Frauenrenten in Deutschland 45 Prozent unter denen von Männern

Ältere Frauen haben mit größerer Wahrscheinlichkeit in gering bezahlten Berufen gearbeitet als Männer, und sie waren häufig in Teilzeit. Da Rentenansprüche in der Regel vom früheren Einkommen abhängen, können die unterschiedlichen Karrierewege auch im Alter zu großen Ungleichheiten zwischen den Bezügen führen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Karriere älterer Frauen oft durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen unterbrochen wurde.

In vielen Fällen reichen die Beitragsjahre nicht aus, um Rentenansprüche geltend zu machen oder sie summieren sich nur zur Minimalrente.  Frauen, die keine Rente erhalten, sind in der Grafik oben jedoch nicht berücksichtigt.

Rentensysteme haben also nur einen geringen Einfluss auf den Geschlechterunterschied der Renten. Das wahre Problem sind die seit Jahrzehnten existierenden Ungleichheiten in Berufswegen und Gehältern. Selbst, wenn Frauen heute oft mehr in die Rentenkassen einzahlen als in früheren Generationen, wird das Geschlechterungleichgewicht auf absehbare Zeit andauern. Die Rentensysteme können dieses Problem nicht lösen. Nach Ansicht der OECD braucht es dazu einen umfassenderen Ansatz. Eine Strategie, die beschäftigungs-, sozial- und familienpolitische Elemente vereint, um die Herausforderungen zu minimieren, vor denen Frauen, und arbeitende Eltern ganz allgemein, stehen.

OECD Frauenrenten-Unterschiede
OECD Frauenrenten-Unterschiede

 

 

 

Die neusten geschlechterspezifischen Daten finden Sie auf unserem aktualisierten Gender Portal:  www.oecd.org/gender. Die klassischen Indikatoren aus Bildung, Beschäftigung und Unternehmertum haben wir ergänzt durch neue, etwa zum Internetverhalten von Frauen, zur Freiwilligenarbeit oder zu den Unterschieden im Finanzwissen von Jungen und Mädchen.

Quelle: OECD

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