Bologna-Prozess – Ein großer Fehler?!

  • Online-Umfrage von Monster: 79 Prozent der Befragten sind mit dem Bologna-Prozess unzufrieden
  • Nur jeder 10. Umfrageteilnehmer sieht in der Umstellung Vorteile

Bernd Kraft

Eschborn. Als sich die europäischen Bildungsminister 1999 auf die Bologna-Reform einigten, gab es einen Aufschrei in Deutschland. Scharfe Debatten und Proteste junger Akademiker sorgten damals für Aufsehen. Eine aktuelle Umfrage des Online-Karriereportals monster.de zeigt, dass die Umstellung auf neue Studienabschlüsse auch mehr als zehn Jahre später nicht nur positiv diskutiert wird. 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Bologna-Reform sei eine Fehlentscheidung gewesen. Nur zehn Prozent sehen Vorteile in der Umstellung auf das Bachelor- und Master-System. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer stehen dem Thema neutral gegenüber, drei Prozent haben sich noch keine Gedanken dazu gemacht.

Die Ergebnisse der Umfrage aus Deutschland auf einen Blick:

 

Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master haben sich mittlerweile etabliert. Was halten Sie davon?

 

Ich finde, dass die Umstellung viele Vorteile für Studenten/Absolventen und auch für Unternehmen gebracht hat 

 

10% (45)
Meiner Meinung nach war die Umstellung ein großer Fehler 

 

79% (364)
Ich denke, es war weder gut noch schlecht 

 

8% (39)
Ich habe noch nicht darüber nachgedacht 3% (13)

Ein Vergleich mit Österreich und der Schweiz zeigt, dass die Befragten in beiden Ländern weniger negativ über die neuen Studienabschlüsse denken. Die Zahl der Gegner und Befürworter ist hier relativ ausgeglichen. In der Schweiz finden beispielsweise 39 Prozent der Befragten, die Bologna-Reform bringe Vorteile, nur 32 Prozent stehen ihr negativ gegenüber. 39 Prozent der Befragten in Österreich halten die Umstellung für einen Fehler, knapp ein Drittel sehen darin vor allem Vorzüge.

 

Ziel der Bologna-Reform ist es, die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen zu steigern und einen besseren Wissenstransfer zwischen den europäischen Ländern zu ermöglichen. Darüber hinaus soll die Mobilität der Studierenden gefördert werden. Doch die versprochene Mobilität scheint die Reform gerade zu behindern. So gingen laut einer Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS)*, die im September 2011 veröffentlicht wurde, im Jahr 2009 nur 15 Prozent der Bachelorstudenten und ein Viertel der Masterstudenten an deutschen Universitäten ins Ausland. Bei den Diplomstudierenden waren es hingegen 35 Prozent.

„Die Bologna-Reform hat den Druck auf die Studierenden erhöht“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster. „Nach schnellem Studienabschluss stellen sie oft fest, dass ihnen praktische Erfahrungen für den Arbeitsmarkt fehlen. Wir bei Monster sind überzeugt, dass Studierende, auch im Bachelor-Studium, Auslands- und Praxiserfahrung sammeln sollten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Unternehmen können junge Talente mit interkultureller Kompetenz früh an sich binden und Studierende profitieren von besseren Jobchancen.“

Grundsätzlich gilt es, die kurze Studienzeit optimal zu nutzen. Wer in seinem Lebenslauf mehr als nur den Studienabschluss nachweisen kann, punktet bei Arbeitgebern. Wie der perfekte Lebenslauf aussieht, verraten die Karriereexperten von Monster unter http://forum.monster.de

 

580 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben vom 20. Februar bis zum 4. März 2012 an der Online-Umfrage teilgenommen. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.

 

Über Monster Deutschland:

Monster, www.monster.de, ist das bekannteste private Online-Karriereportal in Deutschland** mit einem umfassenden Service- und Informationsprogramm rund um Beruf und Karriere. Das Unternehmen bringt Arbeitgeber und qualifizierte Arbeitskräfte auf allen Karrierestufen zusammen und bietet Jobsuchenden passgenaue Unterstützung für die individuelle Karriereplanung. Firmensitz der Monster Worldwide Deutschland GmbH ist Eschborn bei Frankfurt/Main. Die Monster Worldwide Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der Monster Worldwide Inc. mit Sitz in New York. Monster Worldwide ist seit 1994 ein weltweit führendes Portal für Online-Rekrutierung und unterstützt Menschen dabei, ihre Lebensziele zu verwirklichen. Monster Worldwide ist in Märkten in Europa, Nordamerika und Asien präsent. Um mehr über monster.de zu erfahren, besuchen Sie die Website www.monster.de. Informationen über Monster Worldwide, Inc. (NYSE: MWW), finden Sie unter http://about-monster.com.

 

* HIS:Projektbericht September 2011: Internationale Mobilität im Studium 2009 – Ergebnisse einer Wiederholungsbefragung zu studienbezogenen Aufenthalten deutscher Studierender in anderen Ländern.

**Nielsen Studie – November 2011

 

Ansprechpartner für die Medien:

Monster Worldwide Deutschland GmbH

Dr. Katrin Luzar

Tel.: 06196.99 92 -688; Fax: 06196.99 92 -922

E-Mail: katrin.luzar@monster.de

 

Anne Seeanner

Tel.: 06196.99 92 -626; Fax: 06196.99 92 -922

E-Mail: anne.seeanner@monster.de

 

 

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