Institut der Deutschen Wirtschaft

Fachkräftemangel: Der Kampf der Kleinen

Insbesondere dem Mittelstand fällt es immer schwerer, Fachkräfte zu finden, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Situation verschärft sich deutschlandweit – vor allem Fachkräfte mit Berufsausbildung sind Mangelware. Die Unternehmen reagieren darauf, indem sie beispielsweise mehr Ausbildungsplätze in Engpassberufen anbieten. Im vergangenen Jahr waren rund 72 Prozent aller offenen Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben, das sind Berufe, für die es mehr freie Stellen als verfügbare Fachkräfte gibt. Vor fünf Jahren traf das erst auf 47 Prozent der Stellen zu.

Paula Risius

Unternehmensführung: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter

Dominik H. Enste
PROF. DR. DOMINIK H. ENSTE Leiter des Kompetenzfelds Verhaltensökonomik und Wirtschaftsethik

Der digitale Wandel führt in vielen Unternehmen zu neuen, flexiblen Arbeitszeitmodellen. Homeoffice und Teilzeit sind immer öfter möglich und nötig. Dafür ist Vertrauen unerlässlich. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Vertrauen fördert die Produktivität und kann ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein.

Mehr Homeoffice und flexible Arbeitszeiten – die Digitalisierung macht es möglich. Chefs stellt das jedoch vor ein Problem: Die direkte Kontrolle über die Mitarbeiter wird schwieriger. Doch wer sein Team weniger stark kontrolliert, kann die Zufriedenheit und Produktivität der Angestellten langfristig steigern, zeigt die IW-Studie.

Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

Der. Susanne Seyda

Ein Artikel von Sussanne Seyda, David B. Meinhard und Beate Placke (IW Köln)

Mit zunehmender Nutzung digitaler Technologien im Unternehmen werden zudem häufiger IT-Kompetenzen vermittelt. Gleichzeitig bleiben nichtdigitale Kompetenzbereiche wie das berufliche Fachwissen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen relevant. Die Digitalisierung stellt nicht nur neue Anforderungen an Weiterbildungsinhalte. Sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren.

Frauen in Führungspositionen: Mut zur Bewerbung gefragt

Dr. Oliver Stettes

Seit Jahren wird über die relativ geringe Zahl weiblicher Führungskräfte diskutiert. Zu Recht: Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Frauen zwar fast 45 Prozent aller Beschäftigten stellen, aber nur 29 Prozent der Führungskräfte. Die Studie macht allerdings auch deutlich, dass dies vor allem am niedrigen Anteil weiblicher Bewerber liegt.

Keine Angst vor Robotern – Beschäftigungseffekte der Digitalisierung

Dr. Oliver Stettes

Von Dr. Oliver Stettes, Leiter des Komnpetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt, Institut der deutschen Wirtschaft

Weniger Arbeitsplätze durch die fortschreitende Digitalisierung in Unternehmen – davon ist in Deutschland bislang nichts zu spüren. In einer aktuellen Studie widerlegt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die oft zitierte These, dass es durch den digitalen Wandel flächendeckend zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommt.

 

Engpassberufe: Fachkräftemangel weitet sich aus

Alexander Burstedde

Unternehmen haben immer größere Probleme, neue Mitarbeiter zu finden. Zwei von drei Arbeitsplätzen sind derzeit schwer zu besetzen. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Besonders angespannt ist die Situation in Süddeutschland, doch auch in Thüringen und einzelnen norddeutschen Regionen sind Fachkräfte extrem knapp.

Nur 2 Prozent Gehaltsunterschied

Beschäftigungsperspektiven von Frauen

Dr. Oliver Stettes

Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt in Deutschland aktuell bei weniger als 2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Der niedrige Wert steht nur auf den ersten Blick im Widerspruch zu anderen Erhebungen, die deutlich höhere Lohnabstände ausweisen. Denn die IWWissenschaftler haben für den Gehaltsvergleich erstens Faktoren wie Teilzeitbeschäftigung, Bildungsstand und Dauer der Betriebszugehörigkeit berücksichtigt. Dadurch reduzierte sich der Lohnabstand, der auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels berechnet wurde, von 25 auf 11 Prozent.