Home-Office

Mitarbeiter gewinnen und binden mit dem „Human Relations Report“

Das Beziehungsmanagement in der HR-Kommunikation sichtbar machen. 

Von Bernhard Schelenz und Markus Esser 

Das Buhlen um die besten Kandidaten ist längst zum War of Talents erklärt worden. Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen – und langfristig zu binden – setzt ein kontinuierliches Beziehungsmanagement nach außen und innen voraus. Unternehmen fehlt jedoch vielfach in der Regelkommunikation ein Medium, das die Beziehungen der Mitarbeiter untereinander und zum Arbeitgeber aussagekräftig darstellt. Darum plädieren wir für eine neue Gattung der HR-Kommunikation, ein „Kulturbericht“ aus der Arbeitswelt – den „Human Relations Report“.

Markus Esser

 

New Work und Gamification: Erste Digital-Konferenz TALENT THINKING in Mainz

Am 8. November 2018 findet auf dem Gelände der Alten Waggonfabrik in Mainz die erste TALENT THINKING in modernem Industriecharme statt.

Auf der Impulskonferenz werden die Potentiale der Digitalisierung von Arbeit und dem lebenslangen Lernen kontrovers mit Experten diskutiert. Personalentwickler, Geschäftsführer und alle Zukunftsgestalter in Unternehmen erhalten hier wertvolle Einblicke in die digitalen Strategien von erfolgreichen Unternehmen und Tipps von Digital-Experten.

  • Welche globalen Faktoren haben Einfluss auf unsere zukünftige Arbeitswelt?
  • Was macht vernetzte Arbeitswelten so erfolgreich?

Das Büro als Kündigungsgrund – wie sich die Arbeitsumgebung auf die Arbeitnehmer auswirkt

  • Bastian Bauer, Mindspace

    Für jeden Zehnten der Generation Y war das Büro-Design schon einmal ein Kündigungsgrund

  • Jeder vierte Millennial (24,9%) fühlt sich durch das Design, Layout und Komfort des Büros müde
  • 17,6% der Deutschen findet die aktuelle Arbeitsumgebung langweilig und nicht inspirierend

 

Laut einer Umfrage des Coworking-Anbieters Mindspace in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen OnePoll hat fast jeder sechste Deutsche (13%) und sogar jeder fünfte Millennial (18,4%) schon einmal einen potentiellen neuen Job aufgrund des schlechten Büro-Designs und der -Ausstattung abgelehnt. Für jeden Zehnten (10,8%) aus der Generation Y war das Büro-Design sogar schon einmal ein Kündigungsgrund. Bei der Suche nach einem neuen Job ist der Standort des Arbeitsplatzes und die Nähe zu Restaurants und Geschäfte für jeden siebten Millennial (14%) ein wichtiger Faktor. Getoppt wird dies vor allem durch Karrierechancen, die für rund jeden vierten Befragten der 18-34-Jährigen (26,7%) ausschlaggebend sind.

Frauen bringen eine humanistische Komponente in die Wirtschaftswelt

women&work-Befragung zeigt: Ethische Werte und Moral stehen hoch im Kurs

 

Melanie Vogel

Ethische Werte und Moral spielen eine zunehmend wichtigere Rolle, wenn es um die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers geht. Das ergab die diesjährige women&work-Besucherinnenbefragung, die im Rahmen der 8. women&work am 28. April in Frankfurt durchgeführt wurde. 167 Messebesucherinnen nahmen an der Umfrage teil.

„Die diesjährige Befragung zielte darauf ab zu erfahren, welche Werte und Wertmaßstäbe Frauen im Zeitalter der Digitalisierung besonders wichtig sind“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Für 98,2 Prozent der befragten Frauen stehen Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Lebensgenuss an oberster Stelle. In einer Epoche, in welcher der Mensch Gefahr läuft, durch die Digitalisierung abgehängt zu werden, spiegeln Frauen einen deutlich humanistischen Zeitgeist, der sich parallel zur technologischen Entwicklung durchsetzt.“

Arbeitgeber aufgepasst: Das sind die Top-Themen der Bewerberansprache

Wenn Arbeitgeber die Kandidaten nur mit Worthülsen abspeisen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Gedankenlosigkeit, Eintönigkeit, Worthülsen: Das scheinen die Merkmale der Bewerberansprache zu sein, wie sie von Tausenden von Arbeitgebern in den Texten von Stellenanzeigen praktiziert wird. Das ergab eine Sprachanalyse von über 120.000 Stellenanzeigen, die die beiden HR-Kommunikationsexperten Dr. Manfred Böcker und Sascha Theisen durchführten. Sie kamen zum vernichtenden Urteil über die fehlende Differenzierung der Arbeitgebermarke und der Bewerberansprache in Stellenanzeigen. Arbeitgeber schliessen sich zu einem Gedankenkartell unter dem Namen „Der Club der Gleichen“ zusammen. Kommunikationsexperte Theisen bringt es auf den Punkt: „Ein kommunikatives Überangebot an „führenden Unternehmen“, „erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen“ und „leidenschaftlichen Mitarbeitern“ beherrscht die Szenerie.

Daheim produktiv: Home-Office ist für vier von zehn Arbeitnehmern in Deutschland karriererelevant

  • Herwarth Brune
    Herwarth Brune

    Arbeitszeitflexibilität zählt für 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zu den Top-3-Kriterien bei Karriereentscheidungen

  •  Selbst zu entscheiden, wann und wo sie arbeiten, ist für Frauen und Männer fast gleichermaßen wichtig
  • Bei deutschen Topmanagern steht ortsunabhängiges Arbeiten hoch im Kurs

Die Sehnsucht nach mehr Selbstbestimmung, was Arbeitszeit und Arbeitsort angeht, hat im vergangenen Jahr weltweit deutlich zugenommen – und Angebote zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung gehören inzwischen vielerorts zum Unternehmensalltag. Während Unternehmen in anderen Ländern durch Angebote wie bezahlten Urlaub oder die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit an Attraktivität gewinnen, sind es in Deutschland vor allem die Themen Home-Office (39 Prozent) und Gleitzeit (26 Prozent), die Arbeitnehmer bewegen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Global Candidate Preferences“, für welche der Personaldienstleister ManpowerGroup Solutions 14.000 Berufstätige in 19 Ländern befragt hat.

„Karriere“ spielt als Begriff keine Rolle

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden-Umfrage widmet sich Bewerbervorstellungen vom „guten Job“

Für einen großen Teil der Bewerber (91 %) hängt ein „gutes Leben“ davon ab, ob sie es schaffen, einen „guten Job“ zu ergattern. Die von Arbeitgebern gern bemühte Aussicht auf „Karriere“ spielt für die meisten dabei kaum eine Rolle. Das sind Ergebnisse einer aktuellen softgarden-Umfrage, an der 2.390 Bewerber teilgenommen haben.In Freitextfeldern hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ungestützt Faktoren für einen „guten Job“ zu nennen. In den über 6.000 Einträgen wurden am häufigsten „Geld“ und „Klima“ genannt. Das ist insofern von Bedeutung, als sich die Kommunikation der Arbeitgeber in erster Linie um den Begriff „Karriere“ dreht: Es gibt „Karrierewebsites“, „Karriereveranstaltungen“, Karrieremessen“ etc. Das entspricht offensichtlich weder dem Sprachgebrauch noch dem Mindset der Bewerberinnen und Bewerber: Der Begriff fiel in den über 6.000 Einträgen nur rund 30 Mal.

Home Office, Co-Working oder Work Smart: Nur ein Hype?

Barbara Josef
Barbara Josef

Der Leipziger HR-Innovation-Day stellt sich der Diskussion

Egal welche Begrifflichkeiten verwendet werden, Home Office, Co-Working, Work Smart und ähnliche Umschreibungen für die Arbeit von zu Hause aus gelten als Top-Topics in den Redaktionsstuben der Medien-Republik. Doch eigentlich ist das nicht ganz neu. Früher hieß es Teleworking. Alter Wein in neuen Schleuchen? In der euphorischen Berichterstattung der Medien und als Diskussionsthema auf einschlägigen HR-Konferenzen wird die Schattenseite der Home-Office-Arbeit häufig ausgeblendet, weil das nicht so richtig in das Hype-Konzept passt.

Berufseinsteiger wünschen sich mehr Home Office

Bei Arbeitnehmern gewinnt das Home Office zunehmend an Beliebtheit. Aber wie stehen insbesondere Berufseinsteiger zu dieser flexiblen Arbeitsform? Und welche Möglichkeiten bieten Unternehmen jungen Arbeitnehmern? Der Recruiting-Lösungsanbieter Talents Connect hat dies untersucht. Das Ergebnis: Berufseinsteiger können nicht so viel Arbeitszeit im Home Office verbringen wie gewünscht.

Einmal Teamplayer, bitte! Oder doch nicht?

Robin Sudermann
Robin Sudermann

Was beim Recruiting von Teamplayern beachtet werden muss

Gemessen an den Anforderungen aus Stellenanzeigen, wäre in deutschen Unternehmen kein Platz für Einzelkämpfer. Gesucht wird vielmehr der Teamplayer, der seine eigenen Bedürfnisse auch mal hinten anstellt aber trotzdem selbstständig Entscheidungen trifft und eigenverantwortlich seine Ziele verfolgt. Ob diese Eigenschaften, deutlich ausgeprägt, wirklich oft bei einer einzigen Person feststellbar sind, mag bezweifelt werden. Der Kölner Recruiting-Spezialist Talents Connect wollte es genauer wissen und hat das Phänomen „Teamplayer“ unter die Lupe genommen. 80.000 Nutzerprofile von Jobsuchenden wurden untersucht – mit spannenden Ergebnissen.