Home-Office

Recruiting in Zeiten von Corona

Bild zum Beitrag von Alexander R. Petsch_Recruiting in Zeiten von Corona_auf dem Blog der TALENTpro

Foto: Jan Tinneberg; Unsplash

Die wirtschaftliche Lage ist unsicher. Die Zukunft mancherorts ungewiss. Ist Recruiting angesichts der aktuellen Corona-Krise sinnvoll oder gar angemessen? Worauf müssen Recruiter und Unternehmen achten, um die Krise als Chance zu begreifen?

Unternehmen weltweit sehen sich aktuell mit der größtmöglichen Unsicherheit konfrontiert. Für viele geht es um das wirtschaftliche Überleben. Kein Experte kann heute mit Sicherheit sagen, wie lange die Krise noch dauern und welche Folgen sie haben wird. Klar ist: Es wird zu wirtschaftlichen Verwerfungen kommen. Sehr wahrscheinlich werden nicht alle Unternehmen diese Krise überstehen, selbst, wenn die Bundesregierung alles tut, um Schreckensszenarien zu verhindern.

Tatsache ist aber auch: Corona ist ein zeitlich begrenztes Thema – Recruiting dagegen ist eine unternehmensstrategische Aufgabe.

Wirtschaft und Unternehmen müssen sich für die Zeit nach der Krise rüsten. Und damit kann man gar nicht früh genug beginnen. Denn auch, wenn es in den bevorstehenden Monaten zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Deutschland kommen sollte, der Fachkräftemangel und der Demografische Wandel werden bald wieder einsetzen.

Wählen Sie Ihre Aktivitäten mit Bedacht

Natürlich ist Recruiting für viele Unternehmen aktuell kein Thema von hoher Priorität. In Krisenzeiten sind oft andere Themen wichtiger. Zuallererst sollte man die wirtschaftliche Situation und Aussichten des Unternehmens evaluieren und die Personalplanungen an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Ist dies erfolgt, sollte man besonderen Wert auf eine sensible Kommunikation legen – insbesondere intern. Denn möglicherweise sehen sich manche Mitarbeiter mit der Frage nach Kurzarbeit konfrontiert, andere fürchten gar um den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Informieren Sie Mitarbeiter, Betriebsräte etc. über die fortgeführten Recruiting-Aktivitäten. Betonen Sie, dass es sich hierbei um eine Investition in die Zukunft des Unternehmens handelt. Es ist gerade nicht die Zeit für ein Recruiting nach dem Gießkannen-Prinzip, die Konzentration sollte auf einem fokussierten Recruiting mit geringem Streuverlust liegen (relevante Engpasszielgruppen). Es versteht sich von selbst, dass derzeit keine Vakanzen gesucht werden sollten, in welchen sich Angestellte gerade in Kurzarbeit befinden.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen

Die Chance, zurzeit die geeigneten Kandidaten direkt ansprechen zu können, ist sehr gut. Die Mehrheit arbeitet im Homeoffice und ist über Telefon beziehungsweise Business-Netzwerke bestens zu erreichen. Gleichzeitig ist die Verunsicherung bei vielen Arbeitnehmern gerade groß. Da bietet sich dem Unternehmen, welches es schafft, dem Kandidaten diese Verunsicherung zu nehmen, eine große Gelegenheit.

Weiterlesen: https://blog.talentpro.de/2020/03/31/recruiting-corona-eine-chance/

Wenn das Team plötzlich im Home-Office sitzt: Erfolgreich führen auf Distanz

Ein Beitrag von Christina Holl 

BPM-Umfrage: 77 Prozent der Unternehmen ermöglichen Homeoffice

Der Wunsch vieler Beschäftigter, flexibel arbeiten zu können, scheint in den Unternehmen angekommen zu sein: 77 Prozent der Unternehmen bieten ihren Beschäftigten die Möglichkeit, gelegentlich im Homeoffice zu arbeiten. 83 Prozent ermöglichen mobiles Arbeiten von unterwegs. Knapp 30 Prozent der Mitarbeiter in den befragten Unternehmen sind gelegentlich aus dem Homeoffice oder mobil für ihren Arbeitgeber tätig, 4 Prozent arbeiten ausschließlich von zu Hause aus. Bei den Führungskräften ist der Trend noch ausgeprägter: 43 Prozent bearbeiten zeitweise ihre Aufgaben von Zuhause oder unterwegs. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage, die der Bundesverband der Personalmanager (BPM) im Zeitraum vom 16. April bis 7. Mai 2019 unter 2.201 Personalmanager/innen durchgeführt hat.

Katharina Herrmann

Mitarbeiter gewinnen und binden mit dem „Human Relations Report“

Das Beziehungsmanagement in der HR-Kommunikation sichtbar machen. 

Von Bernhard Schelenz und Markus Esser 

Das Buhlen um die besten Kandidaten ist längst zum War of Talents erklärt worden. Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen – und langfristig zu binden – setzt ein kontinuierliches Beziehungsmanagement nach außen und innen voraus. Unternehmen fehlt jedoch vielfach in der Regelkommunikation ein Medium, das die Beziehungen der Mitarbeiter untereinander und zum Arbeitgeber aussagekräftig darstellt. Darum plädieren wir für eine neue Gattung der HR-Kommunikation, ein „Kulturbericht“ aus der Arbeitswelt – den „Human Relations Report“.

Markus Esser

 

New Work und Gamification: Erste Digital-Konferenz TALENT THINKING in Mainz

Am 8. November 2018 findet auf dem Gelände der Alten Waggonfabrik in Mainz die erste TALENT THINKING in modernem Industriecharme statt.

Auf der Impulskonferenz werden die Potentiale der Digitalisierung von Arbeit und dem lebenslangen Lernen kontrovers mit Experten diskutiert. Personalentwickler, Geschäftsführer und alle Zukunftsgestalter in Unternehmen erhalten hier wertvolle Einblicke in die digitalen Strategien von erfolgreichen Unternehmen und Tipps von Digital-Experten.

  • Welche globalen Faktoren haben Einfluss auf unsere zukünftige Arbeitswelt?
  • Was macht vernetzte Arbeitswelten so erfolgreich?

Das Büro als Kündigungsgrund – wie sich die Arbeitsumgebung auf die Arbeitnehmer auswirkt

  • Bastian Bauer, Mindspace

    Für jeden Zehnten der Generation Y war das Büro-Design schon einmal ein Kündigungsgrund

  • Jeder vierte Millennial (24,9%) fühlt sich durch das Design, Layout und Komfort des Büros müde
  • 17,6% der Deutschen findet die aktuelle Arbeitsumgebung langweilig und nicht inspirierend

 

Laut einer Umfrage des Coworking-Anbieters Mindspace in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen OnePoll hat fast jeder sechste Deutsche (13%) und sogar jeder fünfte Millennial (18,4%) schon einmal einen potentiellen neuen Job aufgrund des schlechten Büro-Designs und der -Ausstattung abgelehnt. Für jeden Zehnten (10,8%) aus der Generation Y war das Büro-Design sogar schon einmal ein Kündigungsgrund. Bei der Suche nach einem neuen Job ist der Standort des Arbeitsplatzes und die Nähe zu Restaurants und Geschäfte für jeden siebten Millennial (14%) ein wichtiger Faktor. Getoppt wird dies vor allem durch Karrierechancen, die für rund jeden vierten Befragten der 18-34-Jährigen (26,7%) ausschlaggebend sind.

Frauen bringen eine humanistische Komponente in die Wirtschaftswelt

women&work-Befragung zeigt: Ethische Werte und Moral stehen hoch im Kurs

 

Melanie Vogel

Ethische Werte und Moral spielen eine zunehmend wichtigere Rolle, wenn es um die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers geht. Das ergab die diesjährige women&work-Besucherinnenbefragung, die im Rahmen der 8. women&work am 28. April in Frankfurt durchgeführt wurde. 167 Messebesucherinnen nahmen an der Umfrage teil.

„Die diesjährige Befragung zielte darauf ab zu erfahren, welche Werte und Wertmaßstäbe Frauen im Zeitalter der Digitalisierung besonders wichtig sind“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Für 98,2 Prozent der befragten Frauen stehen Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Lebensgenuss an oberster Stelle. In einer Epoche, in welcher der Mensch Gefahr läuft, durch die Digitalisierung abgehängt zu werden, spiegeln Frauen einen deutlich humanistischen Zeitgeist, der sich parallel zur technologischen Entwicklung durchsetzt.“

Arbeitgeber aufgepasst: Das sind die Top-Themen der Bewerberansprache

Wenn Arbeitgeber die Kandidaten nur mit Worthülsen abspeisen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Gedankenlosigkeit, Eintönigkeit, Worthülsen: Das scheinen die Merkmale der Bewerberansprache zu sein, wie sie von Tausenden von Arbeitgebern in den Texten von Stellenanzeigen praktiziert wird. Das ergab eine Sprachanalyse von über 120.000 Stellenanzeigen, die die beiden HR-Kommunikationsexperten Dr. Manfred Böcker und Sascha Theisen durchführten. Sie kamen zum vernichtenden Urteil über die fehlende Differenzierung der Arbeitgebermarke und der Bewerberansprache in Stellenanzeigen. Arbeitgeber schliessen sich zu einem Gedankenkartell unter dem Namen „Der Club der Gleichen“ zusammen. Kommunikationsexperte Theisen bringt es auf den Punkt: „Ein kommunikatives Überangebot an „führenden Unternehmen“, „erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen“ und „leidenschaftlichen Mitarbeitern“ beherrscht die Szenerie.

Daheim produktiv: Home-Office ist für vier von zehn Arbeitnehmern in Deutschland karriererelevant

  • Herwarth Brune
    Herwarth Brune

    Arbeitszeitflexibilität zählt für 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zu den Top-3-Kriterien bei Karriereentscheidungen

  •  Selbst zu entscheiden, wann und wo sie arbeiten, ist für Frauen und Männer fast gleichermaßen wichtig
  • Bei deutschen Topmanagern steht ortsunabhängiges Arbeiten hoch im Kurs

Die Sehnsucht nach mehr Selbstbestimmung, was Arbeitszeit und Arbeitsort angeht, hat im vergangenen Jahr weltweit deutlich zugenommen – und Angebote zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung gehören inzwischen vielerorts zum Unternehmensalltag. Während Unternehmen in anderen Ländern durch Angebote wie bezahlten Urlaub oder die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit an Attraktivität gewinnen, sind es in Deutschland vor allem die Themen Home-Office (39 Prozent) und Gleitzeit (26 Prozent), die Arbeitnehmer bewegen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Global Candidate Preferences“, für welche der Personaldienstleister ManpowerGroup Solutions 14.000 Berufstätige in 19 Ländern befragt hat.

„Karriere“ spielt als Begriff keine Rolle

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden-Umfrage widmet sich Bewerbervorstellungen vom „guten Job“

Für einen großen Teil der Bewerber (91 %) hängt ein „gutes Leben“ davon ab, ob sie es schaffen, einen „guten Job“ zu ergattern. Die von Arbeitgebern gern bemühte Aussicht auf „Karriere“ spielt für die meisten dabei kaum eine Rolle. Das sind Ergebnisse einer aktuellen softgarden-Umfrage, an der 2.390 Bewerber teilgenommen haben.In Freitextfeldern hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ungestützt Faktoren für einen „guten Job“ zu nennen. In den über 6.000 Einträgen wurden am häufigsten „Geld“ und „Klima“ genannt. Das ist insofern von Bedeutung, als sich die Kommunikation der Arbeitgeber in erster Linie um den Begriff „Karriere“ dreht: Es gibt „Karrierewebsites“, „Karriereveranstaltungen“, Karrieremessen“ etc. Das entspricht offensichtlich weder dem Sprachgebrauch noch dem Mindset der Bewerberinnen und Bewerber: Der Begriff fiel in den über 6.000 Einträgen nur rund 30 Mal.