Digitaler Wandel

Randstad Studie zum Recruiting


Digitaler Wandel beschleunigt sich, nur nicht im Recruiting
Corona wirkt als Katalysator für die Digitalisierung. Doch beim Recruiting setzen Unternehmen nach wie vor auf analoge Methoden, zeigt eine Randstad Studie.

Eschborn, September 2020. Welche Rolle spielt der persönliche Kontakt im Recruiting? Für mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ist der direkte Austausch zwischen Personaler und Kandidat essentiell. 53% von ihnen wollen künftig auf die Nutzung von virtuellen Bewerbungsgesprächen verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung, die im 2. Quartal 2020 Deutschlands Personalverantwortliche zur Corona-Pandemie und ihren Folgen befragte.

Mehr als ein Fünftel rekrutiert analog
Während andere Arbeitsabläufe einen drastischen Digitalisierungsschub erfahren haben, will nur jedes fünfte Unternehmen das Recruiting künftig verstärkt auf digitalen Kanälen abwickeln (22%). „Bei welchem Arbeitgeber möchte ich arbeiten? Welcher Kandidat passt in mein Unternehmen? Das ist in erster Linie eine Frage der zwischenmenschlichen Vertrauensbildung. Die Digitalisierung bietet enormes Potenzial, den Bewerbungsprozess zu optimieren. Am Ende steht aber immer der persönliche Austausch im Mittelpunkt“, erklärt Dr. Lars Hewel, Group Director Business Innovation bei Randstad Deutschland. Dass die Digitalisierung bei der alltäglichen Abstimmung und Arbeitsorganisation immer wichtiger wird, da sind sich die meisten Unternehmen einig.


Auch kleine Unternehmen rüsten digital nach
54% der deutschen Unternehmen geben an, dass die Corona-Pandemie den digitalen Wandel in ihrer Organisation nachhaltig vorangetrieben hat. Insgesamt nutzen 36% seitdem verstärkt digitale Tools.
23% haben virtuelle Alternativen für die Kommunikation und Organisation neu eingeführt. „Kleine Unternehmen mit weniger als 49 Mitarbeitern liegen bei Letzterem genau im Schnitt. Das zeigt, dass dieser Anpassungsdruck Unternehmen aller Organisationsgrößen zu grundlegenden Veränderungen motiviert hat“, betont Dr. Lars Hewel und ergänzt: „Ob dieser Innovationsschub anhält, hängt von den
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den individuellen Anforderungen der Unternehmen ab.“


Über die Randstad-ifo Personalleiterbefragung
Die hier vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q2 2020, die quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag vom Personaldienstleister Randstad durchgeführt
wird. Die Studie befragt bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Die Sonderfrage im ersten Quartal 2020 bezog sich auf die bisherigen und bleibenden Auswirkungen der Corona-Pandemie für Deutschlands Unternehmen.
Über Randstad Gruppe Deutschland
Randstad ist Deutschlands führender Personaldienstleister. Wir helfen Unternehmen und Arbeitnehmern dabei, ihr Potenzial zu verwirklichen, indem wir unsere technologische Kompetenz mit unserem Gespür für Menschen verbinden. Wir nennen dieses Prinzip „Human Forward“. In der Randstad Gruppe Deutschland sind wir mit 49.000 Mitarbeitern und rund 550 Niederlassungen in 300 Städten ansässig. Unser Umsatzvolumen umfasst rund 2,06 Milliarden Euro (2019). Neben der klassischen Zeitarbeit zählen die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services zu unserem Portfolio. Wir schaffen als erfahrener und vertrauensvoller Partner passgenaue Personallösungen für unsere Kundenunternehmen. Unsere individuellen Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber machen uns auch für Fach- und Führungskräfte zu einem attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister. Seit über 50 Jahren in Deutschland aktiv, gehören wir mit der Randstad Gruppe Deutschland zur niederländischen Randstad N.V. Ein Gesamtumsatz von rund 23.7 Milliarden Euro (Jahr 2019), über 649.000 Mitarbeiter im täglichen Einsatz, und rund 4.900 Niederlassungen in 38 Märkten machen unseren internationalen Unternehmenskonzern zum größten Personaldienstleister weltweit. Zu unseren nationalen Zweigstellen gehören neben der Randstad Deutschland GmbH & Co KG außerdem die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad
Financial Services. CEO ist Richard Jager.

Kein Jobkiller: Digitalisierung schafft neue Jobs

Der digitale Wandel wirkt sich über alle Fachbereiche hinweg positiv auf die Beschäftigung aus. In Summe rechnen die Befragten des diesjährigen HR-Reports mit mehr Chancen als Risiken (60 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100). Vor allem in der IT wird die Zahl der Arbeitsplätze wachsen: 54 Prozent erwarten hier positive Beschäftigungseffekte. Auch im Vertrieb (50 Prozent) und im Marketing sowie in Forschung und Entwicklung (jeweils 43 Prozent) rechnen die Befragten mit deutlicheren Jobzuwächsen. Neue Berufsbilder entstehen nach Ansicht der Entscheider vor allem in der Forschung und Entwicklung, in der IT sowie im Marketing. Für den HR-Report 2019 haben Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) über 800 Unternehmen befragt.

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Zwischen Effizienz und Agilität: Spagat zwischen Kerngeschäft und Digitalisierung sorgt für Spannungen

Klaus Breitschopf
Klaus Breitschopf

Trotz der Herausforderungen des digitalen Wandels konzentrieren sich Unternehmen auf den Ausbau ihres Kerngeschäfts. Es ist ihnen ungleich wichtiger, dieses Kerngeschäft weiterzuentwickeln (52 %), als neue Geschäftsfelder anzugehen (26 %). Statt die Selbstorganisation von Teams zu fördern (17 %), optimieren Unternehmen deshalb eher ihre bestehenden Abläufe (64 %). Auch die Effizienzsteigerung steht dadurch höher im Kurs (62 %) als der Ausbau von Agilität (48 %).

Dennoch sind immer mehr Mitarbeiter neben ihren operativen Aufgaben in digitale Projekte eingebunden. Das erzeugt Spannungen: 86 Prozent der Befragten konstatieren Konflikte in der Priorisierung zwischen Projekt- und Linienaufgaben, 80 Prozent beklagen unklare Verantwortlichkeiten in der Führung.

In acht Schritten zu einer dynamischen Personal- und Kompetenzentwicklung im digitalen Wandel

  • Bitkom veröffentlicht Praxisleitfaden zu betrieblicher Qualifizierung
  • Benchmark-Tool ermöglicht Vergleich mit erfolgreichen Unternehmen

Arbeitsgestaltung und -organisation unterliegen im Zuge der Digitalisierung einem grundlegenden Wandel. Damit verändern sich auch die Anforderungen und Inhalte der Qualifizierung von Arbeitnehmern. Ein neuer Praxisleitfaden des Digitalverbands Bitkom zeigt die Erfolgsfaktoren einer dynamischen Personal- und Kompetenzentwicklung auf. Grundlage ist eine Online-Umfrage, die 2016 unter Personalverantwortlichen und Beschäftigten durchgeführt wurde. Der Leitfaden gibt einen Überblick, wie Unternehmen sich und ihre Beschäftigten bestmöglich auf den digitalen Wandel vorbereiten können.

„HR goes agile“ – das erste #agileHR Learning Event am 15.09. in Berlin

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Birgit Mallow

Tickets ab jetzt verfügbar

So genannte „agile“ Prinzipien sind vor allem Kennern der Software- und Projektmanagementbranche bekannt. Zwischenzeitlich setzen viele Firmen diese Methoden gezielt in ihrer Unternehmensorganisation ein, um den (digitalen) Wandel voranzutreiben und zu begleiten. Im ersten Learning Event in Berlin am 15.09. erlernen Corporate HR Manager, wie sie diese Instrumente in ihrer Personalarbeit konstruktiv einsetzen. Damit stellen sie sicher, dass ihr Unternehmen und ihr Personal stets wettbewerbsgerecht auf die immer schneller drehenden Marktanforderungen ausgerichtet sind. Schließlich bilden sie sich frühzeitig zu dem derzeit hochaktuellen Trendthema „agile“ weiter.

Wie der digitale Wandel und die Zukunft der Personalentwicklung zusammenhängen

Nele Graf
Nele Graf

Es ist sicherlich keine Überraschung, dass Europas grösste Personalfachmesse „Zukunft Personal“ in Köln nicht nur ein buntes Kalaydoskop vielfältiger Produktanbieter und Personaldienstleister zusammenführt, auch weg- und zukunftsweisende Themen werden präsentiert und diskutiert. Ein mittlerweile klassisches und brandaktuelles Thema ist der Zusammenhang zwischen dem digitalen Wandel und der Personalentwicklung. In einem Vortrag setzt sich Prof. Dr. Nele Graf, Leiterin des CompetenceCenter for Innovations & Quality in Leadership & Learning (CILL), Hochschule für angewandtes Management mit Risiken und Nebenwirkungen auseinander.