Arbeitsmarkt

Das Diplom vor dem Aus – Hochschulmarketing jetzt!

Vor zehn Jahren wurde mit der bundesweiten Umstellung des klassischen Studiensystems auf die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge begonnen. Inzwischen ist sie fast abgeschlossen. Damit stehen die traditionellen Abschlüsse Diplom und Magister vor dem Aus. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das künftige Personal- und Hochschulmarketing von Unternehmen?

Monster Employment Index verliert im Dezember sieben Punkte

Marco Bertoli (Monster Deutschland)
Marco Bertoli (Monster Deutschland)

ESCHBORN, 14. Januar 2009 – Der Monster Employment Index sinkt in Deutschland im Dezember um sieben auf 137 Punkte und erreicht den tiefsten Stand der vergangenen elf Monate – ein Zeichen dafür, dass die weltweit angespannte Wirtschaftslage langsam den deutschen Arbeitsmarkt erfasst. Damit befindet sich der deutsche Index – wie auch die Indizes aller anderen europäischen Länder – im Abwärtstrend. Den deutlichsten Rückgang bei den deutschen Online-Stellenangeboten verzeichnete im Dezember der Produktionssektor, der im Vergleich zum Vormonat 20 Punkte verlor, während das Gesundheitswesen um 31 Punkte zulegte und somit den Aufwärtstrend der vergangenen acht Monate bestätigte.

Arbeitsmarkt Gesundheitswesen: Kienbaum-Studie zum Arbeitszeitmanagement in deutschen Krankenhäusern

Arbeitszeitgesetz verursacht Mehrkosten und Einbußen in Behandlungsqualität
Gummersbach, 13. Januar 2009 Die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) stellt deutsche Krankenhäuser auch zwei Jahre nach der Einführung vor große Herausforderungen: 95 Prozent der Krankenhäuser werden nach eigenen Angaben mit Mehrkosten durch die Umstellung auf gesetzeskonforme Dienstpläne konfrontiert, 42 Prozent sprechen sogar von erheblichen Mehrkosten. Für 48 Prozent ist mangelnde Motivation der Mitarbeiter eine Folge des Arbeitszeitgesetzes, knapp ein Drittel führt eine verstärkte Personalfluktuation auf das neue Gesetz zurück. Laut der Kienbaum Health Care-Studie „Arbeitszeitmanagement in deutschen Krankenhäusern“, für die öffentliche, freigemeinnützige und private Krankenhäuser in Deutschland befragt wurden, verzeichnen deutsche Krankenhäuser auch leistungsseitig Einbußen: Knapp ein Fünftel der Häuser gibt Einschränkungen in der Leistungsqualität als Konsequenz aus dem Arbeitszeitgesetz an.

Wirtschaftsakademie: Konjunkturpakete werden kaum Arbeitsplätze retten

BWA-Chef Harald Müller: „Die für Deutschland gedachten Infrastruktur-Milliarden werden sich als Aufbauhilfe Osteuropa erweisen“
Bonn, 13. Januar 2009 – Die von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpakete I und II werden keine Arbeitsplätze in nennenswertem Umfang erhalten, befürchtet die Bonner Wirtschaftsakademie (BWA) in einer aktuellen Analyse zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Solange die Kreditvergabe der Banken untereinander durch gegenseitiges Misstrauen behindert werde, sei die Kreditversorgung der Realwirtschaft weiterhin akut gefährdet. Wie weit sich dieses Misstrauen auflöse, sei frühestens absehbar, wenn die Banken ihre Zahlen für das erste Quartal vorlegten. Hinzu komme, dass sich die Regierungsparteien im Wesentlichen auf Infrastrukturmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur geeinigt hätten.

Nachhaltiges Recruitment ist gefragt

Sascha Theisen, StepStone
Sascha Theisen, StepStone

Von Sascha Theisen, StepStone

Im Herbst des vergangenen Jahres sah Arbeitsminister Olaf Scholz schlaflose Nächte auf sich zukommen. So sprach er – damals noch vor der Eskalation der weltweiten Finanzkrise – von dem Horrorszenario, in einiger Zeit sowohl ansteigende Arbeitslosenzahlen als auch den nach wie vor drängenden Fachkräftemangel beklagen zu müssen. Die Realität scheint Herrn Scholz nun einzuholen.

Im Dezember 2009 stiegen die Arbeitslosenzahlen in Deutschland erstmals wieder. Mehr noch: Die Nürnberger Arbeitsmarktexperten gehen von einer weiter steigenden Quote aus. Gleichzeitig werden zahlreiche Branchenverbände nicht müde, den Mangel an Fach- und Führungskräften im Land anzumahnen. Letztes Beispiel: Gemäß einer Studie des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) glauben mehr als 50 Prozent der Mitgliederunternehmen ihren Bedarf an Elektroingenieuren in 2009 bei Weitem nicht decken zu können. Verstärkt wird diese Einschätzung durch die Tatsache, dass zahlreiche Ingenieure das Rentenalter erreichen und im Gegenzug zu wenige Absolventen von den Universitäten nachkommen.

In Deutschland zählen fünf Prozent der Vollzeit-Erwerbstätigen zu den „Working Poor“

Thomas Rhein, IAB
Thomas Rhein, IAB

In den Jahren 1999 bis 2005 verdoppelte sich der Anteil der Armutsgefährdeten unter den Vollzeit-Erwerbstätigen von drei auf sechs Prozent. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Jahr 2006 sank die Quote zwar wieder um einen Prozentpunkt auf fünf Prozent. Durch die Folgen der Finanzkrise sei dieser Rückgang aber wieder gefährdet, befürchten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

Weltweiter Start der Hewitt-Studie Top Companies for Leaders 2009

Wiesbaden, 12. Januar 2009 – Hewitt Associates startet heute zum vierten Mal die Suche nach den weltweit attraktivsten Arbeitgebern für Führungskräfte, den Top Companies for Leaders. Alle interessierten Unternehmen in Europa, Amerika und Asien können an dieser globalen und umfassendsten Führungskräftestudie teilnehmen, bei der Führungskultur, -strategien und -prozesse im Bereich der Führungskräfteentwicklung analysiert und bewertet werden. Gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Führungskräftekultur und dem Geschäftserfolg eines Unternehmens? Wie können Unternehmen in globalen und komplexen Märkten mit viel Erfolg gute Führungskräfte auswählen und ausbilden? Können sich Unternehmen durch die Entwicklung von Führungskräften auszeichnen und somit einen Wettbewerbsvorteil sichern? Wie können Unternehmen ihre Arbeitgebermarke im Bereich Führungskräfte stärken? Die Studie Top Companies for Leaders wird auch in diesem Jahr sowohl umfangreiche Antworten auf diese und weitere Fragen liefern als auch die Unternehmen auszeichnen, die im Bereich Führungskräfte neue Standards setzen. Die globalen und nationalen Rankings erscheinen im November.

Kienbaum: Fachkräftemangel in Tschechien wird zum Standortnachteil

Maria Smid
Maria Smid

Gummersbach, 3. Dezember 2008 Für Unternehmen einiger Branchen in Tschechien ist es mittlerweile fast unmöglich, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Folglich zeigt sich bei der Entwicklung der Gehälter in diesem Jahr ein stabiler Trend nach oben. Wirtschaftsdaten der Handelskammer zufolge betrug das Bruttojahresgehalt im Jahr 2007 durchschnittlich 10.140 Euro und stieg im zweiten Quartal 2008 auf 11.076 Euro. Somit lag der nominale Zuwachs bei acht Prozent. Signifikante Unterschiede zeigen sich im Vergleich zwischen öffentlichem und privatem Sektor: Während im privaten Sektor der reale Zuwachs 2,3 Prozent beträgt, sinkt die Vergütung im öffentlichen Sektor um 3,6 Prozent. An der Spitze der durchschnittlichen Bruttojahresgehälter liegt wie im Vorjahr die Finanz- und Versicherungsbranche mit rund 21.360 Euro. Im Gegensatz dazu ist das durchschnittliche Bruttojahresgehalt im Hotel- und Gaststättengewerbe rund ein Drittel niedriger.

Sparen: Konzerne wollen Kosten durch Outsourcing um ein Fünftel senken

Steria Mummert Consulting46 Prozent der deutschen Unternehmen sehen in Einsparungen den wichtigsten Vorteil des Auslagerns von Leistungen an externe Partner. Vor allem Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern verbinden damit hohe Erwartungen: So rechnen drei von zehn Großbetrieben mit Einsparungen über 20 Prozent. Gerade diese Unternehmen schätzen aber auch überdurchschnittlich die mit der Auslagerung verbundene Flexibilität. Kapazitätsanpassungen können mit Hilfe externer Partner schnell realisiert werden. Das ist das Ergebnis der Studie „Erfolgsmodelle im Outsourcing“ von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit InformationWeek und dem ImWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung.

Stellenausschreibungen steigen an – kurzes Aufbäumen oder Trendwende?

+ + + +  Editorial: Urlaub von der Wirtschaftskrise?  + + + +

Johannes Hack, JobScout24
Johannes Hack, JobScout24

Die aktuellen statistischen Auswertungen des JobScout24 Arbeitsmarkt-Tickers für Dezember 2008 sprechen eine deutliche Sprache – mit überraschendem Inhalt. Nach 3-monatiger Talfahrt der Anzahl an ausgeschriebenen Stellenzeigen*),  nimmt die Entwicklung zum Jahresabschluss wieder Kurs nach oben. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängt: Bleibt es bei einem kurzen Aufbäumen oder wird daraus eine echte Trendwende? Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung,  setzt zwar auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung, das bis zu 250.000 Jobs retten könne, die ansonsten gefährdet seien. Auch der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise prognostiziert zwar steigende Arbeitslosenzahlen, rechnet aber nicht damit, dass eine Höchstmarke von 4 Millionen Arbeitslosen überschritten wird. Ein deutliches Indiz dafür, so Weise, sei die große Anzahl der Unternehmen, die die Konjunkturflaute durch Kurzarbeit ausgleichen. Das sei klassischerweise ein Indikator dafür, dass die Unternehmen nicht mit dauerhaft rückläufiger Auftragslage rechnen würden. Was bedeutet das aber nun für die weitere Entwicklung der Stellenausschreibungen? Die Analyse der Januar-Zahlen wird Aufschluss darüber geben, ob die Wirtschaftskrise vielleicht doch weniger dramatische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat, als derzeit vieler Orts befürchtet wird. …