Arbeitsmarkt Deutschland

Deutscher Arbeitsmarkt ist weiterhin robust

Arbeitsmarktkommentar von Dr. Annina Hering, Economist Indeed DACH

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist immer noch hoch: Die Zahl der Erwerbstätigen ist zum Oktober 2019 erneut gestiegen. Zwar gehen die neu gemeldeten Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit zurück – um hier allerdings eine verlässliche Schlussfolgerung ziehen zu können, müssen die Zahlen der IAB-Stellenerhebung abgewartet werden, die tatsächlich alle offenen Stellen in Deutschland umfassen, aber derzeit erst für das zweite Quartal 2019 vorliegen.

Dr. Annina Hering

Der virtuelle Arbeitsmarkt im zweiten Quartal 2018

Jakub Zavrel

Arbeitsmarkt Deutschland – Im zweiten Quartal 2018 wurden rund 4,37 Millionen Stellenanzeigen online veröffentlicht, wobei diese für Praktika, freiberufliche Tätigkeiten, Nebenjobs oder freiwillige Arbeit sowie Volontariate von dieser Analyse ausgeschlossen wurden.  Das sind mehr als 12% der Stellenanzeigen im zweiten Quartal 2017. 2,43 Millionen davon waren Dubletten, womit 1,94 Millionen duplikatfreie Stellenangebote verbleiben, die Jobfeed erkannt und zusammengefasst hat. Daraus geht hervor das jedes Stellenangebot auf durchschnittlich 2,24 verschiedenen Websites und Jobportalen veröffentlicht wird. Von den verbleibenden 1,94 Millionen dublikatfreien Stellenanzeigen stammen beinahe 60% Prozent von direkten Arbeitgebern, wobei die meisten Anzeigen immer noch von Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern kommen (54,8%).

Deutschland auf Platz 2 der beliebtesten Arbeitsmärkte der Welt

  • Deutschland bei ausländischen Arbeitnehmern so beliebt wie nie zuvor – im Ländervergleich auf Rang 2 direkt hinter den USA
  • Berlin lässt in Sachen Attraktivität immer mehr Städte hinter sich und steigt vom sechsten auf den dritten Rang
  • Für Fachkräfte aus Europa ist Standort Deutschland absoluter Favorit

Deutschland ist als Arbeitsdestination weltweit beliebter denn je und landet im Ländervergleich auf Rang 2 – lediglich in die USA zieht es noch mehr Arbeitnehmer. Das zeigt die gemeinsame Studie Decoding Global Talent von StepStone, The Boston Consulting Group (BCG) und The Network, für die rund 366.000 Arbeitnehmer in 197 Ländern befragt wurden. In einer vergleichbaren Studie aus dem Jahr 2014 hatte Deutschland noch den vierten Platz belegt.

Skyline Frankfurt am Main

Differenzierte Arbeitsmarktsituation in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (Q2 2014)

Jakub Zavrel, CEO & Founder, Textkernel
Jakub Zavrel, CEO & Founder, Textkernel

Anfang des Monats hat Textkernel den Q2-2014 Index zum deutschen, französischen und niederländischen Arbeitsmarkt veröffentlicht. Der Index basiert auf einer Analyse mit Millionen von Stellenangeboten, die im zweiten Quartal 2014 online veröffentlicht und von Jobfeed gesammelt wurden. Jobfeed ist das Arbeitsmarktanalysetool von Textkernel. Vergleicht man die Zahlen der drei Länder, kann man die folgenden Trends und Muster beobachten.

Bremsspuren der Wirtschaftskrise: Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember und im Jahr 2008

„Das Jahr 2008 war eines der besten Jahre für den Arbeitsmarkt. Allerdings zeigen die Dezember-Daten, dass die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt erreicht hat. Entsprechend gedämpft ist auch unser Optimismus für das Jahr 2009“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. …