Hays AG

Trotz Globalisierung: Deutsche Unternehmen rekrutieren bevorzugt zu Hause

Klaus Breitschopf
Klaus Breitschopf

Die zunehmende Globalisierung der Absatzmärkte deutscher Unternehmen wirkt sich bislang kaum auf die Rekrutierungspolitik aus: Gerade einmal jedes fünfte Unternehmen gewinnt neue Mitarbeiter im Ausland. Stattdessen suchen Unternehmen bevorzugt deutschlandweit (46 %) oder regional (42 %) nach Kandidaten. Dies zeigen die Ergebnisse des HR-Reports 2015/2016 des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) und des Personaldienstleisters Hays, für den über 500 Entscheider befragt wurden.

Stellenbörse: Fachkräfte gefragt wie nie

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Auf jobs.automobilwoche.de finden sich unter anderem 6000 Stellenangebote im Bereich Ingenieurwesen.

München. Die Autobranche sucht händeringend neue Mitarbeiter, insbesondere Spezialisten sind gefragt. Das zeigen nicht nur die Erstquartalszahlen des Hays-Fachkräfte-Index, der auf einer Auswertung aller Stellenanzeigen in überregionalen und regionalen Tageszeitungen sowie den meistfrequentierten Onlinejobbörsen basiert: Demnach ist die Nachfrage qualifizierten Arbeitnehmern deutlich um fünf Punkte gegenüber dem 4. Quartal 2014 angestiegen. Die erzielten 105 Punkte sind der höchste Index-Wert seit knapp drei Jahren. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres ist die Zahl der Stellenausschreibungen sogar um acht Punkte gewachsen.

Hays Fachkräfte-Index Q2/2014: Arbeitsmarkt für Fachkräfte zeigt sich sehr stabil

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Mannheim. Trotz der abgeschwächten Konjunktur blieb die Nachfrage nach hoch qualifizierten Fachkräften im 2. Quartal 2014 sehr stabil. Obwohl sich die Zahl der Stellenangebote erst im 1. Quartal 2014 deutlich erhöht hatte, bewegte sich die Nachfrage nach kaufmännischen und technisch-naturwissenschaftlichen Fachkräften im letzten Quartal auf einem ähnlich hohen Niveau.

Nachfrage nach Fachkräften im letzten Quartal 2013 weiter gesunken

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Hays Fachkräfte-Index Q4/2013

Mannheim. Trotz der stabilen gesamtwirtschaftlichen Lage ist der Stellenmarkt für Fachkräfte im 4. Quartal 2013 im Vergleich zum 3. Quartal um acht Prozent gesunken. Nur Ingenieure wurden im letzten Quartal stärker nachgefragt. Mit Abstand am meisten gesucht wurden weiterhin IT-Fachkräfte gesucht, gefolgt von Vertriebs- und Marketing-Spezialisten. Dies zeigt der Hays Fachkräfte-Index auf. Er basiert auf einer Auswertung aller relevanten Stellenanzeigen regionaler und überregionaler Tageszeitungen sowie aus Online-Jobportalen.

Hays-Fachkräfte-Index: Stabile Lage im dritten Quartal 2013

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Mannheim. Der Stellenmarkt für Fachkräfte hat sich im dritten Quartal 2013 auf dem Niveau des Vorquartals bewegt. Die stabile Nachfrage spiegelt das moderate Wachstum der deutschen Volkswirtschaft wider. Innerhalb der einzelnen Fachbereiche zeigen sich jedoch Unterschiede. Während Spezialisten in Construction & Property sowie Life Sciences deutlich stärker gesucht wurden, blieb die Nachfrage nach IT-Experten auf dem Niveau des zweiten. Quartals 2013.

Studienprojekt: Wissensarbeiter und Unternehmen im Spannungsfeld

Christoph Niewerth
Christoph Niewerth

Wissensarbeiter werden noch zu sehr kontrolliert

Mannheim. Wissensarbeiter gelten für die Manager in Unternehmen als kostbares Gut. Die Praxis zeigt allerdings ein anderes Bild: Nur 43 Prozent der befragten Manager meinen, dass die Führung von Wissensarbeiter sich stark von der Führung anderer Mitarbeiter unterscheide. In zentralen Punkten nehmen die 432 befragten Führungskräfte ihre eigene Managementpraxis deutlich positiver wahr als die Wissensarbeiter. Zu diesen Ergebnissen kommt das Studienprojekt des Personaldienstleisters Hays in Kooperation mit der Gesellschaft für Wissensmanagement und PAC.

Internationale Rekrutierung entdeckt Indien und China

Ein Gastbeitrag von Frank Schabel

Frank Schabel

In den letzten drei Jahren hat sich in der internationalen Rekrutierung einiges getan. 2008 standen für deutsche Unternehmen vor allem osteuropäische Länder im Fokus, wenn sie international nach neuen Mitarbeitern gesucht haben. Nun zeigt sich, dass die Globalisierung spürbar vorangeschritten ist: Mit Indien (21 Prozent) und China (13 Prozent) haben sie neue Zielländer bei der Rekrutierung entdeckt. Ganz vorne auf der Liste steht nun das deutschsprachige Ausland, wenn Unternehmen neue Mitarbeiter suchen.

Bei aller europäischen Integration ist zudem interessant, dass auch die westeuropäischen Länder kaum mehr eine Rolle spielen. Großbritannien und Frankreich spielen gerade mal bei drei Prozent der Unternehmen eine Rolle. Drei Jahre zuvor waren es noch 29 Prozent bzw. 18 Prozent. Und auch in Nordamerika wird nicht mehr für Deutschland rekrutiert. Im Vergleich zu 2008, als dies 25 Prozent taten, sind es jetzt nur zehn Prozent.