Wenn das Team plötzlich im Home-Office sitzt: Erfolgreich führen auf Distanz

Ein Beitrag von Christina Holl 

Wenn die Mitarbeiter im Home Office statt vor Ort sitzen, ist das für viele routinierte Führungskräfte eine neue Erfahrung. Bewährte Methoden und Prinzipien aus dem Büro lassen sich nicht komplett auf diese Situation übertragen. Aber Führung kann auch auf Distanz gut funktionieren – wenn Sie die Besonderheiten virtueller Teams berücksichtigen.

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Bislang sind virtuelle Teams eher Ausnahme als Standard. Doch das Arbeiten aus dem Home-Office nimmt zu. Für manchen Mitarbeiter ist die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten ein echter Benefit, in manchen Fällen ist die Remote-Arbeit reine Notwendigkeit.

Was auch immer die Hintergründe sind – wenn das Team in Teilen oder sogar vollständig aus dem eigenen Blickfeld verschwindet, müssen sich Führungskräfte umstellen. Denn konventionelle Führungsmechanismen lassen sich nicht immer 1:1 auf virtuelle Teams übertragen. Um ein virtuelles Team erfolgreich zu führen, müssen die Prioritäten häufig neu sortiert werden.

Wie schafft man es, verstreute Individuen zu einem verschworenen, motivierten Team zusammenzuschweißen?

Klingt schwierig, ist aber mit der richtigen Führung durchaus möglich.

Kommunikation als Top-Priorität

Je weniger Sie Ihre Mitarbeiter sehen, desto mehr müssen Sie kommunizieren. Wer aus der Ferne führt, sieht nicht, wenn ein Mitarbeiter vor seinem Rechner verzweifelt. Es gibt keinen Plausch an der Kaffeemaschine, der Ihnen mehr über persönliche Befindlichkeiten verrät. Und auch interne Querelen werden womöglich hinter Ihrem Rücken ausgetragen.

Erschwerend hinzu kommt, dass nicht jeder für Remote-Arbeit gemacht ist. Eine Studie unserer Kollegen von Robert Half in Kanada ergab, dass ein Viertel der Angestellten auf die Möglichkeit zum Home-Office verzichtete, weil sie Angst hatten, etwas zu verpassen oder übersehen zu werden.

Jedem Fünften war es im Home-Office zu einsam. Finden sich solche Persönlichkeiten in virtuellen Teams wieder, sind Führungskräfte besonders gefordert. Gleiches gilt, wenn Teams es nicht gewohnt sind, remote zu arbeiten.

  • Sorgen Sie dafür, dass ein konstanter Austausch stattfindet und sprechen Sie regelmäßig mit jedem Einzelnen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihren Teammitgliedern alle erforderlichen Arbeitsmittel im Home-Office zur Verfügung stehen – das umfasst nicht nur die Hardware, wie Laptop und Telefon, sondern beispielsweise auch Tools und Zugänge.
  • Achten Sie darauf, dass alle mit den benötigten Technologien vertraut sind. Im Home-Office kann der Kollege vom Schreibtisch nebenan nicht schnell zur Hilfe eilen.

Klare Regeln und Strukturen definieren

Bei Teams vor Ort ergeben sich viele Routinen und Strukturen quasi von selbst oder auf dem kurzen Dienstweg. Ihre Mitarbeiter wissen, wer wofür verantwortlich ist, wann welche Aufgabe erledigt werden muss, wer Entscheidungen trifft.

Weiterlesen: https://www.roberthalf.de/blog/erfolgreich-fuehren-auf-distanz

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