Management

Bescheidenheit: Das Gegenmittel bei schlechtem Führungsstil

Erste Untersuchungsergebnisse betonen die Bedeutung von Bescheidenheit für den Führungsstil

 

Menschen, die Selbstvertrauen und Charisma ausstrahlen, gelten als Führungspersönlichkeiten – intelligent, interessant und interessiert. Doch nicht selten richten solche Menschen in Unternehmen einen erheblicher Schaden an. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bescheidenheit eine weit wichtigere Eigenschaft in der Führungsetage darstellt als Charisma.

In Unternehmen bevorzugt man ganz allgemein sogenannte „Manager-Typen“. Personen also, die sich gut verkaufen können und interessant sind, dazu noch politisch gebildet; ihnen ist ein Platz auf der Karriereleiter sicher. Sie wissen, wie man vorankommt und welche Strippen sie ziehen müssen, um wahrgenommen zu werden. Dabei gehen sie ganz strategisch vor und umgarnen ihre potenziellen Förderer in der Hoffnung, durch Macht, Einfluss, Status und besondere Vorteile belohnt zu werden.

Personaler rein in die Führungsebene!

Warum HR in Zukunft strategischer gedacht werden muss – und warum es dazu den CHRO braucht

Dr. Ole Menschig

Lange Jahre fristeten die HR-Abteilungen zahlreicher Unternehmen ein Schattendasein: eher stiefmütterlich wurde sich um die Auswahl und Förderung kompetenter Personalmanager gekümmert. Nun wächst die Wirtschaft seit Jahren ohne absehbare Flaute, die Digitalisierung verändert viele Industrieunternehmen nachhaltig – und die Fachkräfte werden knapper und knapper. Um Unternehmensziele zu erreichen sind kompetente Facharbeiter jedoch unabdingbar.

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl

Von Peter M. Wald

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl – Gespräch mit Philipp Schuch

Peter M. Wald

Der diesjährige HR Innovation Day kommt mit Riesenschritten näher. Der Tradition gemäß bitte ich die Workshop-Hosts einige Fragen zu ihren Workshops beantworten. Heute führe ich ein Interview mit Philipp Schuch, der einen Workshop unter der Überschrift „Ist Geld wirklich alles? Was kann evidenzbasiertes (HR-)Management in der Praxis bewirken?“ anbieten wird. Ein herzlicher Dank bereits vorab Philipp für die erneute aktive Mitwirkung am HR Innovation Day.

Führungsstile: Wie Chefs sich selbst wahrnehmen

Dr. Sebastian Dettmers

Führungskräfte haben einen starken Einfluss auf die Leistung und den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter. Ihr Verhalten wirkt sich in der Regel unmittelbar auf den Erfolg eines Teams aus. Daher sehen sich die meisten Führungskräfte in der Rolle eines Taktgebers für die Zusammenarbeit: 58 Prozent der befragten Vorgesetzten in Deutschland geben an, dass sie ihren Mitarbeitern eine klare Richtung vorgeben, damit keine Unsicherheiten entstehen. Das haben die Online-Jobplattform StepStone und die Personal- und Managementberatung Kienbaum in einer Studie unter 3.500 Führungskräften herausgefunden. Die Untersuchung zeigt, wie sich Chefs in Deutschland selbst wahrnehmen.

Digitale Führungskompetenzen stärken – Unternehmensstrukturen im Wandel der Zeit

 

Thomas Wetzel

Thomas Wetzel, Business Unit Manager Training & Coaching, Hager Unternehmensberatung

Die Erkenntnis, dass sich Unternehmensstrukturen aufgrund des technologischen Wandels verändern und sich das auch auf das Personalmanagement auswirkt, ist eine Selbstverständlichkeit im HR-Bereich. Trotzdem wird leider allzu häufig versäumt, auch in die Entwicklung der Führungsebenen zu investieren.

Durch die Verlagerung der Schwerpunkte, die bei der Besetzung rund um das Thema Digitalisierung entstanden sind, hat auch die Mitarbeiterentwicklung eine viel stärkere Gewichtung erlangt. Einhergehend mit den erforderlichen fachlichen Themen, sind die Soft Skills und das richtige Mind Set viel wichtiger geworden. So sollten Fachkräfte beispielsweise in ihrem Spezialisierungsgebiet absolut sattelfest sein, aber darüber hinaus weitere angrenzende Themen abdecken und verstehen können. Von den Führungskräften wird unter anderem eine ausgeprägte Digitalkompetenz erwartet. Um diese Fähigkeiten und alle anderen Kompetenzen regelmäßig zu aktualisieren, ist es für alle Unternehmen –unabhängig von der Branche –  immer wieder ratsam, die besten Mitarbeiter, gestandene Führungskräfte und auch High Potentials mit qualifizierten Weiterbildungsmaßnahmen up-to-date zu halten, um auch für künftige Anforderungen qualifizierte Expertise an Bord zu haben.

Personalwechsel bei EWE, FAZ, KfW, Königsteiner & Co

Autor: Bernd Gey, Personalintern

EWE AG: Mit neuem Personalvorstand ist der Vorstand komplett
Dr. Urban Keussen
(52) verantwortet künftig – geplant ist sein Eintritt zum 1. März 2018 – das Ressort Technik im Vorstand des Energieunternehmens EWE AG (Oldenburg). Er ist aktuell stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes beim niederländischen Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Vorsitzender der Geschäftsführung dessen deutscher Tochtergesellschaft TenneT TSO. Der künftige EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er sein Amt bereits am 12. Januar 2018 antreten wird. Der genaue Eintrittstermin des neuen EWE-CEO stand bislang noch nicht fest (PERSONALintern 45/2017).

HR ist seit vielen Jahren eine „lebendige Leiche“

Thomas Sattelberger ist als Ex-Personalvorstand von Lufthansa und der Deutschen Telekom nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen und sich im vorauseilenden Gehorsam diplomatisch und politisch korrekt und  zu wichtigen Themen des Personalwesens zu äußern.

Es entspricht seinem Naturell, Themen und Forderungen überspitzt zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. „Pinguine stellen Pinguine ein“ gilt als ein typisches Sattelberger-Zitat, mit dem er die Eintönigkeit und Gleichmacherei bei Personaleinstellungen scharf kritisierte.

Nationaler Hintergrund wirkt sich auf den Führungsstil aus

Dr. Tomas Chamorro-Premuzic

Hogan Assessment Systems hat die Persönlichkeit und Werte von mehr als 11.000 Europäischen Managern und Geschäftsführern untersucht und festgestellt, dass die nationale Herkunft die Werte der Führungskraft und die Unternehmenskultur, die sie schaffen, beeinflussen kann. Kulturelle Vielfältigkeit spielt bei jedem Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. In einem multinationalen Umfeld können Werte, die mit der nationalen Herkunft beispielsweise eines Vorstandes in Verbindung gebracht werden, für das Personalmanagement bedeutend sein.

Zwischen Etablieren und Realisieren: Das neue Performance Management

Professionelles Performance-Management wird angesichts der aktuellen disruptiven Veränderungen in Organisationen und ganzen Industriezweigen sowie des Fachkräftemangels für Unternehmen immer erfolgsentscheidender. Doch wie die neue Studie „HR-Performance Management 2020“ von FRANKFURT BUSINESS MEDIA in Kooperation mit Cornerstone OnDemand berichtet, gibt es bei den Themen systematische Leistungsbewertungen sowie Feedbackkultur noch Defizite. Vor allem im Mittelstand herrscht großer Handlungsbedarf.

Performance Management

Mitarbeiter wünschen Anerkennung im Job

Wertschätzung des Vorgesetzten, Anerkennung im Job – viele erfolgreiche Führungsprinzipien basieren auf Feedback durch den Vorgesetzten. Besonders dann, wenn der Mitarbeiter etwas mehr als Routine gezeigt hat in der Erfüllung der Aufgaben. Die US-Firma O.C. Tanner, die jüngst eine Niederlassung in Deutschland eröffnete, stellt dieses Wertschäftungsprinzip in den Mittelpunkt seines Geschäftsmodells. Es geht dabei nicht nur um die Geburtstagsglückwünsche, die Torte für eine Feier zum Arbeitsjubiläum oder ähnliches. Wer sich einmal die vom O.C. Tanner Institute zusammengestellten Studienergebnisse ansieht, wird überrascht sein, worauf es aus Sicht der Mitarbeiter wirklich ankommt.

Generation Y ist am wenigsten mit ihrem Job zufrieden

Dr. Michael Träm
Dr. Michael Träm

Altersgruppen-Analyse zu Erwartungen an den Arbeitsplatz und an Führungskräfte

Was denken unterschiedliche Generationen über ihren Arbeitsplatz und ihre Führungskräfte? Antworten liefert eine aktuelle Analyse der Unternehmensberatung Hay Group. Während die jüngsten und die ältesten Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz besonders zufrieden sind, fallen die Jahrgänge 1980 bis 1994 (Generation Y) deutlich ab. Die verschiedenen Altersgruppen unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Erwartungen an Führungskräfte.

HR-Management: Doppelkopf im Augsburger Personalamt

(Quelle: PERSONALintern Bernd Gey)

Doppelspitze im Augsburger Personalamt

Dagmar Götz und Inge Zuleger leiten seit Januar 2015 als Doppelspitze gemeinsam das Personalamt der Stadt Augsburg. Damit übernimmt Augsburg bayernweit eine Vorreiterrolle, ist sie doch die einzige Stadt in Bayern, in der ein „Schlüsselamt“ wie das Personalamt, von einer weiblichen Doppelspitze in Teilzeit geleitet wird. Die beiden Juristinnen und Mütter von je zwei Kindern arbeiten bereits seit 2007 im Personalamt und sind ein eingespieltes Team. Jede der beiden Amtsleiterinnen übernimmt in der neuen Funktion schwerpunktmäßig Teilbereiche, die sie verantwortet. Führungsaufgaben wollen sie gemeinsam wahrnehmen.

Bislang einmalig in einer bayerischen Kommune: Das Personalamt der Stadt Augsburg wird ab 2015 von Dagmar Götz (links) und Inge Zuleger gemeinsam als Doppelspitze geleitet. Foto: Siegfried Kerpf
Bislang einmalig in einer bayerischen Kommune: Das Personalamt der Stadt Augsburg wird ab 2015 von Dagmar Götz (links) und Inge Zuleger gemeinsam als Doppelspitze geleitet.
Foto: Siegfried Kerpf

Digital-affine CIOs gestalten die Unternehmensstrategie maßgeblich mit

  • Olaf Riedel
    Olaf Riedel

    Führende CIOs machen die IT fit für die Entwicklung neuer Produkte

  • Erfolgreiche CIOs haben ein sehr gutes Standing im Unternehmen
  • Strategiekompetenz, Branchenwissen, Marktkenntnisse – digital-affine CIOs kennen die relevanten Eigenschaften, um als CIO erfolgreich zu sein
  • Führende CIOs sind trendaffin und offen für Karrieretipps
  • Erfolgreiche CIOs haben einen guten Draht zum CEO

Digital-affine CIOs, die den digitalen Wandel im Unternehmen aktiv gestalten, können sich als wichtige Player in der Führungsmannschaft ihres Unternehmens etablieren: 57 Prozent dieser CIOs sind maßgeblich in strategische Entscheidungen des Unternehmens eingebunden. Im Vergleich dazu nehmen lediglich 45 Prozent anderer CIOs von Unternehmen mit starker Abhängigkeit von der IT Einfluss auf die strategische Ausrichtung.

Hohe Reaktionsgeschwindigkeit ist ein wesentlicher Erfolgsgarant im Change Management

Claudia Schmidt, Mutaree GmbH
Claudia Schmidt, Mutaree GmbH

Ob globale Produkteinführungen in volatilen Märkten oder die regionale Konsolidierung einer schwachen Unternehmensstruktur – Organisationen werden täglich mit sich ändernden Rahmenbedingungen konfrontiert. Veränderungen in Unternehmen müssen situationsgerecht durch Change-Projekte begleitet werden, damit die Business-Effizienz nicht geschwächt oder negativ beeinflusst wird. Ein leistungsfähiges Unternehmen setzt dabei allerdings immer auf eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit und erkennt Veränderungen zwar als Herausforderung an, nimmt diese aber gleichzeitig auch als Chance wahr.

Glück als Wirtschaftsfaktor – Thema der 8. Ludwigshafener Personalgespräche

Prof. Dr. Jutta Rump
Prof. Dr. Jutta Rump

Die diesjährigen „Ludwigshafener Personalgespräche“ griffen ein weiches Thema mit harter ökonomischer Wirkung auf: Glücksökonomie und die Fragen, inwieweit Glück als Erfolgsfaktor für Unternehmen von Bedeutung sei und wie sich dieses managen lässt. Gefragt wurde nach der Definition von Glück, den Auswirkungen des Wohlbefindens auf die Leistung der Mitarbeiter und den Einflussmöglichkeiten von Führungskräften. Der Abend zeigte, dass Glückmanagement in Unternehmen keine Esoterik ist, sondern gezielte mitarbeiterzentrierte Personalführung.