Recruiting 2.0: Gute Mitarbeiterpolitik ist Pflicht, Social Media die Kür

kalaydo.de versammelt Experten zum 10. Unternehmerabend – Mehr als 100 Interessierte besuchen das Event

Köln. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. sind mittlerweile nicht mehr nur fester Bestandteil der privaten Welt, sondern werden auch für Personaler zu immer wichtigeren Kanälen auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Auf dem 10. Unternehmerabend der Reihe ZUKUNFT MITTELSTAND von kalaydo.de trafen sich am 18. November wieder Experten und Unternehmer aus der Region, um erste Bewertungen und Erfahrungen im HR-Einsatz des Web 2.0 für das Recruiting zu diskutieren.

Kalaydo Unternehmensabend (v.l.n.r.): R. Matthias Olten (Leiter Stellenmarkt kalaydo.de), Thomas Kleb (Geschäftsführer Kienbaum Communications), Jochen Mai (Ressortleiter der Wirtschaftswoche), Nicole Thiele (HR-Managerin Trusted Shops) , Joachim Vranken (Geschäftsführer kalaydo.de)

Die drei Redner präsentierten dem Publikum bestehend aus 110 Geschäftsführern und Personalentscheidern dabei unterschiedliche Perspektiven auf das Thema. In einem Punkt waren sich sowohl Experten als auch Besucher einig: Die Personalfindung im Web 2.0 geht nicht vorrangig vom Unternehmen, sondern von seinen Mitarbeitern aus. Für die erfolgreiche Rekrutierung in sozialen Netzwerken, ist ein gutes Employer Branding damit Grundvoraussetzung. Ist diese erfüllt, stellt Social Media auch für mittelständische Unternehmen einen interessanten Kanal dar.

Auf die gute Mitarbeiterpolitik folgt der erfolgreiche Social Media Auftritt

Thomas Kleb, Geschäftsführer von Kienbaum Communications, erläuterte im ersten Vortrag des Abends „Recruiting im Web 2.0-Zeitalter“ anschaulich die Sicht einer Kommunikationsagentur, die unter anderem auch mittelständische Unternehmen berät. Im Mittelpunkt der Personalfindung stehen für ihn ein gutes Firmenimage, eine positive Stimmung unter den Mitarbeitern sowie ein klares Konzept, die das Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt attraktiv machen. Twitter und Facebook schätzt Kleb dabei eher als zweitrangig ein und unterstützt den Hype um Social Media nicht. Im ersten Schritt muss sich jedes Unternehmen über die eigenen Vorteile gegenüber dem Wettbewerb klar werden. Erst auf dieser Grundlage empfiehlt er, Erfahrungen in sozialen Netzwerken zu sammeln – untätig bleiben sollte niemand.

Soziale Netzwerke als Ergänzung zu klassischem Recruiting

Dieser Meinung ist auch Nicole Thiele, die als HR-Managerin von Trusted Shops in ihrem Vortrag „HR goes 2.0 – Chance oder Limit für den Mittelstand“ die mittelständische Perspektive aufzeigte. Die Personalleiterin beschäftigt sich in ihrer täglichen Arbeit mit modernen Social-Media-Plattformen und hat diese bereits in die Personalsuche integriert. Die Grundlage hierfür sieht auch Thiele in einem guten Employer Branding. Generell bewertet sie die Möglichkeiten für Unternehmen unter dieser Maßgabe positiv, denn bereits jetzt kommen 35 Prozent des neuen Personals über Empfehlungen aus dem persönlichen Netzwerk der Mitarbeiter. Auf klassische Rekrutierungskanäle wie zum Beispiel Online-Stellenbörsen, möchte die Personalleiterin auch auf lange Sicht nicht verzichten und sieht Social Media vorrangig als Ergänzung.

Qualitativer Content als Muss für Social Media Aktivitäten

Diese Tendenz bestätigt auch Jochen Mai, Ressortleiter der Wirtschaftswoche und überzeugter Blogger auf seinem Portal karrierebibel.de. Seiner Meinung nach sind Social Media Kanäle in der heutigen Zeit nicht mehr aus dem Personalwesen wegzudenken und werden in nächster Zeit sogar noch an Bedeutung gewinnen. Durch sie erhalten Unternehmen die Chance, sich ihren Bewerbern auch durch positive Beiträge ihrer Mitarbeiter als sympathischer Arbeitgeber zu präsentieren – ob die Firmen Großkonzerne oder Mittelständler sind spielt im Internet für ihn keine Rolle. Eine Regel gilt jedoch für alle: Wer sich als Unternehmen im Netz und auf Social Media Kanälen bewegt, muss für qualitativen Content sorgen, um den Kampf um die Talente von Morgen zu gewinnen. Ein bis zwei Meldungen pro Woche und ein schnelles Feedback auf Kommentare sind dabei ein Muss.

„Unser 10. Unternehmerabend hat wieder gezeigt, dass wir mit dem Thema „Social Media bei der Personalsuche“ ein hochaktuelles Thema gefunden haben,“ so Matthias Olten, Leiter des Stellenmarkts von kalaydo.de. Er ergänzt: „Es zeigt, dass unsere Strategie, die klassische Online-Stellenbörse und Social-Media zu verbinden, richtig ist.“

Über kalaydo.de

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