Was potenzielle Arbeitnehmer in den sozialen Medien wirklich anspricht

Florian Schreckenbach

Köln / Wiesbaden. Fachkräfte sind rar. So rar, dass Unternehmen im „war for talents“ um die geeigneten Mitarbeiter kämpfen – immer häufiger gerade in den sozialen Medien. Heute wird eine neue Studie veröffentlicht, die auf Basis einer Untersuchung aller wesentlichen Social Media Kanäle konkrete Handlungsempfehlungen aufzeigt, mit denen Unternehmen sich in sozialen Medien wirksam als attraktive Arbeitgeber darstellen können.

Der Bann der sozialen Medien ist ungebrochen, die Nutzerhäufigkeit steigt weiter an und längst haben Unternehmen die treibende Kraft dieser Kommunikationskanäle für sich entdeckt. Das eigentliche Potenzial von Social Media wird bisher aber noch viel zu gering genutzt, stellt die „Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing 2011“ fest und entschlüsselt auf Basis einer umfangreichen empirischen Befragung die entscheidenden Erfolgsfaktoren für ein aktives und effektives Personalmarketing.

„Die auf unserer Studie 2010 aufbauende Untersuchung zeigt die aktuelle Situation der Social Media Kanäle auf, leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab und erläutert ein Vorgehensmodell für Unternehmen“, sagen die Autoren der Studie, Prof. Dr. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School und Florian Schreckenbach von der Managementberatung embrander. Unterstützt wurde die Untersuchung von der Karriereplattform Talential, der Zeitschrift Personalwirtschaft und Studenten-Meinung.de. Die Ergebnisse der Studie können Unternehmen helfen, zielgruppenspezifische Aktivitäten in den sozialen Medien umzusetzen und so ihre Arbeitgeberattraktivität zu verbessern. Eine kanalspezifische Auswertung von YouTube, Facebook und dem Arbeitgeberbewertungsportals kununu erlaubt eine detaillierte Interpretation der zielgruppenspezifischen Ergebnisse als Basis für weitere strategische Maßnahmen. Ein zentrales Ergebnis: Für Unternehmen ist das Internet Pflicht und Social Media ist die Kür.

Im Fokus der Befragung, an der sich 835 Personen beteiligten, stehen die Zielgruppen „Fach- und Führungskräfte“ sowie „Studenten“. Diese sind besonders auf YouTube und Facebook aktiv. In einem Arbeitgeber-Ranking wurden die Unternehmen ermittelt, die mit Personalmarketing-Aktionen in den sozialen Netzwerken aufgefallen sind und damit als Vorbilder dienen können: BMW, Lufthansa, die Deutsche Telekom, Otto und Daimler kamen auf die ersten fünf Plätze und sind den Zielgruppen u. a. durch Facebook-Pages, Karriereseiten oder Videos ins Auge gestochen. Aber nicht nur große Konzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen (z.B. Krones) fielen den Teilnehmern auf. Dass insgesamt nur ein Drittel der Befragten überhaupt Angaben zu einem Unternehmen und seinen Aktivitäten in Social Media machen konnte, zeigt aber, dass viele Arbeitgeber auch 2011 noch keine wirksame Strategie im Personalmarketing in Social Media gefunden haben und ein alleiniges „Dabeisein“ im Web 2.0 nicht ausreicht. Die Studie zeigt zudem, dass – wenn auch mit zielgruppenspezifischen Unterschieden – die klassischen Personalmarketing-Aktivitäten, wie z.B. Mitarbeiter-Empfehlungen und Events, weiterhin gefragt sind.

Die komplette Studie ist zu einem Preis von 199 EUR erhältlich und kann bei embrander unter studie@embrander.de oder 0221-99875619 angefordert werden.


1 Kommentar zu „Was potenzielle Arbeitnehmer in den sozialen Medien wirklich anspricht“

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