Industrie 4.0: Jetzt schlagen sich die neuen Anforderungen in HR nieder

Dr. Eberhard Niggemann, Weidmüller
Dr. Eberhard Niggemann

Industrie 4.0 beginnt in modernen deutschen Industriehallen anzukommen. Doch damit verändern sich nicht nur die Produktionsprozesse. Auch Arbeitsprozesse und Arbeitsinhalte müssen jetzt dringend angepasst werden. „Mit Industrie 4.0 wird Arbeit in Zukunft viel weniger standardisiert sein“, sagt Dr. Eberhard Niggemann, Leiter der Weidmüller Akademie beim mittelständischen Elektrotechnikspezialisten Weidmüller aus Detmold. „Die Aufgaben der Beschäftigten verlagern sich von Routinearbeiten hin zu kreativen und wertschöpfenden Tätigkeiten.“

Immense Herausforderungen für die HR-Abteilungen von Unternehmen: Denn Personaleinsatz, Personalorganisation und vor allem die Qualifikation der Mitarbeiter müssen jetzt auf die veränderten Anforderungen zugeschnitten werden. Weidmüller hat in diesem Zusammenhang verschiedene Handlungsfelder ermittelt und passt derzeit Weiterbildung und Trainings seiner Mitarbeiter an:

  • Die Nachfrageseite der Kunden verändert sich vom Produkt zur Systemlösung. Für die Mitarbeiter bedeutet dies in erster Linie die Umstellung von einem produktzentrierten auf ein systemtechnisches Denken, um entsprechende Lösungen für automatisierungstechnische Aufgabenstellungen liefern zu können.
  • Industrie 4.0 funktioniert nicht ohne den Menschen. Er wird auch künftig eine wichtige Rolle einnehmen. Mensch-Maschine- sowie System-Interaktionen werden durch die informationstechnische Durchdringung und sensorgestützte Vernetzung des Wertschöpfungsprozesses an Bedeutung gewinnen.
  • Im Fokus der Aus- und Weiterbildung steht ein interdisziplinärer und praxisorientierter Kompetenzaufbau. Er soll dabei helfen, Wissen in die Tiefe und Breite auszubauen und die Mitarbeiter dazu befähigen, hochkomplexe Systemzusammenhänge zu verstehen und umzusetzen.
  • Mit Industrie 4.0 steigt der Vernetzungsgrad zwischen den Mitarbeitern − Entwicklung, Engineering, Facharbeiter und auch Marketing rücken näher zusammen und müssen sich viel enger abstimmen als es heute der Fall ist. Die Zukunft besteht im „Systems Engineering“ und erfordert die frühzeitige Zusammenführung von Kompetenzen, bestenfalls schon in der Ausbildung.
  • In Zukunft wird eine noch stärkere Verzahnung zwischen Industrie, Forschungsinstituten, Universitäten und Bildungseinrichtungen notwenig, um die Entwicklungen von Industrie 4.0 in Theorie und Praxis voranzutreiben und auf aufkommende Trends besser reagieren zu können.

Weidmüller – Partner der Industrial Connectivity.

Als erfahrene Experten unterstützen wir unsere Kunden und Partner auf der ganzen Welt mit Produkten, Lösungen und Services im industriellen Umfeld von Energie, Signalen und Daten. Wir sind in ihren Branchen und Märkten zu Hause und kennen die technologischen Herausforderungen von morgen. So entwickeln wir immer wieder innovative, nachhaltige und wertschöpfende Lösungen für ihre individuellen Anforderungen. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe in der Industrial Connectivity.

Die Unternehmensgruppe Weidmüller verfügt über Produktionsstätten, Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in mehr als 80 Ländern.

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte Weidmüller einen Umsatz von 621 Mio. Euro mit rund 4.400 Mitarbeitern.

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