Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2018: Positive Entwicklung auch am Jahresende

Detlef Scheele

„Der Arbeitsmarkt hat sich weiter sehr gut entwickelt, obwohl der wirtschaftliche Aufwärtstrend etwas an Schwung verloren hat. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weiterhin rückläufig, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern liegt unverändert auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Dezember: +23.000 auf 2.210.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -175.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent

Das waren 2018 die attraktivsten Städte für Fachkräfte

In den größten Städten Deutschlands liegen die Standorte von zahlreichen Unternehmen. Damit ziehen diese Städte magnetisch Fachkräfte an, die aus umliegenden oder weiter entfernten Ortschaften pendeln. Doch wo hatten Jobsuchende in diesem Jahr die besten Chancen, eine neue Stelle zu finden? Die Online-Jobplattform StepStone hat untersucht, in welchen Städten der Arbeitsmarkt im Zeitraum vom ersten bis zum dritten Quartal 2018 besonders geboomt hat.

Platz 1: Frankfurt am Main
Die größte Stadt Hessens war der klare Spitzenreiter, wenn es um die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften ging. So kamen auf 100.000 Einwohner pro Monat durchschnittlich 1.747 Stellenausschreibungen – so viele wie in keiner anderen Großstadt in Deutschland. Als eines der wichtigsten Finanz- und Dienstleistungszentren ist Frankfurt auch der Standort zahlreicher Unternehmen wie z. B. Deutsche Lufthansa, Schenker Deutschland oder Commerzbank. Besonders Finanzexperten und IT-Spezialisten wurden verstärkt in der fünftgrößten Stadt Deutschlands gesucht.

OECD: Förderung oder Flexibilisierung der Arbeitsplätze

In einer sich wandelnden Arbeitswelt muss auch die Arbeitsmarktpolitik neu gedacht werden. Dazu hat die OECD ihre Job Strategy überarbeitet und heute in Paris vorgelegt. Die Analyse zeigt unter anderem, dass Länder, die Quantität, Qualität und Integration von Arbeitsplätzen fördern – wie Dänemark, Island, Norwegen und Schweden – besser abschneiden als Länder, die sich überwiegend auf Flexibilisierung der Arbeitsmärkte konzentrieren. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind zwar unerlässlich, um die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze in einem immer dynamischeren Umfeld zu fördern, doch müssen die Gewinne und Kosten fair zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern verteilt werden.

Das ist eine Zäsur in der deutschen Wirtschaftsgeschichte

Gerrit Nagel

Ein Gastbeitrag von Dr. Johannes Terhalle und Gerrit Nagel

Diese Nachricht aus der letzten Oktoberwoche hat eingeschlagen: Erstmals waren im Oktober in Deutschland mehr als 45 Millionen Menschen erwerbstätig

Das ist aus vielen Gründen eine Zäsur. Die Zahlen sind extrem, aber die Konsequenzen dahinter sind erst recht extrem! In 10 Jahren ist in Deutschland die Beschäftigtenzahl um den Faktor des 1,5-fachen eines Landes wie Österreich gewachsen. Die deutschlandweite (!) Arbeitslosenquote ist unter 5% gefallen ist und jedes Jahr seit 2009 sind etwa 500.000 Menschen mehr in den deutschen Arbeitsmarkt integriert worden.

Neuer Rekordstand mit 1,24 Millionen offenen Stellen im dritten Quartal

Dr. Alexander Kubis

Im dritten Quartal 2018 wurde mit bundesweit rund 1,24 Millionen offenen Stellen ein neuer Rekordstand erreicht. Gegenüber dem dritten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 140.000, gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um rund 23.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In Westdeutschland waren im dritten Quartal 2018 rund 950.000 offene Stellen zu vergeben, in Ostdeutschland rund 290.000.

Auch zufriedene Fachkräfte sind offen für Jobwechsel

Seit Jahren boomt die Fachkräftenachfrage in Deutschland. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden 46 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch 2013. Ob und wie die gute Arbeitsmarktlage sich auf die Erfahrungen und Erwartungen von Fachkräften bei der Jobsuche auswirken, zeigt eine neue Untersuchung von StepStone. Für die Studie „Jobsuche im Fokus“ hat die Online-Jobplattform rund 30.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland detailliert zu ihrem Jobsuchverhalten befragt. Die Analyse zeigt: Qualifizierte Mitarbeiter sind anspruchsvoll, wenn es um die Suche nach dem passenden Job geht. Selbst diejenigen, die grundsätzlich zufrieden mit ihrem Job sind, halten die Augen für den Traumjob offen.

Quelle: Stepstone-Studie Fachkräfte

Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das zweite Quartal 2018: Neuer Rekordstand mit 1,21 Millionen offenen Stellen

Im zweiten Quartal 2018 gab es bundesweit rund 1,21 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 115.000, gegenüber dem ersten Quartal 2018 um fast 25.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften: Der Monatsbericht der BA

 

Detlef Scheele

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter lebhaft. Allerdings hat sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

 

  • Arbeitslosenzahl im Juni: -40.000 auf 2.276.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -197.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent

Rückgang bei Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Detlef Scheele

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Mai: -68.000 auf 2.315.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent

Anzahl offener Stellen für Fachkräfte im Osten verdoppelt – IT-Nachfrage erreicht bundesweit Rekordhöhe

Dr. Anastasia Hermann

Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal hat im ersten Quartal 2018 neue Rekordhöhen erreicht. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen deutschlandweit um 12 Prozent. Der Vergleich mit dem ersten Quartal 2012 zeigt ein beeindruckendes Wachstum von 44 Prozent. Das zeigen Analysen des StepStone Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 Stellenausschreibungen auf allen relevanten Online- und Print-Plattformen auswertet. Die meisten Ausschreibungen je 100.000 Einwohner verzeichnen demnach die Stadtstaaten und die südlichen Bundesländer. Auffällig ist jedoch die Aufholjagd der östlichen Bundesländer: Die Anzahl der veröffentlichten Stellenausschreibungen in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat sich in den vergangenen fünf Jahren annähernd verdoppelt.