Dr. Alexander von Preen

Privatwirtschaft akzeptiert wesentlich größere Gehaltsunterschiede zwischen Vorständen und Mitarbeitern als öffentliche Unternehmen

Dr. Alexander von Preen, Kienbaum
Dr. Alexander von Preen, Kienbaum

Kienbaum-Analyse zur Angemessenheit von Vorstandsbezügen

  • In öffentlichen Unternehmen werden geringere Gehaltsunterschiede zwischen Vorständen und Mitarbeitern akzeptiert als in der Privatwirtschaft
  • Vergütungsrelation variiert zwischen Branchen
  • Unternehmensgröße hat großen Einfluss auf Vergütungsrelation

In der Privatwirtschaft gelten wesentlich größere Unterschiede zwischen Vorstandsgehältern und der Vergütung der übrigen Angestellten als angemessen als in öffentlichen Unternehmen: Für Vertreter privatwirtschaftlicher Firmen ist ein Verhältnis zwischen den Gehältern eines Vorstandsvorsitzenden und der Gesamtbelegschaft von im Schnitt 19:1 angemessen, für Vertreter öffentlicher Unternehmen liegt die angemessene Vergütungsrelation zwischen Vorstand und Beschäftigten im Schnitt bei 9:1 und damit bei knapp der Hälfte. Das ergibt eine Analyse der Beratungsgesellschaft Kienbaum, der eine Befragung von mehr als 200 Vorständen und Aufsichtsräten öffentlicher und privatwirtschaftlicher Unternehmen zu Grunde liegt.

Gehälter in Deutschland steigen im nächsten Jahr moderat

Dr. Alexander von Preen, Kienbaum
Dr. Alexander von Preen, Kienbaum

Kienbaum stellt Gehaltsentwicklungsprognose 2014 für 25 europäische Länder vor

Gummersbach. Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um knapp drei Prozent steigen. Das ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zur künftigen Entwicklung der Gehälter in 25 europäischen Ländern, an der mehr als 1.000 Unternehmen teilgenommen haben. Auch inflationsbereinigt können die Deutschen im kommenden Jahr ein Plus im Portemonnaie erwarten: Für die Bundesrepublik prognostiziert der IWF eine Inflationsrate von 1,7 Prozent.

Kienbaum Compensation Consulting: Schere zwischen Männern und Frauen schließt sich deutlich

Online-Applikation mit umfassenden Vergütungsdaten ist ab sofort TÜV-zertifiziert

Dr. Alexander von Preen, Kienbaum

Gummersbach. Frauen in Führungspositionen werden in Deutschland weiterhin wesentlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen, die Differenz wird aber in den vergangenen Jahrzehnten immer geringer: 1995 verdienten männliche Führungskräfte 25 Prozent mehr als Frauen in gleicher Position, 2005 waren es noch 15 Prozent und aktuell beträgt die Vergütungsdifferenz noch 5 Prozent. Dies sind Ergebnisse einer Langzeitanalyse auf Basis der Datenbank der Kienbaum Vergütungsberatung.

Vorstandsvergütung: Unternehmen sind unter Handlungsdruck

Dr. Alexander von Preen, Kienbaum

Gummersbach. Als größte Herausforderungen bei der Umsetzung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sehen Aktiengesellschaften in Deutschland eine noch unklare Rechtslage, die Definition von Angemessenheit und die Herabsetzung von Vorstandsbezügen bei einer Verschlechterung der Unternehmenslage. Die Verlagerung der Verantwortung vom Ausschuss in den Gesamtaufsichtsrat sehen die Unternehmen überraschenderweise eher unkritisch. Mehr als die Hälfte der Unternehmen haben ihre Vergütungssysteme für den Vorstand bereits angepasst: Der größere Teil der Befragten (34 Prozent) hat sich dabei auf geringfügige Anpassungen beschränkt, während 25 Prozent sogar eine grundlegende Überarbeitung vorgenommen haben.

Kienbaum Trust-Modell zeigt neue Wege in der Bankenvergütung. Unternehmerischer Ansatz verhindert Exzesse bei der Vorstandsvergütung

Gummersbach, 3. November 2008 Mit einem auf Langfristigkeit ausgelegten, stärker unternehmerisch geprägten Vergütungssystem könnten in Zukunft Exzesse bei Managergehältern verhindert und die Vergütung leistungsgerechter gestaltet werden. Das Kienbaum Trust-Modell zielt darauf ab, einen wesentlichen Anteil des Gehaltes in Aktien des Unternehmens zu investieren. Diese werden treuhänderisch verwahrt und können erst nach einer Sperrfrist (Bsp. 10 Jahre) zur Auszahlung kommen. …