Bewerber-Intelligenz mit Füßen getreten

Ratgeber von der Reste-Rampe

Von Gerhard Kenk

Wie doof, bitte sehr, werden Bewerber eingeschätzt? Man ist es ja schon gewohnt: Bewerber-Ratgeber haben Hochkonjunktur – zumindest in den Redaktionsplänen vieler Medien. Wenn die Ideen für gut recherchierte Bewerber-Themen ausgehen (einige wenige Ausnahmen bestätigen die Regel) , greift so mancher Redakteur zum bewährten Mittel: Masse statt Klasse – die Assoziation der Sättigungsbeilage in einer schlecht geführten Betriebskantine liegt nahe.

Das Mantra der Bewerbungsexperten vereinigt sich mit dem Rosenkranz der Gläubigen: Die immer wiederkehrenden Tips für eine erfolgreiche Bewerbung drehen sich im Kreis, in endlosen Wiederholungen werden auch die banalsten Selbstverständlichkeiten als Heilsbringer zum Bewerberglück dargestellt.

Prüfen Sie Ihr Anschreiben auf Rechtschreibfehler. Kommen Sie pünktlich zum Vorstellungsgespräch. Putzen Sie vorher Ihre Zähne und Ihre Schuhe – egal in welcher Reihenfolge. Und so weiter und so weiter.

Das jüngste Beispiel dieser unendlichen Geschichten findet man in der Computerwoche, wo Redakteur Hans Königes auf die Bedeutung der schnellen Bewerbung („Geschwindigkeit entscheidet“) hinweist. Gleichzeitig drückt er sich jedoch um die Antwort, ob eine schnelle Bewerbung nur für den Kandidaten wichtig ist oder ob eine entsprechende schnelle Antwort des Personalers ebenfalls wichtig ist.

Doch die Bildredaktion der Computer-Woche hat diesem üblichen Bewerber-Tip-Artikel einen Bärendienst erwiesen und geglaubt, zum Thema Bewerbungsfoto richtig anschauliche No-Go-Beispiele beizumischen.

 

Beim Betrachten der Fotoserie der ungeeigneten Bewerberfotos glaubt man fast, daß Ratgeber und Redakteure überzeugt sind, Bewerber hätten keinen gesunden Menschenverstand mehr. Schauen Sie selbst, welche Beispiele Ratgeber und Redakteure als „Bewerberfoto“ einschätzen.

Bewerbungsfoto? (Quelle: Computerwoche)

 

Bewerbungsfoto? (Quelle: Computerwoche)

 

 

 

 

 

 

 

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