Management

Studie von Rochus Mummert: Agilität – Deutsche Unternehmen müssen Führungs- und Leistungskultur neu definieren

Die Mehrheit der befragten Unternehmen in Deutschland sieht großen Bedarf, ihre Agilität zu steigern: Nur 23 Prozent schätzen sich aktuell als „sehr agil“ oder „ausreichend agil“ ein. So glauben knapp 60 Prozent, dass sie sich bis 2025 in ihrer Führungs- und Leistungskultur neu erfinden werden müssen. Zu diesem Ergebnis kommt das 6. HR-Leadership-Panel von Rochus Mummert, für das die Personalberatung in diesem Jahr branchenübergreifend 180 Unternehmen befragt hat.

Volatilität und Komplexität setzen Unternehmen unter Druck
„Die Rahmenbedingungen für Unternehmen ändern sich heutzutage immer schneller“, sagt Dr. Linus Gemmeke, Partner bei Rochus Mummert und Co-Autor der Studie. „Es ist keine Erfolgsformel mehr, das zu tun, was man gestern getan hat. Diese Erkenntnis setzt viele Führungskräfte unter erheblichen Druck.“

Dr. Linus Gemmeke

Bescheidenheit: Das Gegenmittel bei schlechtem Führungsstil

Erste Untersuchungsergebnisse betonen die Bedeutung von Bescheidenheit für den Führungsstil

 

Menschen, die Selbstvertrauen und Charisma ausstrahlen, gelten als Führungspersönlichkeiten – intelligent, interessant und interessiert. Doch nicht selten richten solche Menschen in Unternehmen einen erheblicher Schaden an. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bescheidenheit eine weit wichtigere Eigenschaft in der Führungsetage darstellt als Charisma.

In Unternehmen bevorzugt man ganz allgemein sogenannte „Manager-Typen“. Personen also, die sich gut verkaufen können und interessant sind, dazu noch politisch gebildet; ihnen ist ein Platz auf der Karriereleiter sicher. Sie wissen, wie man vorankommt und welche Strippen sie ziehen müssen, um wahrgenommen zu werden. Dabei gehen sie ganz strategisch vor und umgarnen ihre potenziellen Förderer in der Hoffnung, durch Macht, Einfluss, Status und besondere Vorteile belohnt zu werden.

Personaler rein in die Führungsebene!

Warum HR in Zukunft strategischer gedacht werden muss – und warum es dazu den CHRO braucht

Dr. Ole Menschig

Lange Jahre fristeten die HR-Abteilungen zahlreicher Unternehmen ein Schattendasein: eher stiefmütterlich wurde sich um die Auswahl und Förderung kompetenter Personalmanager gekümmert. Nun wächst die Wirtschaft seit Jahren ohne absehbare Flaute, die Digitalisierung verändert viele Industrieunternehmen nachhaltig – und die Fachkräfte werden knapper und knapper. Um Unternehmensziele zu erreichen sind kompetente Facharbeiter jedoch unabdingbar.

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl

Von Peter M. Wald

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl – Gespräch mit Philipp Schuch

Peter M. Wald

Der diesjährige HR Innovation Day kommt mit Riesenschritten näher. Der Tradition gemäß bitte ich die Workshop-Hosts einige Fragen zu ihren Workshops beantworten. Heute führe ich ein Interview mit Philipp Schuch, der einen Workshop unter der Überschrift „Ist Geld wirklich alles? Was kann evidenzbasiertes (HR-)Management in der Praxis bewirken?“ anbieten wird. Ein herzlicher Dank bereits vorab Philipp für die erneute aktive Mitwirkung am HR Innovation Day.

Führungsstile: Wie Chefs sich selbst wahrnehmen

Dr. Sebastian Dettmers

Führungskräfte haben einen starken Einfluss auf die Leistung und den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter. Ihr Verhalten wirkt sich in der Regel unmittelbar auf den Erfolg eines Teams aus. Daher sehen sich die meisten Führungskräfte in der Rolle eines Taktgebers für die Zusammenarbeit: 58 Prozent der befragten Vorgesetzten in Deutschland geben an, dass sie ihren Mitarbeitern eine klare Richtung vorgeben, damit keine Unsicherheiten entstehen. Das haben die Online-Jobplattform StepStone und die Personal- und Managementberatung Kienbaum in einer Studie unter 3.500 Führungskräften herausgefunden. Die Untersuchung zeigt, wie sich Chefs in Deutschland selbst wahrnehmen.

Digitale Führungskompetenzen stärken – Unternehmensstrukturen im Wandel der Zeit

 

Thomas Wetzel

Thomas Wetzel, Business Unit Manager Training & Coaching, Hager Unternehmensberatung

Die Erkenntnis, dass sich Unternehmensstrukturen aufgrund des technologischen Wandels verändern und sich das auch auf das Personalmanagement auswirkt, ist eine Selbstverständlichkeit im HR-Bereich. Trotzdem wird leider allzu häufig versäumt, auch in die Entwicklung der Führungsebenen zu investieren.

Durch die Verlagerung der Schwerpunkte, die bei der Besetzung rund um das Thema Digitalisierung entstanden sind, hat auch die Mitarbeiterentwicklung eine viel stärkere Gewichtung erlangt. Einhergehend mit den erforderlichen fachlichen Themen, sind die Soft Skills und das richtige Mind Set viel wichtiger geworden. So sollten Fachkräfte beispielsweise in ihrem Spezialisierungsgebiet absolut sattelfest sein, aber darüber hinaus weitere angrenzende Themen abdecken und verstehen können. Von den Führungskräften wird unter anderem eine ausgeprägte Digitalkompetenz erwartet. Um diese Fähigkeiten und alle anderen Kompetenzen regelmäßig zu aktualisieren, ist es für alle Unternehmen –unabhängig von der Branche –  immer wieder ratsam, die besten Mitarbeiter, gestandene Führungskräfte und auch High Potentials mit qualifizierten Weiterbildungsmaßnahmen up-to-date zu halten, um auch für künftige Anforderungen qualifizierte Expertise an Bord zu haben.

Personalwechsel bei EWE, FAZ, KfW, Königsteiner & Co

Autor: Bernd Gey, Personalintern

EWE AG: Mit neuem Personalvorstand ist der Vorstand komplett
Dr. Urban Keussen
(52) verantwortet künftig – geplant ist sein Eintritt zum 1. März 2018 – das Ressort Technik im Vorstand des Energieunternehmens EWE AG (Oldenburg). Er ist aktuell stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes beim niederländischen Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Vorsitzender der Geschäftsführung dessen deutscher Tochtergesellschaft TenneT TSO. Der künftige EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er sein Amt bereits am 12. Januar 2018 antreten wird. Der genaue Eintrittstermin des neuen EWE-CEO stand bislang noch nicht fest (PERSONALintern 45/2017).

HR ist seit vielen Jahren eine „lebendige Leiche“

Thomas Sattelberger ist als Ex-Personalvorstand von Lufthansa und der Deutschen Telekom nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen und sich im vorauseilenden Gehorsam diplomatisch und politisch korrekt und  zu wichtigen Themen des Personalwesens zu äußern.

Es entspricht seinem Naturell, Themen und Forderungen überspitzt zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. „Pinguine stellen Pinguine ein“ gilt als ein typisches Sattelberger-Zitat, mit dem er die Eintönigkeit und Gleichmacherei bei Personaleinstellungen scharf kritisierte.

Nationaler Hintergrund wirkt sich auf den Führungsstil aus

Dr. Tomas Chamorro-Premuzic

Hogan Assessment Systems hat die Persönlichkeit und Werte von mehr als 11.000 Europäischen Managern und Geschäftsführern untersucht und festgestellt, dass die nationale Herkunft die Werte der Führungskraft und die Unternehmenskultur, die sie schaffen, beeinflussen kann. Kulturelle Vielfältigkeit spielt bei jedem Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. In einem multinationalen Umfeld können Werte, die mit der nationalen Herkunft beispielsweise eines Vorstandes in Verbindung gebracht werden, für das Personalmanagement bedeutend sein.

Zwischen Etablieren und Realisieren: Das neue Performance Management

Professionelles Performance-Management wird angesichts der aktuellen disruptiven Veränderungen in Organisationen und ganzen Industriezweigen sowie des Fachkräftemangels für Unternehmen immer erfolgsentscheidender. Doch wie die neue Studie „HR-Performance Management 2020“ von FRANKFURT BUSINESS MEDIA in Kooperation mit Cornerstone OnDemand berichtet, gibt es bei den Themen systematische Leistungsbewertungen sowie Feedbackkultur noch Defizite. Vor allem im Mittelstand herrscht großer Handlungsbedarf.

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