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Hilft Internet-Recruiting gegen Fachkräftemangel? Jedes fünfte Unternehmen ohne Internetpräsenz

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM

Berlin. Erst vier von fünf deutschen Unternehmen besitzen eine eigene Homepage. Seit dem Jahr 2005 stieg der Anteil kaum noch. 2005 verfügten 73 Prozent der Firmen über einen Internetauftritt, derzeit sind es 80 Prozent. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. Im europäischen Vergleich liegen deutsche Unternehmen damit auf dem fünften Platz. „Jedes fünfte Unternehmen ist weiterhin ohne eigene Internetpräsenz“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Vor allem kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe verschenken die Chance, sich über einen professionellen Internetauftritt neue Kundengruppen zu erschließen.“

Bislang wird der Webauftritt vornehmlich eingesetzt, um das eigene Unternehmen zu präsentieren, seine Produkte und Dienstleistungen näher zu beschreiben oder durch einen Online-Shop den Verkauf anzukurbeln. Scheer: „Die Möglichkeiten des Internet werden von vielen Firmen nur sehr eingeschränkt genutzt. Ein zeitgemäßer Internetauftritt muss aus Kunden Partner machen.“ So können mit Hilfe von Web2.0-Technologien Kunden in die Entwicklung und Verbesserung von Produkten eingebunden werden, Prozesse mit Zulieferern können verschlankt, neue Mitarbeiter leichter gefunden werden. „Wer nur bunte Bilder ins Netz stellt, verschenkt die enormen Chancen, die das Internet Unternehmen bietet“, so Scheer.

Am intensivsten wird das Internet nach wie vor von skandinavischen Unternehmen genutzt. Die meisten Unternehmen mit eigener Website hat Dänemark mit einem Anteil von 88 Prozent. Auf Platz zwei liegt Schweden mit 87 Prozent. Die folgenden Plätze belegen Finnland mit 85 Prozent und die Niederlande mit 84 Prozent vor Deutschland mit 80 Prozent. Schlusslichter im EU-Vergleich sind Rumänien und Bulgarien mit Werten um 20 Prozent. Die Zahlen gehen aus aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.

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Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

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1 Comment

  • Interessanter Artikel. Nur leider hat die Überschrift nur zu 50% etwas mit dem Inhalt zu tun. Ich hätte mir mehr zum ersten Teil der Headline gewünscht: „Hilft Internet-Recruiting gegen Fachkräftemangel?“

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