Bewerberinteresse mit Inbound Personalmarketing wecken

Schaufenster-Dekorateure lernen es von der Pike auf, die Aufmerksamkeit und das Interesse der vorbeigehenden Passanten zu wecken. Schließlich gilt es, in den Kaufhäusern, Shopping-Centern und den gehobenen Fachgeschäften die Besucherströme von der Strasse in die Verkaufsräume zu locken und so den ersten Schritt im Verkaufsprozess anzubahnen. Eine pfiffige Idee hat in Dänemark diese Grundregel auf das Personalmarketing übersetzt und kurzerhand die Bewerber im Schaufenster ausgestellt („Udstillet“).

Bewerber-Ausstellung in Dänemark
Bewerber-Ausstellung in Dänemark

Nun sind Personaler keine Schaufenster-Dekorateure – doch die Prinzipien können auch auf das Personalmarketing angewandt werden. Dann wird aus dem Schaufenster das Inbound-Personalmarketing – und die flanierenden Passanten sind die digitalen Nomaden der Social-Media-Welt.

Eva Zils
Eva Zils

Wie bitte? Und das soll funktionieren?

Klar, denn davon ist Eva Zils, HR Technologie-Beraterin und Social-Media-Expertin aus Strasbourg, überzeugt. Sie erläutert auf ihrem Blog, wehalb Inbound Personalmarketing zunehmend wichtiger wird. Und liefert gleich die ersten Argumente.

 

16 unschlagbare Argumente, 2016 Inbound Personalmarketing zu machen

Das ist Inbound Marketing

Was ist denn nun Inbound Marketing? Ein neuer Hype, Trend, oder die nächste Sau, die wir Berater im kleinen HR-Dorf einsam und allein durch die Gassen jagen?

Hier die Definition des allgemeinen Inbound Marketing:

Das Inbound Marketing ist eine Methode des modernen Marketing. Es steht im direkten Gegensatz zum „Outbound“ Marketing, bei dem Unternehmen Werbung per Post, E-Mail, Flyer, Fernseh- oder Radiospots machen und Telefonakquise betreiben.

 

Inbound Marketing zielt darauf, Interessierte dank hilfreicher, relevanter Inhalte („Content“ – englisch „Inhalt/e“) auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und an die Marke zu binden. Es funktioniert damit wie ein „Magnet“ welcher Interessenten über nützliche Inhalte anzieht.

 

Das ist Inbound Personalmarketing

 

Teile des Inbound Marketing lassen sich sehr gut auf HR-Aktivitäten und -Disziplinen übertragen, vor allem, wenn es um Social Recruiting, Employer Branding und Personalmarketing geht.

Das Inbound Personalmarketing zielt demnach darauf ab, potenzielle, passende neue Mitarbeiter (Kandidaten, Talente, passiv und aktiv Suchende) anhand von hilfreichen, für die Zielgruppe relevanten Inhalten auf den Arbeitgeber aufmerksam zu machen.

Damit wird eine Verbindung zu einem potenziellen neuen Mitarbeiter aufgebaut, die im weiteren gepflegt werden muss bis es im Idealfall zu einem Jobangebot und einem Vertragsabschluss kommt.

Im Inbound Personalmarketing ist die regelmäßige Verbreitung von hilfreichen Inhalten im Sinne einer üblichen Marketing Kampagne wichtig, um die Zugriffsraten auf Eure Seiten und Inhalte zu erhöhen und Eure Arbeitgebermarke damit bekannter zu machen. Werden Eure Beiträge darüber hinaus im Netz weiter verteilt, habt Ihr alles richtig gemacht.

Dank einiger praktischer Online Werkzeuge, deren Einsatz gewiefte Personalmarketer intelligent kombinieren können (hier einige meiner besten Social Sharing Hack Tipps), lassen sich Inbound Personalmarketing Kampagnen weitestgehend automatisieren.

Das hat wiederum den Vorteil, dass Ihr gut planen, analysieren und dank des Zusammenspiels der Tools Zeit spart und damit effizienter werdet.

Diese Tools & Hacks lernt ihr übrigens in meinem Workshop kennen

Warum ist es also ratsam sich 2016 mit dem Thema Inbound Personalmarketing zu befassen?

 

1. Der Arbeitgebermarke einen ordentlichen Schub in den sozialen Medien geben

 

Dank ausgeklügelter Techniken, „Hacks“ und Tools bringt Ihr Eure Arbeitgebermarke in Social Media regelmäßig vor die Augen und Ohren Eurer „Fangemeinde“.

Dazu müsst Ihr wissen, welche Botschaften und Inhalte Ihr wann verbreitet, und wie Ihr an die gesuchten „Follower“ oder deren Influencer gelangt. Auch das Wissen um die verschiedenen Tools und Funktionalitäten ist entscheidend für den Erfolg Eurer Kampagnen.

 

2. Passive Talente im War for Talents ansprechen über automatisierte Inhaltsverbreitung

 

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ ist das Motto, denn in den meisten sozialen Netzwerken gilt „einmal ist kein Mal“. Plant Eure Links, Beiträge und Inhalte, um diese immer wieder automatisch auf Euren sozialen Netzwerk Präsenzen zu verbreiten.

Anhand Eurer Statistikauswertungen werdet Ihr sehen, wie sich der Traffic auf die Zielseiten bereits nach einigen Wochen steigert.

Da die meisten Menschen nicht jeden Tag 24 Stunden in sozialen Medien aktiv sind, ist es legitim, bestimmte Inhalte immer wieder zu teilen. Schließlich müsst Ihr Eure vielen, neuen Follower, Fans und Abonnenten mit gutem Content ansprechen.

Und so werden ebenfalls passive Talente auf Euer Unternehmen aufmerksam, solange Ihr die Inhalte bietet, die sie suchen, und die sie in ihrem Arbeitsalltag weiterbringen.

 

3. Talent Leads optimieren

 

Es steht außer Frage: Inbound und Content Marketing sind in der Vorbereitung (die dann auch niemals aufhört, denn Ihr müsst immer wieder überprüfen, analysieren und optimieren) sehr zeitintensiv.

Allerdings haben Studien gezeigt, dass Talent Leads dank der auf die Zielgruppen abgestimmten Inhalte besser, also „heißer“ sind.

Das ist nur logisch, da Talente einen wesentlich besseren Einblick in das Unternehmen, seine Arbeitsweise und dessen Kultur erhält. So werden sich diejenigen angesprochen fühlen, die genauso ticken wie Euer Unternehmen.

 

4. Daten und Analysen auswerten, die Ihr unabhängig von der Marketingabteilung und Google Analytics erhebt

 

Es scheint immer irgendwie ein Kreuz zu sein für HR-Marketing Mitarbeiter: Man darf nichts selbst an der Karrierewebsite machen, das Marketing hat immer Anderes (scheinbar Wichtigeres!) zu tun, und Daten oder Auswertungen zu Zugriffen auf die Karriereseite oder einzelne Jobs sind kaum zu bekommen.

Alles ziemlich frustrierend, oder?

Dank der Automatisierungs-, Sharing und einiger anderer praktischer Tools habt Ihr die volle Kontrolle über Eure Kampagnen, die Ihr zudem selbständig aufsetzt, analysiert und optimiert.

 

5. Die perfekte Argumentationsgrundlage, um Budget für weitere Personalmarketing Maßnahmen zu bekommen

 

Verwendet darüber hinaus die Statistiken und Analysen, um Eure Personalmarketing Aktivitäten „ROI“-fähig zu machen. Zeigt Euren Vorgesetzten auf, inwieweit die Inbound Personalmarketing Maßnahmen Auswirkungen auf Website Besuche, Einstellungen, Downloads, Presseanfragen, … – hier sind Eure eigenen KPIs gefragt – haben.

Stellt Ihr zum Beispiel fest, dass ganz bestimmte Talent Leads besonders gut auf gewisse Inhalte reagieren, liefert Euch das die ideale Steilvorlage, um zu verhandeln, noch mehr in passenden Content oder weitere Tools zu investieren.

 

6. Zeit dank Automatisierung sparen

 

Ich will Euch hier nichts vormachen: Die Konzeption, Planung und Einrichtung von automatisierten Vorgängen in Tools erfordert eine Menge Zeit und regelmäßige Anpassung.

Ist jedoch die Grundstruktur aufgebaut, spart Ihr kostbare Zeit, weil Ihr die Verbreitung Eurer karriere- und recruitingrelevanter Inhalte im Voraus plant und damit auch diese Arbeitsschritte planen und im Vorfeld durchführen könnt.

Die Online Tools übernehmen dann die Verbreitung im Netz zu den voreingestellten Tagen und Zeiten.

 

7. Ihr braucht ein Grundkonzept, um das Inbound Personalmarketing aufzusetzen

 

Selbstverständlich könnt Ihr einfach ein paar der von mir vorgestellten Tools verwenden und wild drauf los posten.

Das ist zum Einstieg und Üben eine gute Idee, solange sich alles im Rahmen bewegt (und kaum jemand die eventuellen Böcke bemerkt).

Allerdings benötigt Ihr ein handfestes Konzept, gerade wenn Ihr ein wenig Budget für die Tools benötigt, was ab einem gewissen Grad der Verwendung auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das Ziel meines Inbound Personalmarketing Workshops (sorry: Werbung!) ist zum Beispiel, dass die Teilnehmer mit den Grundzügen eines strategischen Konzepts nach Hause gehen, welches sie im Anschluss verfeinern, und nach einem Feedback Gespräch mit mir abrunden.

Hier mehr zum Workshop erfahren

 

Lesen Sie hier die ganzen Empfehlungen:

http://blog.online-recruiting.net/16-unschlagbare-argumente-2016-inbound-personalmarketing-zu-machen/

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