Arbeitsmarkt

Glassdoor Ranking: Tech im Trend – das sind die 15 beliebtesten Berufe unter Jobsuchenden

  • Data Scientist, Projekt und Produkt Manager sind Berufsbilder der Stunde
  • Marketing, Machine Learning und Finance sind Berufsfelder mit Zukunft
  • Praktika und Quereinstieg stark nachgefragt

 In den letzten Wochen ließen einige Schwergewichte der deutschen Wirtschaft mit Stellenstreichungen aufhorchen. Nach Jahren des Wachstums führt das zu Fragen, wie: Ist der seit Jahren anhaltende Jobboom möglicherweise am Ende? Welche Jobs sind vor dem Hintergrund des digitalen Wandels zukunftstauglich und -sicher? Glassdoor, eine der weltweit größten Job- und Recruiting-Plattformen, hat die Diskussionen zum Anlass genommen, die aktuelle Nachfrage von Jobsuchenden aus Deutschland nach konkreten Berufen und Berufsfeldern auf der eigenen Plattform zu analysieren. Entstanden sind dabei Ranglisten mit 15 konkreten Berufsbezeichnungen, die am stärksten von Nutzern gesucht werden, und eine mit 10 beliebten Berufsfeldern.

Felix Altmann

Das sind die 15 Berufe mit der größten Nachfrage auf Glassdoor von Jobsuchenden aus Deutschland:

Einmal Mittelstand, immer Mittelstand: Die meisten Arbeitnehmer bevorzugen kleinere Unternehmen – und bleiben ihnen treu 

Ob Porsche, Bosch oder Microsoft – regelmäßig stehen bekannte Namen an der Spitze von Arbeitgeber-Rankings in Deutschland. Oft handelt es sich dabei um große Unternehmen, die bei der Personalgewinnung von der Strahlkraft ihrer Marke profitieren. Übergreifend betrachtet sind jedoch kleinere Arbeitgeber bei Fachkräften am beliebtesten. Das zeigt der StepStone Mittelstandsreport 2019, für den die Online-Jobplattform mehr als 22.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt hat. Während 59 Prozent aller Befragten demnach am liebsten bei einem kleineren oder mittleren Unternehmen (KMU) arbeiten würden, bevorzugen nur 12 Prozent einen Job in einem Großkonzern  (> 5.000 Angestellte).

Die Studie zeigt auch: 76 Prozent derjenigen, die bereits im Mittelstand beschäftigt sind, möchten auch in Zukunft bei einem KMU arbeiten. Nur fünf Prozent von ihnen wollen künftig lieber in einen Großkonzern wechseln. Laut Studie schätzen die Beschäftigten in KMU an ihrem Arbeitgeber vor allem die familiäre Atmosphäre, die flachen Hierarchien und den hohen individuellen Gestaltungsspielraum.

Dr. Anastasia Hermann

BA: Der Arbeitsmarkt im Juli 2019 – Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem jahreszeitlich bedingt

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Juli vor allem aufgrund der einsetzenden Sommerpause gestiegen. Die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern geht leicht zurück, und die Beschäftigung nimmt weiter zu, aber weniger dynamisch als zuletzt.“, sagte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Juli: +59.000 auf 2.275.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -49.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent
Der BA-X im Juli 2019

Gehalt, Lohnsteuer und Co – das muss bei verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen beachtet werden

Geringfügig entlohnte, kurzfristige oder langfristige Beschäftigung – mit unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen gehen auch immer unterschiedliche Anforderungen bezüglich des Gehalts, der Lohnsteuer und anderen Abgaben mit einher. Dieser Überblick soll dabei helfen, alle wichtigen Beschäftigungsformen und Anforderungen zu definieren. Auch der Frage nach mehreren parallellaufenden Arbeitsverhältnissen soll im Folgenden nachgegangen werden.

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Gegenwind wird stärker

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juli um 0,6 Punkte gefallen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weist mit 101,6 Punkten zwar noch einen positiven Stand aus, ist aber gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich gesunken. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im Sommer 2013. Sowohl die Aussichten für die Arbeitslosigkeits- als auch für die Beschäftigungsentwicklung verschlechterten sich.

Enzo Weber

HAYS-FACHKRÄFTE-INDEX Q2/2019: RUN AUF FACHKRÄFTE GESTOPPT

Die schwächelnde Konjunktur wirkt sich nun – zeitlich verzögert – auf den Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus. Der Hays-Fachkräfte-Index sank im 2. Quartal 2019 um 6 Punkte auf den neuen Wert von 155. Für den Rückgang verantwortlich ist vor allem die deutlich geringere Nachfrage nach Ingenieuren. Sie fiel um 20 Indexpunkte. Auch IT-Spezialisten wurden im letzten Quartal weniger gesucht, der Index war mit 4 Punkten leicht rückläufig. Gegen den allgemeinen Trend positiv entwickelte sich die Zahl der Stellenangebote für Finanz-Fachkräfte (von 164 auf 173 Indexpunkte).

Christoph Niewerth

20.000 neue Arbeitsplätze im IT-Mittelstand

  • Beschäftigung im deutschen IT-Mittelstand steigt auf 495.000
  • Umsätze sinken leicht auf 73 Milliarden Euro

Der IT-Mittelstand schafft Jobs, tut sich aber schwer bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze haben die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres geschaffen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg um 4 Prozent auf gut 495.000.

Dirk Röhrborn

Landflucht: Von Abwanderung betroffene Arbeitsmärkte stärken

Von Alexander Burstedde und Dirk Werner

Junge und gut ausgebildete Menschen sind besonders mobil. Seit 2004 ziehen sie zunehmend in die Städte und gründen ihre Familien dort. In der Folge steigt auf dem Land das Durchschnittsalter und es fehlt dort zunehmend an hochqualifizierten Arbeitskräften und Schulabgängern.

 

Von Abwanderung betroffene Arbeitsmärkte stärken
Foto: iStock

ifo Institut: Kurzarbeit konzentriert sich bislang auf acht Branchen

Die Kurzarbeit in der deutschen Industrie konzentriert sich bislang auf acht Branchen. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. Besonders betroffen – mit einem Anteil von 30 Prozent – sind die Betriebe im Sonstigen Fahrzeugbau, also Hersteller von Schiffen, Zügen, Luft- und Raumfahrzeugen, Panzern und von Motor- und Fahrrädern.

In der Textilindustrie liegt der Anteil bei 25 Prozent der Firmen, bei Leder, Lederwaren und Schuhen bei 18 Prozent. Bei Metallerzeugung und -bearbeitung sind es 9 Prozent, im Maschinenbau 7 Prozent, bei Autos und Autoteilen 7 Prozent, bei Gummi- und Kunststoffwaren 6 Prozent, bei elektrischen Ausrüstungen 5 Prozent.

Timo Wollmershäuser

DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2019: Softwareentwicklung ist mehr als Java

  • Entwickler arbeiten im Team, agil und interdisziplinär
  • Höchster Bedarf in IT, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Elektroindustrie
  • Softwareentwicklung zunehmend Tätigkeitsfeld auch für Ingenieure

Softwareentwickler sind die am zweithäufigsten gesuchten Fachkräfte, so der DEKRA Arbeitsmarkt-Report. Was Recruiter beunruhigt, dürfte Kandidaten mit einer einschlägigen Ausbildung freuen: Bewerber können zwischen vielen Jobangeboten wählen und Arbeitgeber legen sich mächtig ins Zeug, um in die engere Wahl der Entwickler zu kommen. Auch das Arbeitsumfeld und die Zusatzleistungen lassen kaum Wünsche offen, wie die Analyse von 350 Stellenanzeigen zeigt. Doch die Anforderungen sind hoch und Kandidaten benötigen neben fundierten Programmierkenntnissen Erfahrung in verschiedenen anderen Bereichen des Entwicklungsprozesses. Idealerweise bringen sie hierfür einen Hochschulabschluss sowie Berufserfahrung mit.