird die Anzeige noch während der Laufzeit überproportional an die Reichweitenpartner von stellenanzeigen.de ausgeliefert. Über Top-Platzierungen können Unternehmen so auch für schwierig zu besetzende Positionen passende Kandidaten finden.

Suchmaschinenmarketing ist heute nicht nur für Employer Branding, sondern auch für Stellenanzeigen gefragt. Gemma Thompson, European Markets Manager von Indeed, gibt in einem Vortrag auf der Zukunft Personal einen Überblick, wie Unternehmen sich im Kampf um mehr Aufmerksamkeit im Netz behaupten. Sie erklärt unter anderem, wie Recruiter Jobtitel und Stellenbeschreibungen so anpassen können, damit sie erfolgreicher sind.

Personalsuche erobert internationales Parkett

Da hierzulande Fachkräfte fehlen, sehen sich Unternehmen länderübergreifend nach passendem Personal um. Zudem sind immer mehr Firmen im Ausland aktiv und müssen auch für dortige Standorte nach qualifizierten Mitarbeitern suchen. Ein Knackpunkt dabei ist die Kommunikation zwischen Hauptsitz und einzelnen Niederlassungen. Diplom-Psychologin Jelena Strache, Senior Consultant bei ackerschott and associates, stellt auf der Zukunft Personal ein Tool für Online-Assessments vor, das weltweite Personalentscheidungen unterstützt. Wie Unternehmen positionsorientierte Mediaplanung, zielgruppenspezifische Ansprache und EU-weite Rekrutierung kombinieren können, ist Thema eines Gemeinschaftsvortrags von Susanne Hoffmann, Martina Scholz und Dirk Wittke von JobTicket.

Hoher Praxisanteil im Vortragsprogramm der Zukunft Personal

Beispiele aus der Rekrutierungspraxis kommen vor allem im umfangreichen Vortragsprogramm zum Tragen. In der Podiumsdiskussion „Komm zu uns – Erfolgreiche Recruiting- Strategien im Mittelstand“ geht es unter der Moderation von Erwin Stickling, Chefredakteur der Zeitschrift Personalwirtschaft, um erfolgreiche Recruiting-Rezepte für KMU.

Am Beispiel der Lindner Hotels & Resorts zeigen Frank K. Pohl, Corporate Director of Marketing der Hotelkette, und Mark Gregg, Geschäftsführer der Bonago Incentive Marketing Group, wie Unternehmen durch „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme“ in sozialen Netzwerken qualifiziertes Personal finden können. Für das Nachwuchsprogramm „start-up“ setzt die Deutsche Telekom auf zeitversetzte Videointerviews. Frank Staffler, Leiter Recruiting, Talent Service Operations und Personalmarketing der Deutsche Telekom AG, und  Diplom-Psychologin Sara Lindemann von viasto skizzieren das Vorgehen. Ein weiteres Praxisbeispiel ist die Uniklinik Köln: Vertreter der Info GmbH berichten gemeinsam mit Alexandra Hack, Teamleiterin Personalmarketing der Klinik, über deren innovativen Auswahlprozess.

Auch am HR-RoundTable, einem Messestand für Vorträge und Networking unter Personalern, ist praxisnaher Austausch zum Thema Recruiting garantiert. Dort macht etwa Frank Priewe, Geschäftsführer der DB Regio (Bus) Region Nord, sein regionales Recruitingkonzept zum Thema.

Wunschprogramm herunterladen

Das komplette Vortragsprogramm zum Thema Recruiting finden Interessierte unter www.zukunft-personal.de. Der Veranstalter bietet auf seiner Website eine neue Filterfunktion der Vorträge nach Praxisforen und Themen an. Besucher können sich ihre Wunschvorträge markieren und als PDF herunterladen.

Über die Messe Zukunft Personal
Vom 17. bis 19. September 2013 öffnet die Zukunft Personal, Europas größte Fachmesse für Fragen rund um das Thema Personal in Unternehmen, bereits zum 14. Mal ihre Tore. Der Veranstalter erwartet rund 16.000 Personalverantwortliche aus dem In- und Ausland, die sich in Köln über Strategien und Lösungen für das Personalmanagement informieren. Bekannt ist die Messe insbesondere für ihr umfangreiches Vortragsprogramm. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Retention über Leadership-, Weiterbildungs-, Arbeitsrechts- und Softwarefragen bis hin zur Zukunft der Arbeitswelt.

Über spring Messe Management GmbH
spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die Veranstaltungen von spring zu etablierten Branchenplattformen. spring-Fachmessen sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in vier Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Ungarn und Russland.

Pressekontakt:

Stefanie Hornung
Pressesprecherin „Zukunft Personal“
Tel. +49 621 70019-205
E-Mail: s.hornung@messe.org

spring Messe Management GmbH
Güterhallenstraße 18a
68159 Mannheim
Internet: www.zukunft-personal.de

spring Messe Management GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe Deutsche Messe AG

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