Ausbildungsmarketing: „Mehr Marke(-ting) bitte…!

Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz
Prof. Dr. Christoph Beck, Hochschule Koblemz

Koblenz. Ausbildungsmarketing scheint ein zunächst eindeutiger Begriff zu sein und mit Blick in die Praxis auch weitgehend einheitlich verwendet zu werden, zumindest dann, wenn man sich auf die Kommunikationsinstrumente des Ausbildungsmarketings konzentriert. Richtig ist jedoch, dass auch das Ausbildungsmarketing nicht nur aus der Kommunikationspolitik besteht und auch richtig ist, dass die Komplexität des Ausbildungsmarketings in den letzten Jahren zugenommen hat.

Somit findet man eher ein Begriffs- und Interpretations-Kaleidoskop vor, welches nur in wenigen Fällen dem Tatbestand an sich, noch der Funktion im Unternehmen und dem heutigen Stellenwert des Ausbildungsmarketings gerecht wird.

 

Will man einen Definitionsversuch zum Begriff „Ausbildungsmarketing“ Stand heute wagen, so könnte dieser wie Folgt aussehen:

Während das strategische Ausbildungsmarketing die Profilierung und Positionierung der eigenen Ausbildung zur Generierung dauerhafter Wettbewerbsvorteile beinhaltet, obliegt dem operativen Ausbildungsmarketing mit seinen vier Handlungsfeldern Schülermarketing, Fokusgruppen-Marketing, Influencer-Marketing und Profession-Marketing die Vermarktung der Ausbildung, des Ausbildungsbetriebes, der Berufsbilder und der Ausbildungsstellen mit dem Ziel, nachhaltig Potenzialträger für die Aufgaben und das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen, sowie nachhaltig an das Unternehmen zu binden (Beck, C. 2014).

Soweit so gut.

 

Nils Becker
Nils Becker

Dieser Definitionsversuch zeigt schon die ein oder anderen Anleihen aus dem Marketing. Noch einen Schritt weiter geht Nils Becker, Projektleiter Employer Branding der Techniker Krankenkasse. So lautet sein Vortragstitel auf dem recruiting-convent 2014 „Ausbildungsmarketing: „Mehr Marke(-ting) bitte…!“.

 

Mit seiner (in-)direkten Forderung nach mehr Marketing spannt er einen Bogen vom Employer Branding bis zur Rekrutierung von Auszubildenden, wobei er insbesondere auf die Notwendigkeit eines Touchpointmanagements eingeht, die Aspekte der Markenanziehungskraft betrachtet und darauf fokussiert, das Ausbildungsmarketing nicht die „bloße“ Entwicklung und Implementierung einzelner Instrumente ist, sondern zwischenzeitlich ein hoch anspruchsvoller Management-Prozess. Mit dem Blick auf die operativen Maßnahmen sensibilisiert er vom Marketing zu lernen, d.h. vom Consumer Journey zur „Recruiting Experience“.

 

Der recruiting-convent 2014 findet am 24. und 25. März auf Schloss Bensberg statt.

recruiting convent 2014
recruiting convent 2014

Information und Anmeldungen zum recruiting-convent 2014 unter: www.recruiting-convent.de

 

2 Kommentare zu „Ausbildungsmarketing: „Mehr Marke(-ting) bitte…!“

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