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Investitionen: Mit 2,12% des Bruttoinlandsprodukts die Zukunft sichern?

Entwicklung des Bundeshaushalts – Deutschland investiert seit Jahren zu wenig in seine Zukunft

 

Bei den Investitionen im Allgemeinen und Bildungsausgaben im Speziellen liegt Deutschland deutlich hinter anderen führenden Wirtschaftsnationen. Der Anteil der sozialen Sicherung am Staatsbudget ist in der Bundesrepublik hingegen substantiell höher als im internationalen Vergleich. Europas größte Volkswirtschaft hat dabei sogar die traditionell sehr sozialstaatlich orientierten skandinavischen Länder überholt.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Der Anteil der investiven Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt gegenwärtig nur noch 2,12 Prozent. Im OECD-Schnitt sind es über 3 Prozent.

Personalwechsel: Hello and Good Bye bei UBS und DB

Martin Blessing

Autor: Bernd Gey, Personalintern

Veränderungen in der Konzernleitung von UBS
Martin Blessing, zurzeit President Personal & Corporate Banking und President UBS Switzerland, wird zum 1.1.2018 President Wealth Management. Blessing führt das Geschäft von UBS in der Schweiz seit September 2016. Bevor er zu UBS stiess, verbrachte Blessing 15 Jahre im Vorstand der Commerzbank, die Hälfte davon als dessen Vorsitzender. Er tritt die Nachfolge von Jürg Zeltner an, der Ende 2017 aus der Konzernleitung zurücktreten und 2018 aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Zeltner war die letzten neun Jahre als Konzernleitungsmitglied für das Wealth-Management-Geschäft von UBS ausserhalb Nordamerika verantwortlich.

Deutsche skeptisch beim Bildungsniveau der Flüchtlinge – Lehrer im ifo Bildungsbarometer gesondert befragt

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Clemens Fuest

Drei Viertel der Deutschen schätzen den durchschnittlichen Bildungsstand der Flüchtlinge als niedrig ein. Dementsprechend glaubt die Mehrheit (53 Prozent zu 33 Prozent) auch nicht, dass die Flüchtlinge dabei helfen, den Fachkräftemangel der deutschen Wirtschaft zu verringern. Das sind Ergebnisse des ifo Bildungsbarometers, einer repräsentativen Umfrage in Deutschland, die am Mittwoch bei der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin vorgestellt wurde. Mehrheiten finden sich für staatlich finanzierte verpflichtende Sprachkurse (75 Prozent dafür, 18 Prozent dagegen), eine Ausweitung der Schulpflicht bis 21 Jahre (58:26) und ein zweijähriges Bleiberecht nach Abschluss einer Ausbildung (50:37).

Sinns letzte Arbeitswoche am ifo beginnt

Hans-Werner Sinn hat seine letzte Arbeitswoche als Präsident des ifo Instituts begonnen. Am Donnerstag, 31. März scheidet er nach 17 Jahren an der Spitze des Forschungsinstituts aus. „Ich fühle mich wie ein Wanderer, der an der Herberge angekommen ist und seinen Rucksack abstellt“, sagte Sinn am Dienstag in München. „Und ich freue mich auf ein lebenslanges Freisemester, in dem ich forschen kann, wie’s mir grad gefällt.“ Sinn behält ein kleines Büro am ifo. Über seinen Nachfolger Clemens Fuest sagte er: „Ich kann mir niemanden vorstellen, der besser auf diese Stelle passen würde. Ich bin sehr froh, dass wir ihn gewonnen haben. Clemens ist ein hervorragender und äußerst erfolgreicher Volkswirt, der in den besten Fachzeitschriften publiziert hat. Als Finanzwissenschaftler verfügt er über das nötige Überblickswissen über alle Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre.“

Hans Werner Sinn, Clemens Fuest, ifo (Quelle: Romy Vinogradova, ifo)
Hans-Werner Sinn, Clemens Fuest, ifo (Quelle: Romy Vinogradova, ifo)

Mindestlohn: Firmen planen Preiserhöhungen, Personalabbau und Arbeitszeitverkürzung

München – Die ab 1. Januar vom Mindestlohn betroffenen Unternehmen planen, ihre Preise zu erhöhen (26 Prozent), ihre Sonderzahlungen zu kürzen (23 Prozent), Personal abzubauen (22 Prozent), die Arbeitszeiten zu verkürzen (18 Prozent) und ihre Investitionstätigkeit einzuschränken (16 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Meistens ist eine Kombination vorgesehen, denn überhaupt nicht reagieren wollen nur 43 Prozent der betroffenen Firmen.

Streiks im Nahverkehr haben einschneidende Folgen für die Allgemeinheit

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Prof. Dr. Stefan Bauernschuster

München – Streiks im öffentlichen Nahverkehr führen zu dichterem  Autoverkehr, Staus, mehr Unfällen, stärkerer Luftverschmutzung und damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen, vor allem für Kinder. Das ist das Ergebnis einer neuen Forschungsarbeit von Helmut Rainer und Timo Hener vom Münchner ifo Institut, die gemeinsam mit  Stefan Bauernschuster von der Universität Passau entstanden ist. „Wir gehen davon aus, dass die in der Studie ermittelten Schäden für die Stadtbevölkerung die Kosten der bestreikten Unternehmen um ein Vielfaches übersteigen“, sagte Rainer.

Bittere Erkenntnis: Ostdeutschland hängt wirtschaftlich weiter zurück

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

München – Auch ein Vierteljahrhundertnach dem Mauerfall hängt Ostdeutschland wirtschaftlich hinter dem Westen zurück. Der Abstand zwischen Ost und West bleibt seit Jahren praktisch konstant, von einem Aufholen auf Westniveau ist kaum eine Spur. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt auf dem Gebiet der DDR bei 66 Prozent der ehemaligen Bundesrepublik einschließlich Westberlins. Die angestrebte „Angleichung der Lebensverhältnisse“ hat Deutschland nicht geschafft. Von 1995 bis 2013 wuchs die Wirtschaft der Ex-DDR zwar um 20 Prozent, der ehemaligen Bundesrepublik aber um 27 Prozent. Das ergibt sich aus Daten, die das ifo Institut berechnet hat. Es ist zu befürchten, dass weite Teile Ostdeutschlands auch künftig zu den strukturschwachen Regionen gehören werden.

Bessere Bildung bedeutet höheres Einkommen – ifo-Bildungsökonom Wößmann zur neuen PIAAC-Studie

Prof. Dr. Ludger Wössmann
Prof. Dr. Ludger Wößmann

München – Soeben hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Ergebnisse der PIAAC-Studie – „Programme for the International Assessment of Adult Competencies“ – veröffentlicht, die Grundkompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich testet. Wie schon die Schülerinnen und Schüler bei PISA schneiden auch die deutschen Erwachsenen im internationalen Vergleich nur mittelmäßig ab.

Deutschlands Trend zur Basarökonomie ungebrochen

Gabriel Feldermayr

München – Mit der fortschreitenden Verflechtung der Weltwirtschaft wächst auch der Grad der internationalen Arbeitsteilung, die mit strukturellen Anpassungen in den Volkswirtschaften verbunden ist. Wie entwickelte sich vor diesem Hintergrund der Außenhandel Deutschlands in den vergangenen Jahren? Das ifo Institut ermittelte nun, dass der ausländische Wertschöpfungsanteil in deutschen Exporten im Verlauf der vergangenen Jahre deutlich stieg. Insbesondere Vorleistungen aus China und den Mittel- und Osteuropäischen Ländern gewinnen für deutsche Exporte weiter an Bedeutung.

Arbeitsmarkt Bauwirtschaft: ifo Architektenumfrage deutet auf leichte Eintrübung des Geschäftsklimas hin

  • Geschäftsklima weiterhin freundlich
  • Planungen für Mehrfamiliengebäude gewinnen weiter an Bedeutung

München – Nach den Umfrageergebnissen des ifo Instituts bei den freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des 3. Quartals 2012 leicht eingetrübt, ist jedoch weiterhin freundlich.

Die befragten Architekten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr so hervorragend wie noch im Vorquartal ein. „Wenn man vom Spitzenwert des vorangegangenen Quartals absieht, wird die Lage noch immer besser bewertet als in den vergangenen zwei Jahrzehnten“, erklärt Erich Gluch, Bau-Experte am ifo Institut. Der Anteil der freischaffenden Architekten, die ihre derzeitige Auftragssituation als „gut“ bezeichneten, sank von 45 auf 42%; der Anteil der „schlecht“-Urteile erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 19%.

ifo Wirtschaftsklima im Euroraum eingetrübt

Vorab-Ergebnisse des Ifo World Economic Survey (WES) vom 3. Quartal 2012 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC)

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist nach zwei Anstiegen in Folge im dritten Quartal 2012 wieder gesunken. Er liegt damit deutlicher als bisher unter seinem langfristigen Durchschnittswert. Sowohl die aktuelle Lagebeurteilung als auch die Erwartungen sind schlechter ausgefallen als im zweiten Quartal. Es wird nicht mehr damit gerechnet, dass sich die Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten erholt. Die wieder aufflammende Schuldenkrise setzt der Konjunktur im Euroraum zu.

Unternehmen befürchten zunehmenden Engpass bei der Gewinnung von Fachkräften

Prof. Dr. Ingo Weller
  • ifo Sonderumfrage zeigt bei 40 Prozent der befragten Unternehmen Probleme, Fachkräfte zu gewinnen.
  • Zwei Drittel der Befragungsteilnehmer rechnen mit weiterer Verknappung bis zum Jahr 2015.
  • Insbesondere bei Fachkräften mit beruflicher Ausbildung werden Engpässe erwartet
  • Unternehmen setzen auf Fortbildung und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung

München – 40 Prozent der Unternehmen geben angesichts des starken Wirtschaftsaufschwungs, der Deutschland erfasst hat, an, dass sie derzeit Probleme sehen, eine ausreichende Zahl von Fachkräfte zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Sonderumfrage des ifo Instituts, die in Kooperation mit Prof. Ingo Weller (LMU) durchgeführt und am 6.Dezember vorgestellt wurde.

Konjunktur und Arbeitsmarkt – Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im Juli 2010: ifo Geschäftsklimaindex im Steigflug

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

München. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli deutlich gestiegen. Diese Zunahme ist der größte Sprung nach oben seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Unternehmen berichten von einer erheblich besseren Geschäftslage als im vergangenen Monat. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen die Befragungsteilnehmer zudem optimistischer ein als im Juni. Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.

Arbeitsmarkt für Architekten: Auftragsbestand so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren

ifo Schnelldienst-Vorab 12/2010

Viel Arbeit für Architekten

München. Das Geschäftsklima für Architekten ist unverändert günstig. Bei der vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts bezeichnete knapp ein Drittel der Befragungsteilnehmer die eigene Lage als gut. Nur ein Viertel der Architekten ist unzufrieden. Damit überwiegt zum vierten Mal in Folge die Zahl der positiven Meldungen. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind hingegen nicht mehr ganz so zuversichtlich. Zwar stieg der Anteil der optimistischen Architekten von 16 auf 17 Prozent. Gleichzeitig nahm aber der Anteil der Skeptiker von 18 auf 20 Prozent zu.