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Meeting, Workflow, Service Level Agreement und Time Sheet: Sind Anglizismen im Beruf wirklich nötig?

Eine Umfrage der IT-Projektbörse GULP ergab: Jein.

Susanne Schödl, GULP

München. Nur knapp mehr als die Hälfte der Teilnehmer an einer Kurzumfrage auf den Seiten des IT-Projektportals www.gulp.de halten Anglizismen im Job für hilfreich und verwenden sie gerne. Die übrigen 48 Prozent sehen englische Ausdrücke wie Meeting, Workflow und Time Sheet als überflüssig an. Ein Mittelding ist wohl das Beste, denn: Ja, Besprechung, Stundenzettel und Arbeitsfluss sind genauso möglich. Aber was sind Zweitstufenunterstützung, Nutzererlebnis-Gestaltung, elektronisches Lernen und SüIP?

Laut einem Spiegel-Bericht von Januar 2005 gab es damals in Berlin eine Anti-Anglizismen-WG . Die drei in ihr wohnenden Studenten suchten für jedes englische Wort einen deutschen Ersatzbegriff und strichen die englischen Vokabeln aus ihrem Wortschatz. Dadurch wurden aus Shampoo, Chips und Pullover Haarwaschmittel, Kartoffelscheiben und Überzieher. Das Handy hieß Mote oder Funke. Wer dennoch den Anglizismus gebrauchte, zahlte in die WG-Kasse. Die Methodik sollte in einem durchschnittlichen deutschen Unternehmen mal einen Tag lang getestet werden – die nächste Betriebsfeier wäre finanziert.

Komplett den Anglizismen abschwören?

Was geschieht, wenn ein IT-Freelancer, pardon, IT-Freiberufler komplett den Anglizismen abschwört? Aus dem Meeting wird wieder eine Besprechung, aus dem Time Sheet ein Stundenzettel und aus dem Workflow der Arbeitsfluss. Soweit okay, nein, in Ordnung. Dienstgütevereinbarung statt Service Level Agreement wäre erklärungsbedürftig, aber machbar. An einer Software (Rechnerprogramm?) würden wieder Fehler behoben statt Bugs gefixed. Klingt unspektakulärer, aber vollkommen richtig.

Zweitstufenunterstützung und SüIP?

Wer dagegen in der Zweitstufenunterstützung (Second Level Support) tätig ist, findet Anglizismen wahrscheinlich doch ganz praktisch. Zusammen mit Kollegen aus den Bereichen Nutzererlebnis-Gestaltung (User Experience Design), elektronisches Lernen (E-Learning), Geschäftsanalyse (Business Intelligence) oder SüIP (VoIP). Außerdem: Was bekommen IT-Spezialisten, die mit einem Ticketsystem arbeiten? Fahrkarten?

Das Fazit: Ein Mittelding ist wohl das Beste. Das zeigt auch das ausgeglichene Umfrage-Ergebnis.

Die Autorin Susanne Schödl ist Online-Redakteurin bei GULP


Über GULP:

Mehr als 2.500 Kunden, 70.000 eingetragene IT-Experten, davon 7.000 mit Schwerpunkt Engineering, und über 800.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Als Internet-Jobbörse für Freiberufler ist GULP im Jahr 1996 gestartet. Heute bietet GULP zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services rund um das IT-Projektgeschäft. Das in München ansässige Unternehmen erzielte 2009 einen Umsatz von 105,0 Millionen Euro und beschäftigt in der Zentrale und an den Standorten Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart und Zürich derzeit über 130 interne Mitarbeiter.

Pressekontakt:
GULP Information Services GmbH
Susanne Schödl
Ridlerstraße 37
80339 München
Deutschland

Tel.: +49 (0)89 500 316 – 555
E-Mail: susanne.schoedl@gulp.de
http://www.gulp.de

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