Axel Springer Verlag

Unternehmen müssen sich bei der Mitarbeitersuche intensiv mit den Bedürfnissen der Bewerber auseinandersetzen

Nach der Übernahme von meinestadt.de durch den Axel-Springer-Verlag stand auch eine Neupositionierung der Jobbörse auf der Agenda. Als langjähriger Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit inklusive dem Austausch von Stellenanzeigen galt es, ein Jobbörsen-Profil zu entwickeln, welches einerseits eine ganz klare Zielgruppe im Fokus hatte, andererseits sollte eine Überlappung mit den anderen Jobbörsen des Axel-Springer-Verlags in Deutschland, insbesondere dem Marktführer Stepstone und dem Branchenspezialisten Hotelcareer möglichst minimiert werden. Und letztendlich sollte die Jobbörse von meinestadt.de ein wichtiges und entsprechend grosses Arbeitsmarktsegment abdecken.

Crosswater Job Guide sprach mit dem Leiter Stellenmarkt bei meinestadt.de, Andreas Matthies, über die Jobbörsen-Positionierung.

meinestadt.de ist auf Fachkräfte mit Berufsausbildung fokussiert. Was sind die Gründe für diese geschärfte Ausrichtung?

Andreas Matthies

Kluges Kapital kauft kluge Köpfe: Medien Union will Karriereportal Experteer übernehmen

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Die Medien Union in Ludwigshafen will das Münchner Karriereportal Experteer übernehmen. Sollte diese Übernahme durch das Bundeskartellamt genehmigt werden, würden zwei renommierte Jobportale, Jobware und Experteer, unter die Kontrolle der Medien Union fallen. Die geplante Übernahme zeigt auf, dass die Jobbörsen-Branche zurzeit im Fokus der Übernahmen und Anpassungen an neue Eigentümer steht. Zeitungsverlage holen nun jahrelange Versäumnisse nach, andere Aufkäufer verfolgen eher eine strategische Plattform-Strategie. Auf alle Fälle gilt: Kluges Kapital kauft kluge Köpfe.

Patrick Wehrmann wird Geschäftsführer der Stepstone-Gruppe

Erfolgreiche Strategie mit Digital Classifieds: Axel Springer Verlag strebt komplette Kontrolle an

  • Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag
    Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag

    Axel Springer erhöht Anteil am Online-Rubrikengeschäft von 70 Prozent auf 85 Prozent und erhält Option zum Erwerb der restlichen 15 Prozent.

  • General Atlantic soll als Gegenleistung im Fall der Optionsausübung Axel-Springer-Aktien erhalten. Umwandlung der Axel Springer SE in die Rechtsform KGaA wird vorbereitet.

Axel Springer und der globale Wachstumsinvestor General Atlantic haben sich über die Erhöhung des Axel-Springer-Anteils an der Axel Springer Digital Classifieds GmbH von 70 Prozent auf 85 Prozent und eine Erwerbsoption hinsichtlich der übrigen 15 Prozent verbindlich geeinigt.

Japanischer Zeitarbeitskonzern geht auf Einkaufstour – auch in Europa

Masumi Minegishi
Masumi Minegishi (Foto: Bloomberg)

6,5 Milliarden Dollar stehen für Übernahmen bereit

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Shanghai. Mit einer prall gefüllten Kasse will der japanische Zeitarbeitskonzern Recruit Holding Co auf Einkaufstour gehen und nimmt dabei Übernahmekandidaten ins Ziel, die eine ähnliche Geschäftsvision wie Recruit Holding haben. So äusserte sich CEO Masumi Minegishi in einem Interview am 21. Oktober 2014 mit Bloomberg in Tokio, wie „The Japan Times“ berichtete.

 

Nicht nur Jobbörsen: Axel Springer Digital Ventures beteiligt sich an französischem Start-up Qwant.com

Jean Manuel Rozan
Jean Manuel Rozan

Axel Springer Digital Ventures, eine Tochtergesellschaft der Axel Springer SE, erwirbt eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an dem französischen Start-up Qwant.com. Qwant.com bietet Nutzern einen 360-Grad-Überblick über ihre Suchergebnisse – inklusive Webseiten, Social Media, Nachrichten, Produkte, Bilder und Videos. Durch die Darstellung in verschiedenen Streams können die Nutzer ihre Suche verfeinern und einzelne Kategorien weiter entdecken.

Stepstone vor dem Börsengang?

Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide
Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Das Handelsblatt berichtet über Pläne des Axel-Springer-Verlags, den Kern seines Geschäftsbereich „Digital Classified“ mit den Großbanken Citigroup und JP Morgan an die Börse zu bringen. Die üblichen „Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind“ werden von Bloomberg News zitiert, um aus den Gerüchten eine Story zu machen. Natürlich liebt die Börse solche Gerüchte und reagierte entsprechend. Eine Kurssteigerung der Axel-Springer-Aktie im MDax um 2,8 Prozent war kurzfristig die Folge, aber es blieb letztlich ein Strohfeuer.

Konsequent: Springer richtet Vorstand nach Neusegmentierung aus, FAZ rotiert weiter

Springervorstand: Künftig nur noch vier Mitglieder

Dr. Julian Deutz
Dr. Julian Deutz

Dr. Julian Deutz (46) seit Januar 2014 Mitglied des Vorstands der Axel Springer SE (Hamburg), übernimmt dort ab Mitte April das Finanzressort mit Verantwortung für die kaufmännischen Bereiche und den Personalbereich. Er begann seine Laufbahn 1994 in der Strategieberatung bei OC&C Strategy Consultants. 1996 übernahm er die Leitung Finanzen/Controlling der Steilmann-Gruppe. Nach Stationen als Leiter M+A/Investor Relations bei der Pixelpark AG und als CFO bei der Venturepark AG kehrte er 2001 als CFO zur Steilmann-Gruppe zurück. Deutz ist seit 2004 bei Axel Springer beschäftigt.

Softgarden ist um 1000jobboersen reicher

Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide
Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Die aktuelle Meldung der Fusion (oder ist es eine Übernahme?) von Softgarden mit 1000jobboersen passt eigentlich in das generelle Bild der Unternehmensstrategien im Recruiting-Markt. Die HR-Software-Entwickler von Softgarden schliessen sich mit der Media-Agentur 1000jobboersen.de zusammen und beabsichtigen damit, die Lösungen für ein professionelles Bewerbermanagement, Employer Branding (Softgarden) und Media-Agentur-Geschäft für die Platzierung von Stellenanzeigen-Paketen zu kombinieren. Die Kombination von HR-Software-Tools mit dem Media-Agentur-Geschäft wirkt auf den ersten Blick wie ein Novum, doch andere HR-Dienstleister sind schon auf diesen Zug aufgesprungen.

Stepstone, MeineStadt & Co: Digitale Medien liefern höchsten Umsatz- und Ergebnisbeitrag bei Axel Springer

Konzernumsatz um 1,8 Prozent über Vorjahr / EBITDA-Rendite von 16,5 Prozent / Konzern treibt Umbau zum führenden digitalen Medienunternehmen voran

Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag
Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag

Axel Springer profitierte im ersten Quartal 2013 von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien. Mit einem Umsatzplus von 20,9 Prozent baute das Segment seine Stellung als größter Geschäftsbereich des Konzerns weiter aus. Besonders stark wuchsen die Digitalen Medien dabei in den internationalen Märkten. Gleichzeitig legte das EBITDA der Digitalen Medien um 33,9 Prozent auf EUR 62,8 Mio. zu und lieferte damit den höchsten Ergebnisbeitrag aller Segmente. Der Konzernumsatz stieg in einem wirtschaftlich herausfordernden Marktumfeld um 1,8 Prozent auf EUR 803,6 Mio. (Vj.: EUR 789,0 Mio.). Höhere Investitionen in die beschleunigte Digitalisierung und marktbedingt rückläufige Umsätze bei den Printmedien führten zu einem erwarteten Rückgang des Konzern-EBITDA um 3,0 Prozent auf EUR 132,4 Mio. (Vj.: EUR 136,5 Mio.). Die Ertragskraft von Axel Springer blieb mit einer EBITDA-Rendite von 16,5 Prozent jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Vor dem Hintergrund der Anfang März 2013 angekündigten beschleunigten Digitalisierung des Konzerns bekräftigte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr.

Übernahme von MeineStadt.de: Axel Springer Verlag baut das digitale Anzeigengeschäft konsequent aus

Dr. Manfred Stegger

Mit der Übernahme von Meinestadt.de baut der Axel Springer Verlag die Digitalisierung des Anzeigengeschäft weiter aus. Dies erläutert HR-Blogger Thorsten zur Jacobsmühlen in seinem Blog „blogaboutjob“:

„meinestadt.de wurde von Axel Springer Digital Classifieds gekauft.  Damit mausert sich der Medienkonzern nicht nur zum Giganten des europäischen Stellenmarktes. Was wohl kaum jemand bedacht hat, aber noch wichtiger ist: Axel Springer ist nun Herr eines wichtigen Elements im online Geschäft, dem Traffic.

Europäisches Online-Stellenportal StepStone übernimmt Totaljobs-Gruppe in Großbritannien

Dr. Jens Müffelmann

Düsseldorf, April 2012. Das europäische Online-Stellenportal StepStone setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort und übernimmt die Totaljobs-Gruppe, die in Großbritannien u.a. das marktführende Stellenportal Totaljobs.com betreibt. Ein entsprechender Kaufvertrag zwischen der StepStone GmbH, einem Tochterunternehmen der Axel Springer AG, und der Reed Business Information Ltd. über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Totaljobs-Gruppe wurde heute wirksam. Der Kaufpreis beträgt rund EUR 132 Mio. (£ 110 Mio.).

StepStone: Semantische Suche verbessert Jobsuche

Stepstone.de bietet Kandidaten mit der Weiterentwicklung noch mehr und bessere Ergebnisse

Frank Hensgens, Stepstone
Frank Hensgens, Stepstone

Düsseldorf, August 2010. www.stepstone.de, eine der erfolgreichsten Online-Stellenportale in Deutschland, optimiert die individuelle Jobsuche auf seiner Plattform durch den Launch einer semantischen Suche. Mit sofortiger Wirkung finden Kandidaten im Rahmen ihrer Jobsuche eine semantisch erweiterte Ergebnisliste vor. Das heißt: Um den eingegebenen Suchbegriff des Kandidaten wird eine artverwandte Wortwolke gebildet, die dem Jobsucher die Möglichkeit eröffnet, zusätzlich zu ihm passende Jobs zu finden. Besonderheit der StepStone-Lösung: Sie wurde im Rahmen eines groß angelegten Projektes entwickelt, in das StepStone-Kunden und deren Suchverhalten aktiv eingebunden wurde. Basis sind die am häufigsten eingegebenen Suchbegriffe auf www.stepstone.de.

Stellenanzeigen Print vs Online: Die Mediensubstitution ist nicht mehr aufzuhalten

Leporellos Liebhaber-Liste
Leporellos Liebschaften-Liste

Bei der Publikation von Stellenanzeigen ist die Kombination von Print- und Online-Medien unschlagbar. Ja, ganz sicher, auf alle Fälle, ohne Zweifel… Das Mantra der Verlags-gebundenen Jobbörsen-Betreiber wird in schöner Regelmäßigkeit wiederholt. Doch die Überzeugungskraft von Wiederholungen nimmt ab, es sei denn, man ist ein Fan der Mozart-Oper „Don Giovanni“. Nur wahre Opernfreunde können sich immer und immer wieder an Wiederholungen ergötzen, so wie Leporello eine Liste mit Don Giovannis Liebschaften entrollt und in der Arie „Madamina, il cataloge è questo“ musikalisch in Szene setzt.


Jedoch sind die Entwicklungstendenzen im klassischen Journalismus und das zu beobachtende Zeitungssterben keine harmonische Opernaufführung, es geht schlicht und ergreifend um eine Mediensubstitution Online vs Print, also um eine Existenzfrage.

Springer lässt für 110 Mio. Euro die Katze aus dem Sack: StepStone Solutions wird verkauft

StepStone
StepStone Solutions wird verkauft

30.3.2010/ (ghk) Der Axel Springer Verlag hat die Katze aus dem Sack hüpfen lassen: Wie gemeldet wird, sind die Vereinbarungen zur Ausgliederung und zum Verkauf von StepStone Solutions (der HR-Software-Division der StepStone-Gruppe) an die Private Equity Gruppe HgCapital abgeschlossen.

Der Kaufpreis soll den Berichten zufolge Euro 110 Millionen betragen.