Über Risiken und Nebenwirkungen des Internet-/Medien- und Urheberrechts für Personalmarketing & Recruiting

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Christoph Beck

Dr. Marcus Werner

Nach dem medialen Hype der letzten beiden Jahre haben die Social-Media-Aktivitäten im Personalmarketing & Recruiting ihren Platz eingenommen. Das „Biotop Social Media“ ist nicht mehr nur etwas für „Freaks, Tüftler und Bastler“, sondern zunehmend mehr wird ernsthaft, teils strategisch daran gearbeitet, inwieweit die unterschiedlichen Plattformen wie Facebook, Youtube, twitter, XING etc. in das Personalmarketing – und hier und da auch in das Recruiting- integriert werden kann. Auch die neueste Social Media-Studie (empirische Untersuchung des Social Media-Aktivitäten-Index 2011 der DAX-, MDAX-, TecDAX- sowie 120 mittelständische Unternehmen) von Prof. Dr. Christoph Beck und Gero Hesse zeigt, dass die breite „Masse“ der deutschen Unternehmen diesbezüglich jedoch noch am Anfang steht.

Social Media Studie

So erfolgt bspw. die Einbindung von Social Media auf den Karriere-Websites in Form von Entrypoints, User Generated Content oder „Tell a Friend“-Funktionen „nur“ durch 27,4 Prozent aller untersuchten Unternehmen. 86,5 Prozent aller analysierten Unternehmen sind zwar auf Facebook präsent, jedoch haben „nur“ 8,3 Prozent der Unternehmen eine Karriere-Fanpage. Auch bei Youtube kommt man zu ähnlichen Ergebnissen. So besitzen zwar 74,3 Prozent der analysierten Unternehmen Videos auf Youtube, allerdings haben „nur“ 21,7 Prozent spezielle Karrierevideos und auf Twitter sind „nur“ 6,5 Prozent der Unternehmen mit einem eigenen Karriere-Account aktiv.

In den Kinderschuhen

Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz
Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz

Bei der Vorgänger-Studie 2010 kam das Studienteam zu dem Schluss, dass Social Media im Personalmarketing & Recruiting noch in den Kinderschuhen steckt. Ein Jahr später mögen die Schuhe zwar eine Nummer größer sein, aber das Laufen mit ihnen fällt den Unternehmen nach wie vor schwer.Wenn DAX, MDAX und TecDAX noch in den Kinderschuhen stecken, so könnte man sagen, dass die Unternehmen mit weniger als 2.500 Mitarbeitern gerade erst krabbeln gelernt haben.

Rechtliche Aspekte

Die Thematik ist komplex und vor der Umsetzung stehen der Know-how-Aufbau, die Strategie und die Integration in die Personalmarketing-Strategie. Einfach nur einen Account anlegen, Fotos und Videos einzustellen, damit ist es nicht getan. Es gilt die Zielgruppen zu analysieren, das Management des Contents zu organisieren und .., ja, auch dies gilt es zu berücksichtigen, die rechtlichen Aspekte.

Persönlichkeitsschutz

Wie verhält es sich bspw. mit den Persönlichkeitsrechten bei der Verwendung von Fotos und Videos? Bedarf es bei Unternehmensseiten auf Social Networks gemäß des § 5 Telemediengesetzes eines Impressums? Wie sieht es bei so viel Kommunikation eigentlich aus mit der Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen oder auch der Loyalitätspflicht des Arbeitnehmers aus versus der freien Meinungsäußerung?

 

Wenn auch zugegebener Maßen für Viele die rechtlichen Aspekte nicht immer sexy sind, so gilt es sie dennoch zu beachten, insbesondere in Zeiten, wenn anscheinend jeder Nachbar mit seinem ganz persönlichen Rechtsanwalt droht. „Über Risiken und Nebenwirkungen des Internet-/Medien- und Urheberrechts für Personalmarketing & Recruiting“ referiert wohl einer der renommiertesten Rechtsanwälte am 26. März auf dem recruiting-convent 2012 auf Schloss Bensberg. Dr. jur. Marcus Werner ist nicht „nur“ Rechtsanwalt, sondern auch Diplom-Informatiker, d.h. eine seltene, aber umso erfahrenere Kompetenz-Kombination. Mehr zur  6. Insider-Jahrestagung für Personalmarketing & Recruiting am 26. und 27. März auf Schloß Bensberg unter www.recruiting-convent.de .

 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.