BITKOM

Geplante EU-Datenschutzverordnung schießt über Ziel hinaus

  • Datenschutzrecht muss moderner werden und praktikabel bleiben
  • Viele Vorschläge machen innovative Online-Dienste unmöglich
Dr. Bernhard Rohleder

Der Hightech-Verband BITKOM hat anlässlich des 7. Europäischen Datenschutztages vor einer Überregulierung aus Brüssel gewarnt. Nach der Vorlage eines Entwurfs für eine EU-weit einheitliche Datenschutzverordnung hatte das Europaparlament kürzlich Vorschläge für eine weitere Verschärfung vorgelegt. Aus Sicht der Hightech-Industrie verfehlen viele der geplanten Regelungen das Ziel, den Datenschutz zu modernisieren. „Der Schutz unserer Privatsphäre wird nicht dadurch besser, dass jede Datenverarbeitung mit bürokratischen Hürden versehen wird“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Vermittlungsausschuss berät über Start-up-Finanzierung

  • Prof. Dr. Dieter Kempf

    Plan der Bundesländer zur Besteuerung von Streubesitzerträgen gefährdet Finanzierung von jungen Unternehmen

  • Gesetzentwurf der Regierung könnte für zusätzliche Investitionen sorgen

Der Hightech-Verband BITKOM fordert die Bundesländer auf, ihre Pläne zur Besteuerung von Erträgen aus Streubesitzbeteiligungen aufzugeben und die Finanzierung von Start-ups in Deutschland nicht zu erschweren. „Es besteht die Gefahr, dass die in Deutschland ohnehin schwach entwickelte Investorenszene aus privat engagierten Business Angels und anderen Wagniskapitalgebern im Keim erstickt wird“, warnte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf vor der morgigen Sitzung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat. „Der Bund darf an dieser Stelle nicht nachgeben. Start-ups sind dringend auf externe Kapitalgeber angewiesen. Viel zu oft müssen die Gründer heute Gründungs- und Wachstumsphase mit ihrem Sparbuch und aus ihrem Familien- und Freundeskreis finanzieren.“

Das Internet ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts

BITKOM baut Aktivitäten zu Industrie 4.0 stark aus

Prof. Dr. Dieter Kempf

Berlin. Der BITKOM baut seine Aktivitäten zu „Industrie 4.0“ stark aus. Mit dem Jahresbeginn wurde hierzu ein neuer Kompetenzbereich eingerichtet, in dem die entsprechenden Aktivitäten gebündelt werden. Die offizielle Eröffnung des Bereichs fand gestern in Berlin statt. „Wir wollen dafür sorgen, dass die vierte industrielle Revolution für Deutschland zur Erfolgsgeschichte wird“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Der neue Bereich wird zunächst vier Arbeitsplattformen haben:

Was uns alle betrifft: Nachbesserungsbedarf bei neuer EU-Datenschutzverordnung

  • Jan Philipp Albrecht

    Europäisches Parlament legt 200-Seiten-Bericht mit Änderungen am Entwurf der EU-Kommission vor

  • Viele Vorschläge mit der modernen Unternehmenspraxis kaum vereinbar
  • Rechtsunsicherheit bei Einwilligungserklärungen absehbar

Berlin. Der Hightech-Verband BITKOM hat den Berichtsentwurf des zuständigen Berichterstatters für die Datenschutzverordnung im EU-Parlament, Jan-Philipp Albrecht, kritisiert. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf: „Wir unterstützen die Bemühungen der EU, den Datenschutz in Europa auf ein einheitlich hohes Niveau zu bringen. Dabei muss aber verhindert werden, dass die Regelungen eine wirtschaftliche Nutzung von Daten zu stark einschränken oder gänzlich unmöglich machen.“

Hype um Hightech: Die wichtigsten Themen 2013

  • Big Data entwickelt sich zum Kernthema für IT-Branche und Anwender
  • Cloud Computing erneut das Top-Thema des Jahres
  • Mobile Anwendungen und Social Media bleiben auf der Agenda
Prof. Dr. Dieter Kempf

Big Data hat sich in die Spitzengruppe der wichtigsten Hightech-Themen geschoben. Das ergab die jährliche Trendumfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der ITK-Branche. Danach sehen 37 Prozent der befragten Unternehmen Big Data als maßgeblichen Trend des Jahres. Spitzenreiter ist wie in den Vorjahren Cloud Computing mit 59 Prozent der Nennungen, gefolgt von mobilen Anwendungen mit 48 Prozent. Ein Dauerbrenner bleibt mit 33 Prozent das Thema IT-Sicherheit.

Bewertungsplattformen im Internet: ok oder ojeh?

Eine Bewertung – am Beispiel Arbeitgeber-Bewertungen

Ekkehart Gerlach

Eines der prägenden Merkmale des Internet, wie schon zuvor bei Minitel und Btx, ist Anonymität. Unter dem Schirm der Nicht-Identifizierbarkeit haben sich eine Vielzahl von Diensten entwickelt, die ohne Anonymität gar nicht vorstellbar wären. Dazu zählen auch Online-Plattformen, deren Geschäftsidee auf Bewertungen zielt. Im Internet kann (fast) alles bewertet werden, Produkte genauso wie Personen und Unternehmen, ob Ärzte, Lehrer, Heizungs-Installateure, Rechtsanwälte – und eben auch Arbeitgeber.

Neue Plattform für Start-ups und etablierte Unternehmen

  • Prof. Dr. Dieter Kempf

    BITKOM-Initiative „get started“

  • Zahl der neu gegründeten Softwareunternehmen steigt innerhalb von fünf Jahren um mehr als 50 Prozent
  • Netzwerk bringt Gründer, Kapitalgeber und etablierte Unternehmen zusammen

Der Hightech-Verband BITKOM hat eine Initiative für Start-ups aus dem Bereich IT- und Internet ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Get Started“ erhalten Start-ups und junge Unternehmen sowie gründungsinteressierte Entwickler Starthilfe.

Leitfaden zur Mobilstrategie für Unternehmen

Tipps zum Unternehmenseinsatz von Apps und mobilen Diensten

Tobias Arns, BITKOM

Smartphones boomen weiter: Rund 40 Prozent der Deutschen besitzen eines. Mittlerweile machen sie rund 70 Prozent der verkauften Mobiltelefone aus. Viele Unternehmen möchten diesen Trend nutzen, etwa mit eigenen Apps. Oft werden diese Smartphone-Projekte nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ entwickelt. Ein neuer BITKOM-Leitfaden „Apps & Mobile Services –  Tipps für Unternehmen“ hilft Unternehmen bei ihrer Mobil-Strategie. Die Tipps reichen von der Planungsphase über technische Fragen bis zur Verteilung von Smartphone-Programmen an Mitarbeiter.

Crowdfunding findet immer mehr Anhänger

  • Fast 7 Millionen Deutsche spenden online für soziale Projekte
  • Crowdinvesting bietet Chancen für Start-ups
Dr. Bernhard Rohleder

Berlin. Rund 6,6 Millionen Deutsche haben bereits soziale Projekte via Internet unterstützt. Das entspricht jedem achten Internetnutzer (12 Prozent), ergab eine  repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Weitere 22 Prozent wären grundsätzlich bereit, online für eine gute Sache Geld zu geben. Davon würden 45 Prozent Kleinstbeträge bis zu 5 Euro spenden. 27 Prozent würden sich ihr Engagement bis zu 20 Euro kosten lassen und 23 Prozent zwischen 20 und 50 Euro. 5 Prozent würden nach eigenem Bekunden sogar mehr als 50 Euro ausgeben.

Medienkompetenz erhöht Effizienz der Ausbildung

  • Große Chancen durch den Einsatz von Sozialen Medien
  • IT-Branche ist Vorreiter bei Web 2.0-Nutzung in der Ausbildung
  • Verbundprojekt KOMMIT gestartet

Soziale Medien sind nahezu allgegenwärtig – und werden in der beruflichen Bildung doch nur vereinzelt eingesetzt. Nach Studien des Branchenverbandes BITKOM nutzt bereits nahezu jedes zweite Unternehmen Social Media, der Anteil der Azubis, die z.B. über Smartphones verfügen, liegt sogar über der 50-Prozent-Marke. Soziale Medien werden derzeit primär für die Themen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb eingesetzt. Dem gegenüber stehen Wissensmanagement, Qualifizierung und sonstige Personal-Themen bei weniger als 10 Prozent der Social-Media-Nutzer auf der Agenda. Selbst in der Hightech-Branche IT mit aktuell knapp 890.000 Beschäftigten und rund 40.000 Azubis ist die Aus- und Weiterbildung häufig noch nicht von Online-Kommunikation und webbasierter Zusammenarbeit geprägt.