BITKOM

Besucherfrequentierung der Jobbörsen als Wettbewerbsfaktor: Wird die Reichweitenmessung zum Vabanquespiel?

Matthias Olten, kalaydo
Matthias Olten, kalaydo

(ghk). Es war ein Stich ins Wespennest. Als der BITKOM-Verband eine Pressemeldung über die Jobsuche im Internet publizierte und aktuelle Zahlen zur Besucherfrequentierung der sechs „größten Jobbörsen“ präsentierte, war von Anfang an für Aufmerksamkeit und Aufgeregtheit gesorgt. Die auf Messungen der US-Internet-Metrics-Firma comScore basierenden Zahlen zur Besucherfrequentierung bestätigten einerseits die gefühlte Rangfolge unter den großen Jobbörsen wie Arbeitsagentur, MeineStadt.de, StepStone oder Monster.de.

Doch zwei der aufgeführten Stellenmärkte entsprachen nicht ganz dem gefühlten Eindruck der Experten.  Mehrere telefonische Rückfragen und e-Mail-Anfragen bei der Pressestelle von BITKOM blieben unbeantwortet – und so verbleibt ein gewisses Mißtrauen. Ungeachtet dessen wurde die Pressemeldung ohne Validierung der zugrunde liegenden Zahlen von Online-Medien wie SPIEGEL.DE übernommen. Nach wiederholtem Nachhaken räumte BITKOM-Pressesprecher Shad dann ein, daß er schon einige Rückfragen zu diesen Zahlen bekommen hätte – doch die korrekten Reichweiten-Messungen bleiben immer noch im Dunkeln verborgen.  Im Gegensatz zu den nicht öffentlich einsehbaren Comscore-Zahlen steht mit dem IVW-Meßverfahren eine zertifizierte Messung der Reichweite zur Verfügung – einsehbar für Jedermann. Wieviele Jobbörsen an dieser Reichweitenmessung teilnehmen und welche Bedeutung die Reichweite für Jobbölrsen hat, erläutert Matthias Olten, Leiter Stellenmarkt bei Kalaydo.de im Interview mit der Crosswater-Redaktion.

Online-Werbung: Drittes Quartal mit starkem Plus – Werbemarkt wächst um 16,8 Prozent

Achim Berg, BITKOM
Achim Berg, BITKOM

Berlin.  Online-Werbung im Wert von fast 1,1 Milliarden Euro ist in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 geschaltet worden. Damit ist Internetwerbung weiter auf Wachstumskurs. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt 16,8 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte der Hightech-Verband BITKOM heute auf Basis einer exklusiven Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control. In diesen Nettoangaben sind – im Gegensatz zum Bruttoumsatz – Rabatte und Agenturprovisionen bereits berücksichtigt. „Noch nie wurde so stark auf Webseiten geworben“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Das Weihnachtsgeschäft wird dem Online-Werbemarkt einen zusätzlichen Schub geben.“ Für das vierte Quartal erwartet BITKOM einen weiteren Anstieg, zum Jahresende soll die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschritten werden.

Medienunternehmen steigen massiv in Internetwirtschaft ein – Übernahmen von Internetportalen steigen um Faktor 6

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Berlin. Internetportale wie Soziale Netzwerke und Online-Communitys sind immer häufiger Ziel einer Übernahme. Die Zahl der Übernahmen von Internetportalen versechsfachte sich seit 2005. Besonders aktiv sind Verlage: 36 Prozent aller Investitionen in Online-Portale stammen von ihnen. Das ergibt die Studie „Der Online-Faktor: Von der Integration zur Transformation“, die das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young und der Hightech-Verband BITKOM herausgegeben haben. „Verlage, Sender und Produzenten kaufen derzeit gezielt Internet-Unternehmen auf, um besser in der Online-Wirtschaft Fuß zu fassen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise beschleunigt diese strukturellen Veränderungen. Fusionen und Übernahmen haben dabei einen noch wichtigeren Stellenwert als bisher“, so Hanno Hepke, Partner bei Ernst & Young.

Noch kein Ende der Kostenlos-Kultur im Internet in Sicht: 84 Prozent der Internetnutzer möchten nicht für Online-Artikel zahlen

Achim Berg, BITKOM
Achim Berg, BITKOM

Berlin. Nur 16 Prozent der deutschen Internetnutzer sind grundsätzlich bereit, für onlineveröffentlichte Artikel zu zahlen. Das hat der Webmonitor von BITKOM und Forsa ergeben. „Bislang gibt es kaum eine Zahlungsbereitschaft für Nachrichten, Berichte und Reportagen im Internet“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Die Anbieter sind gefordert, mit intelligenten Geschäftsmodellen dazu beizutragen, dass auch im Internet nach und nach eine Bezahl-Kultur heranwächst.“ Derzeit finanzieren sich die Nachrichtenportale im Internet vor allem über Werbung. In den vergangenen Jahren sind diese Einnahmen stark gestiegen. BITKOM erwartet, dass der Online-Werbemarkt dieses Jahr erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten wird. Berg: „Es sollte aber gelingen, auch im Internet durch den Verkauf einzelner Artikel, von Dossiers oder über Flatrates kostenpflichtige Angebote zu etablieren und damit gerade für den Qualitätsjournalismus ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen.“

Online-Werbung hat Hochkonjunktur in der Krise – Struktureller Wandel in der Werbebranche geht weiter

Achim Berg, BITKOM
Achim Berg, BITKOM

Berlin – Der deutsche Online-Werbemarkt wächst in der Krise unvermindert weiter. Die Umsätze mit klassischer Internetwerbung kletterten im ersten Halbjahr 2009 auf 702 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute auf Grundlage einer exklusiven Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control mit. „Die Online-Werbung hat im zweiten Quartal weiter an Fahrt gewonnen. Damit setzt sich der strukturelle Wandel fort: Werbebudgets werden verschoben, Online-Werbung gewinnt Marktanteile“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Das Internet wird für die werbetreibende Wirtschaft immer wichtiger.“

Internet bringt klares Plus an Lebensqualität

Prof.    Dr. August-Wilhelm Scheer
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Berlin -Das Internet bringt klare Gewinne an Lebensqualität. In einer repräsentativen Studie des Hightech-Verbands BITKOM sagten das neun von zehn deutschen Internet-Nutzern (88 Prozent). Ein Plus an nützlichen Informationen empfinden sogar 98 Prozent der Surfer. Vorteile durch das Web erleben die Anwender auch in puncto Flexibilität (87 Prozent), Unterhaltung (81 Prozent) und Produktivität (71 Prozent). Unterschiede nach Altersgruppen gibt es dabei kaum. „Das Internet hat den Alltag aller Nutzer bereichert und ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Bewegung bei Internet-Suchmaschinen

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Berlin.  Der Suchmaschinen-Markt im Internet gerät in Bewegung. Für die nächsten Tage hat Microsoft den Start einer neuen Suchmaschine angekündigt. In der Internet-Community wird derzeit außerdem viel über die Suchmaschine „Wolfram Alpha“ diskutiert. Marktführer ist weiterhin Google: Von April 2008 bis März 2009 beantwortete Google vier von fünf Suchanfragen in Deutschland (80 Prozent). Den zweiten Platz belegt eBay mit 5,8 Prozent, den dritten Platz die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck mit 3,1 Prozent. Der weltweite Marktanteil von Google liegt im gleichen Zeitraum bei 62 Prozent. Es folgen Yahoo mit 10,1 Prozent und die chinesische Suchmaschine Baidu mit 8,2 Prozent. Diese aktuellen Zahlen hat das Marktforschungsunternehmen Comscore für den Hightech-Verband BITKOM ermittelt. „Im Internet herrscht ein extrem hoher Wettbewerbsdruck. Die Konkurrenz ist immer nur einen Klick entfernt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Das gilt insbesondere für Suchmaschinen, die zu den meistgenutzten Angeboten im Internet zählen.“

Online-Werbung boomt in der Krise

Achim Berg, BITKOM
Achim Berg, BITKOM

Berlin. Online-Werbung im Wert von 340 Millionen Euro wurde in Deutschland von Januar bis März 2009 geschaltet. Das ist ein Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Diese Daten veröffentlichte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute auf Basis einer exklusiven Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control. „Der Online-Werbemarkt wächst trotz Wirtschaftskrise weiter“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. „Die Stärken des Internets als Werbemedium überzeugen gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“

Mehr Lehrstellen für IT-Azubis trotz Wirtschaftskrise: Zahl der neuen Ausbildungsverträge ist 2008 um 6 Prozent gestiegen

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Berlin.  Im IT- und Telekommunikationssektor wird trotz der Wirtschaftskrise verstärkt ausgebildet. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den IT-Berufen ist im Jahr 2008 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 15.785 gestiegen, teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. Am beleibtesten ist bei den Jugendlichen die Ausbildung zum Fachinformatiker bzw. zur Fachinformatikerin. In diesem IT-Beruf ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 11 Prozent auf 9.645 gestiegen. Ein Plus verzeichneten auch Ausbildungen zum IT-System-Elektroniker mit einem Zuwachs von 2 Prozent auf 2.517. Die Zahl der Anfänger in den kaufmännischen IT-Berufen war mit minus 2,6 Prozent auf 3.623 leicht rückläufig. Grundlage der BITKOM-Auswertung sind aktuelle Daten der Kammerorganisation DIHK.

Girls‘ Day – Mädchen für IT-Berufe begeistern

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Berlin, 22. April 2009
Das Interesse von jungen Mädchen an Berufen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik geht weiter zurück. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM. Danach waren im Jahr 2008 unter den 40.862 Auszubildenden in den IT-Berufen nur 9 Prozent Frauen. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 lag der Anteil der Mädchen unter den IT-Azubis noch bei 10,6 Prozent und im Jahr 2001 sogar bei 14,2 Prozent. Seitdem ist der Frauenanteil kontinuierlich gesunken. Zu den IT-Berufen gehören technisch orientierte Ausbildungen zur Fachinformatikerin und IT-System-Elektronikerin, aber auch kaufmännische Berufsbilder wie die Informatikkauffrau. „Die Begeisterung junger Frauen für Technik ist kein Selbstläufer. Wir müssen junge Frauen bereits frühzeitig für technische Berufe gewinnen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer am Vortag des Girls‘ Day. Beim Girls‘ Day können Mädchen und junge Frauen bei Aktionen von Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland einen Einblick in technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder gewinnen. Scheer: „Im IT-Sektor geht es nicht nur um Programmiertätigkeiten. Kreativität, Kommunikationsstärke und Kundenverständnis haben besonders hohe Bedeutung.“