KI

Wie eine KI zur Kundenbindung beitragen kann

KUNDENBINDUNG STEIGERN DURCH EINE KI. SIND SIE ZUSCHAUER, MITLÄUFER ODER INNOVATOR?

Die Künstliche Intelligenz ist ein Forschungsgebiet, welches sich der Imitation vom menschlichem Handeln und Wahrnehmung durch Computerprogramme widmet. Dabei gilt: Je realistischer, desto besser. Einige Unternehmen sprechen bereits davon, eine echte Künstliche Intelligenz zu besitzen und in ihren Prozessen zu nutzen. Dabei ist es viel wahrscheinlicher, dass sie sich des Machine Learnings bedienen, welches schon heute für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden kann.

Mark Sievers, KPMG, Crosswater Job Guide, KI,
Mark Sievers

KI kann viel, aber längst nicht alles

  • Neue Publikationsreihe „Science over Fiction“ zeigt Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz
  • Erste Folge zur Erkennung von epileptischen Anfällen durch maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern wird. In der öffentlichen Debatte werden KI aber häufig auch Möglichkeiten zugesprochen, die weit jenseits dessen liegen, was in absehbarer Zukunft technologisch erreichbar ist. Der Digitalverband Bitkom will mit einer neuen Publikationsreihe „AI: Science over Fiction“ zur Versachlichung der Debatte beitragen und an ausgewählten Beispielen zeigen, welchen Nutzen KI stiften kann und wo die Grenzen liegen.

„Die Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz sind oft von Science-Fiction-Romanen und -Filmen geprägt. So entsteht Angst vor einer omnipotenten Künstlichen Intelligenz, und Angst ist immer ein schlechter Ratgeber“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die neue Publikationsreihe des Bitkom hat das Ziel, den Blick auf KI zu schärfen und reale Einsatzszenarien statt fantasievoller Utopien in den Mittelpunkt zu rücken. KI erschließt heute in erster Linie neue Möglichkeiten für die Automatisierung von klar definierten Aufgaben, in vielen anderen Bereichen steckt KI noch in den Kinderschuhen.“

Achim Berg

Zukunft Personal: Zum 20-jährigen Jubiläum die 20.700 Besuchermarke geknackt

Zukunft Personal Europe in Köln erfolgreich zu Ende gegangen

Es ist die Fortsetzung einer zwanzigjährigen Erfolgsgeschichte: Mit einem Besucherrekord ist gestern die Zukunft Personal Europe in der Koelnmesse mit 20.717 Besuchern zu Ende gegangen. Die Leitmesse rund um die Gestaltung der Arbeitswelt kann mit 770 Aussteller und über 40.000 Quadratmetern auch die flächenmäßig größte Veranstaltung aller Zeiten vermelden. Kernthemen der Branche waren die erfolgreiche Gestaltung der Unternehmenstransformation und die Integration von KI in die Arbeitsprozesse.

 AFP PHOTO / Odd ANDERSEN

Computerbranche: Auswirkungen von K.I. und Maschinellem Lernen auf die Jobbörse

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten nicht nur für Fachkräfte im Bereich IT und Computersicherheit große Karrierechancen. Die Auswirkungen der sich weiter entwickelnden Technologien haben auch Einfluss auf Jobs, Gehälter und Karriere-Möglichkeiten vieler weiterer Branchen. Künstliche Intelligenz kann Arbeitskosten senken, Stellenabbau nach sich ziehen – aber auch neue Karrierewege eröffnen. Eine Übersicht darüber, wie K.I. und maschinelles Lernen die Jobbörse in der näheren Zukunft beeinflussen werden. Und warum Arbeitnehmer sich nicht zu sorgen brauchen.

Quelle:  Unplash

One Hour Translation (OHT): KI ist dabei, die globale Übersetzungsbranche zu verändern, und bis 2022 wird es voraussichtlich zu Massenentlassungen kommen

Die Arbeitsplätze hunderter und tausender Fachleute in der globalen Übersetzungsbranche laufen Gefahr, aufgrund der raschen Verbesserung der NMT-Maschinen (Neural Machine Translation) von Unternehmen wie Google, Amazon, Microsoft und anderen zu verschwinden, sagt Ofer Shoshan, CEO und Mitbegründer von OHT. Die Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 50 Milliarden US-Dollar und beschäftigt über 500.000 Fachkräfte in geschätzten 21.000 Übersetzungsbüros.

Shoshan geht davon aus, dass „die meisten geschäftlichen Übersetzungen bis 2022 von weitgehend kostenlosen NMT-Maschinen angefertigt werden, und zwar mit menschlicher Nachbearbeitung (Human-in-the-Loop).“ Der Einsatz von NMT führt bereits zu erheblichen Kosteneinsparungen für Unternehmen, die jährlich Millionen von Dollar für Übersetzungsdienstleistungen ausgeben und von diesen abhängig sind.

Ofer Shoshan

Startups in Deutschland: Die Skepsis nimmt zu

  • Ihre eigene Lage hat sich zuletzt nur noch für 39 Prozent der Startups verbessert
  • Jedes zehnte Startup beklagt eine Verschlechterung
  • Mehrheit bemängelt, dass Politik bei großen digitalen Zukunftsthemen den Anschluss verpasst

Die Startups in Deutschland werden skeptischer. Aktuell sagen nur noch 39 Prozent der Gründer, dass sich in den vergangenen zwei Jahren die Lage für ihr eigenes Startup verbessert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 44 Prozent, vor zwei Jahren sogar bei 54 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Startups, die eine Verschlechterung der eigenen Situation wahrnehmen, verdoppelt, von jeweils 5 Prozent in den vergangenen beiden Jahren auf jetzt 11 Prozent. „Deutschland kann eine ganze Reihe erfolgreicher Startups vorweisen, die inzwischen auch international expandieren. Das erklärte Ziel der Politik, Deutschland zu einer Startup-Nation zu machen, ist aber kein Selbstläufer“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die negative Entwicklung in der Einschätzung der eigenen Lage durch die deutschen Startups ist ein Warnzeichen.“

Achim Berg

Richtlinien für den Einsatz von KI in der Personalarbeit

Der Ethikbeirat HR-Tech, ein mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Gewerkschaft, Start-ups und etablierten Unternehmen besetztes Gremium, hat heute Richtlinien für den verantwortungsvollen praxisorientierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im HR-Management vorgelegt. Gleichzeitig wurde mit der Veröffentlichung eine umfassende Konsultationsphase gestartet, die alle Interessierten dazu einlädt, die Richtlinien zu kommentieren und durch fundierte Anregungen weiterzuentwickeln.

Dr. Elke Eller

Künstliche Intelligenz ist die Top-Technologie für Startups

  • Jedes dritte Startup nutzt KI, ebenso viele denken über den Einsatz nach
  • Großes Interesse besteht an Datenanalyse und Blockchain-Technologie

Künstliche Intelligenz ist die wichtigste neue Technologie für deutsche Startups. Bereits mehr als jedes dritte Startup (39 Prozent) nutzt KI – und in Kürze könnte sich die Zahl sogar noch verdoppeln. Ein weiteres Drittel der Startups (38 Prozent) gibt an, den Einsatz zu planen oder darüber zu diskutieren. Nur für rund jedes fünfte Startup (22 Prozent) ist KI derzeit überhaupt kein Thema. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 300 Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Achim Berg

Deutschland für Digitalexperten zweitbeliebtester Arbeitsmarkt der Welt  

  • Lediglich USA sind bei digitalen Fachkräften als Zielland noch beliebter
  • Berlin liegt nach London und New York auf dem dritten Platz der attraktivsten Städte
  • Deutschland auch bei internationalen Experten für Künstliche Intelligenz sehr beliebt  

Deutschland liegt auf dem zweiten Platz der weltweit beliebtesten Zielländer für hochqualifizierte Digitalfachkräfte und ist damit der attraktivste nicht-englischsprachige Jobstandort der Welt. Das zeigt die internationale Arbeitsmarktstudie Decoding Digital Talent, für die die Online-Jobplattform StepStone, die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und das globale Jobbörsen-Netzwerk The Network 27.000 Digitaltalente aus 180 Nationen befragt haben. Als Digitalexperten definiert die Studie Arbeitnehmer mit Expertise in Bereichen wie Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning, Datamining, Entwicklung mobiler Apps, Programmieren oder digitales Marketing.

Rainer Strack