Was macht eigentlich ein Drahtzieher? Sieben Berufe, die kaum einer kennt

Wer nichts wird, wird …?

Krankenschwester, Architekten oder LKW-Fahrer: So lauten geläufige Berufsbezeichnungen. Doch in den Tiefen der Jobcomputer der Bundesagentur für Arbeit schlummern Tätigkeiten zum Broterwerb, von der die wenigsten Arbeitnehmer schon einmal etwas gehört haben.
Agile Coach Edgar Ehlers war, wie viele, jahrelang auf der Suche nach dem passenden Job. Nicht nur Beruf, eine Berufung sollte es sein. Über Jahre als Koch, Versicherungsfachwirt und Profiler gelangte er zu seiner heutigen Tätigkeit, der er bis heute glücklich die Treue hält. Er rät Menschen auf Jobsuche, sich über den Tellerrand hinaus zu informieren und offen zu bleiben. Im nachfolgenden Servicetext stellt er sieben Berufe vor, die kaum jemand kennt und die eventuell Perspektiven eröffnen.

Drahtzieher

Unbekannter Beruf Nummer eins: der sprichwörtlich bekannte Drahtzieher. Dieser Beruf existiert auch in der Realität. Drahtzieher stellen aus verschiedenen Metallen Kabel oder Drähte her. Dazu gehört die Einstellung der Ziehmaschinen, das Ziehen des rohen Kupfers und Eisens und letztendlich Verschweißung und Veredelung des Endergebnisses. Der Beruf bleibt deshalb wichtig, weil sich das Verfahren der Drahtherstellung über Jahrhunderte kaum verändert hat. Bis zum Jahr 2013 konnten Interessierte den Beruf in einer Ausbildung erlernen, seitdem ersetzt die Fachkraft für Metalltechnik den Drahtzieher.

 

Ocularist

Auch Ocularisten sind weitestgehend unbekannt und doch sehr wichtig: Im ersten Schritt stellen sie Augenprothesen her, im zweiten passen sie diese an das jeweilige Auge des Patienten an. Als Ausgangsmaterial dient Glas, das hochpräzise bearbeitet und modelliert wird. Deshalb nennt der Volksmund Ocularisten auch Kunstaugenhersteller. Die staatlich nicht anerkannte Ausbildung dauert sechs Jahre, Interessierte wählen dabei zwischen zwei verschiedenen Instituten.

 

Agile Coach

Fitness- und Life-Coaches kennen die meisten, doch was macht ein Agile Coach? Das noch relativ neue Berufsbild spielt insbesondere in großen Unternehmen eine Rolle. Digitalisierung und Co. stellen Firmen vor große Herausforderungen. Agile Coaches helfen, die neuen Hürden zu meistern, brechen alte, ineffiziente Strukturen auf und tragen im Endeffekt dazu bei, Mitarbeiterfluktuationen zu verhindern und neue Arbeitsmethoden zu etablieren. Eine offiziell anerkannte Ausbildung gibt es zur Zeit noch nicht, dafür aber zahlreiche private Fortbildungsmöglichkeiten und Studiengänge an Akademien und Instituten.

 

Spacemaster

Klingt abgefahren, gibt’s aber wirklich: Wer Space Master werden will, setzt sich mit den Bereichen Planetologie, Robotik, Sensorik und Raumschiff-Bau auseinander. Für Studenten ergeben sich anschließend unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Weltraumforschung, Raumfahrttechnik oder Automobilindustrie. Studieren können Interessierte das Fach an ausgewählten staatlichen Universitäten.

 

Lacklaborant

Lacklaboranten entwickeln Oberflächenlacke und stellen sie im Anschluss daran auch selber her. Sie arbeiten im Labor, lernen, wie man unterschiedliche Lacke am besten aufträgt und welche Härtungseigenschaften sie haben. Dabei brauchen Berufsanwärter jede Menge chemische Kenntnisse. Da eine Vielfalt unterschiedlicher Lacke auf dem Markt herrscht, dauert die staatlich anerkannte Ausbildung 3,5 Jahre. Bewerber benötigen neben mathematischen und chemischen Kenntnissen vor allem Sorgfalt und Genauigkeit.

 

Thermometermacher

Analoge Thermometer verkaufen entsprechende Märkte heutzutage für wenig Geld. Doch die wenigsten haben schon einmal darüber nachgedacht, wer sie eigentlich herstellt: Dafür sind Thermometermacher zuständig. Sie verarbeiten die in Glashütten hergestellten Glassorten zu ganz unterschiedlichen Temperaturmessern, sowohl für den Hausgebrauch als auch für medizinische Zwecke. In der staatlich anerkannten Ausbildung entscheiden sich Anwärter entweder für die Fachrichtung Justieren oder Blasen.

 

Medizinökonom

Die Bezeichnung klingt erstmal kompliziert. Der staatlich anerkannte Studiengang Medizinökonomie bietet ein breit gefächertes Spektrum aus betriebswirtschaftlichen, juristischen und medizinisch-pharmazeutischen Lehrinhalten, die auf Managementaufgaben in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft vorbereiten. Die fachliche Vernetzung befähigt Absolventen dazu, auch interdisziplinär arbeiten zu können und später in der Medizintechnik, der pharmazeutischen Industrie oder im Versicherungswesen Fuß zu fassen.

 

Über ee-factor

Das 2008 von Edgar Ehlers gegründete agile Kompetenz-Center ee-factor unterstützt Führungskräfte, Personal-Leiter und IT-Teams in dynamischen Projekten und Change-Management-Prozessen. Ein Master in systemischer Beratung und über 100 zertifizierte Aus- und Weiterbildungen im Bereich Systemische Beratung, Scrum, Agile Kompetenz, gewaltfreie Kommunikation, Psychologie, NLP und Personalentwicklung bilden ein ungewöhnlich vielfältiges Fundament für ein von Klarheit und Respekt geprägtes Coaching und Training nah am Menschen. Vor allem systemisch-konstruktivistische Ansätze prägen die Arbeit des gelernten Profilers und Versicherungsfachwirts. Sie begeistern große Player wie einen großen Autobauer in Stuttgart und ein führendes Bonner Telekommunikationsunternehmen auf dem Unternehmensmarkt und befähigen sie, agile Projekte erfolgreich und messbar zu gestalten, IT-Personal zu gewinnen sowie zu halten und digitale Transformationen souverän zu gestalten.

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