IW Köln

Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

Der. Susanne Seyda

Ein Artikel von Sussanne Seyda, David B. Meinhard und Beate Placke (IW Köln)

Mit zunehmender Nutzung digitaler Technologien im Unternehmen werden zudem häufiger IT-Kompetenzen vermittelt. Gleichzeitig bleiben nichtdigitale Kompetenzbereiche wie das berufliche Fachwissen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen relevant. Die Digitalisierung stellt nicht nur neue Anforderungen an Weiterbildungsinhalte. Sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren.

Einkommensmobilität: Söhne verdienen mehr

Dr. Maximilian Stockhausen

Oft heißt es, in Deutschland sei es vor allem eine Frage des Elternhauses, wie weit es Kinder im Leben bringen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat diese These in einer neuen Studie überprüft – und widerlegt.

Rund 63 Prozent der Söhne in Deutschland haben ein höheres Arbeitseinkommen als ihre Väter. So lautet ein zentrales Ergebnis der IW-Studie. Sie stellt die sogenannte intergenerationale Einkommensmobilität in den Fokus. Diese gibt Aufschluss darüber, wie sehr sich das Einkommen der Kinder von dem der Eltern unterscheidet. Bei der absoluten Einkommensmobilität steht die Frage im Mittelpunkt, welche realen Einkommensunterschiede es zwischen Eltern und ihren Kindern in vergleichbaren Lebensabschnitten gibt. Besonders deutlich fallen die Ergebnisse am unteren Ende der Einkommensskala aus: Rund 90 Prozent der Söhne von Vätern aus dem niedrigsten Einkommensviertel erreichen ein höheres Einkommen als ihre Väter.

 

Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei Facharbeitern

Holger Schäfer
Holger Schäfer

Holger Schäfer, IW Institut Köln

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege.

Migrationseffekte: Integration schafft Wachstum

Dr. Tobias Hentze
Dr. Tobias Hentze

Die Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach erhöht die jüngste Zuwanderung das Bruttoinlandsprodukt bis 2020 um insgesamt rund 90 Milliarden Euro. Der Effekt auf das Pro-Kopf-Einkommen ist vorerst negativ.

Neue PISA-Studie: Großer Handlungsbedarf in MINT-Fächern

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht.

Die vielfältigen Recruiting-Kanäle sind die Säulen der Personalbeschaffung
MINT-Berufe: Die Säulen des Fachkräftemarkts

Zufriedenheit im Job: Lohn alleine macht nicht glücklich

Mara Ewers
Mara Ewers

Vor allem das Gehalt, die Ausbildung und die Tätigkeiten gelten als entscheidend dafür, wie glücklich Arbeitnehmer sind. Nun zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): In hohem Maß hängt es auch an Persönlichkeitsmerkmalen, wie zufrieden Menschen mit ihrem Job und Leben sind.

Sharing Economy: Der Traum von der digitalen Einheit

Die unterschiedliche Anwendung von Gesetzen in den EU-Ländern behindert häufig das Wachstum von Online-Plattformen, allen voran von Angeboten der Sharing Economy wie AirBnB oder Uber. Die Europäische Kommission will endlich einheitliche Regeln schaffen – ohne extreme Geschäftsbeschränkungen. Das ist richtig und überfällig.

Sharing Economy
Die EU-Länder regulieren Sharing-Plattformen wie AirBnB bisher ganz unterschiedlich. Die Kommission will das ändern. Foto: GoodLifeStudio/iStock

Ergebnisorientiert Führen als Alternative zur Präsenzkultur

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist vielfältig: Ob von zuhause, im Zug oder am Rheinufer – Smartphones, Tablets und Laptops machen es möglich. Unternehmen setzen daher zunehmend auf Zielvereinbarungen und einen ergebnisorientierten Führungsstil statt Anwesenheitskontrollen im Betrieb.

Steigende Arbeitskosten:Höhere Kaufkraft zu einem hohen Preis

Steigende Arbeitskosten
Steigende Arbeitskosten belasten deutsche Firmen – hier eine BMW-Motorenproduktion – im internationalen Wettbewerb. Foto: EdStock/iStock

Die Arbeitskosten in Deutschland sind im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um über 3 Prozent gestiegen. Arbeitnehmer können sich also über mehr Kaufkraft freuen, weil die Inflationsrate momentan sehr niedrig ist. Doch Unternehmen sind zu Recht beunruhigt: Die steigenden Arbeitskosten bedeuten für sie Wettbewerbsnachteile – und letztlich könnte das auch die Arbeitnehmer empfindlich treffen.

Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern: Neue Aufregung um bekannte Befunde

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht in den nächsten Wochen wieder, wie hoch die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen ist. Schon jetzt gibt es Wirbel, dabei sind die Unterschiede bereinigt um Berufswahl und Erwerbspausen gar nicht so groß.

Arbeitsplatz Online-Startup: Europa braucht den Mittelweg

Digital Single Market Strategy at the European CommissionOnline entstehen immer mehr Marktplätze für Daten, Waren und Dienstleistungen. Bislang sind diese Plattformen allerdings nicht oder falsch reguliert. Das muss die Europäische Union schnellstmöglich ändern, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Analyse. Die IW-Experten plädieren für einen Balanceakt zwischen Rechtssicherheit und Innovationsförderung.

Berufsausbildung: Mehr Chancen für Europas Jugend

Insbesondere in Südeuropa sind sehr viele Jugendliche arbeitslos. Eine hochwertige Berufsausbildung hilft dabei, jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Dabei können die europäischen Länder voneinander lernen, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

 

Das Internet macht Unternehmen erfolgreich

  • Stefan Hentschel, Google

    BITKOM, IW Köln und Google stellen Studie auf Hannover Messe vor

  • Internetaffine Unternehmen haben höhere Wachstumschancen
  • IT-Ausgaben der Industrie steigen 2013 um 4 Prozent auf 22 Mrd. Euro

Unternehmen, die das Internet in ihre Geschäftsmodelle integrieren, sind erfolgreicher als der Rest der Wirtschaft. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Studie, die BITKOM, das IW Köln und Google auf der Hannover Messe vorgestellt haben. Demnach erwarten rund 60 Prozent der internetaffinen Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 ein deutliches Umsatzwachstum. Unter den Unternehmen, für die das Internet eine untergeordnete Rolle spielt, waren es nur 46 Prozent (Industrie) bzw. 38 Prozent (Dienstleister).