Uni Passau: Personalbefragung belegt hohe Zufriedenheit und Engagement der Beschäftigten

Zwei Drittel der rund 500 wissenschaftsunterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Passau haben sich an einer Personalbefragung im Herbst vergangenen Jahres beteiligt. Die nun vorliegende Auswertung zeigt ein ausgeprägtes Engagement der Beschäftigten für ihre Arbeit und eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeitssituation. Handlungsbedarf wirft insbesondere das Thema befristete Arbeitsverträge auf.

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Achim Dilling

„Innere Kündigung“ an der Universität Passau kein Thema

 

In 176 Fragen bewerteten die Beschäftigten ihre Zufriedenheit mit der Arbeitssituation, den Themen Führung, Zusammenarbeit, Arbeitskultur, Gesundheit, Engagement, Bindung und Qualität der Arbeit. Bei 82,2 % der Fragen fiel das Urteil positiv oder sehr positiv aus, bei 17,2 % lag es im mittleren Feld, bei einer Frage im kritischen Bereich. Im Vergleich mit den Ergebnissen anderer deutscher Universitäten, die die Befragung bereits durchgeführt haben, schneidet Passau bei 98,3 % der Fragen besser als die bisher befragten Universitäten ab, teils sind die Unterschiede erheblich. Besonders auffallend ist das hohe Engagement der Passauer Universitätsbeschäftigten für ihre Arbeitsaufgaben (4,61 von 5 möglichen Punkten).

„Ich bin stolz und dankbar für derart engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Einsatz und ihre Bindung an die Universität sind unsere große Stärke. Das vielbeschriebene Phänomen der „inneren Kündigung“ ist für uns an der Universität Passau kein Thema“, freut sich Dr. Achim Dilling, Kanzler der Universität Passau und Dienstvorgesetzter des wissenschaftsunterstützenden Personals.

 

Beste Werte für allgemeine Arbeitssituation, Führungskultur und kollegiale Zusammenarbeit

 

Neben der Bewertung der Zufriedenheit konnten die Beschäftigten auch angeben, wie hoch sie den Handlungsbedarf in den verschiedenen Bereichen einschätzen. Die besten Werte, also diejenigen mit dem geringsten Handlungsbedarf, erreichten demnach die Themen Führungskultur, die Ausstattung des Arbeitsplatzes, die Wertschätzung von Führungsaufgaben, die Arbeitssituation insgesamt, die kollegiale Zusammenarbeit, die Einarbeitung neuer Beschäftigter, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Diskriminierungsfreiheit sowie die Arbeit mit Studierenden. Akuten Handlungsbedarf sehen die Beschäftigten beim Thema befristete Arbeitsverträge. 19 % der Befragten gaben an, einen befristeten Arbeitsvertrag zu haben. Eine Mehrheit der Beschäftigten sieht zudem Handlungsbedarf bei Entwicklungsmöglichkeiten und beruflicher Perspektive sowie bei der Frage, wie Entscheidungen von einer höheren auf die nächsten Ebenen kommuniziert werden.

 

Handlungsfelder Dauerbeschäftigungsmöglichkeiten, Fortbildungen und Kommunikation von Entscheidungen

 

„Das Thema der befristeten Arbeitsverträge beschäftigt uns bereits seit längerem, denn die Problematik hängt mit den begrenzten Planstellen der Universität Passau zusammen. Wir arbeiten seit zwei Jahren intensiv daran, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Dauerbeschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Allein im vergangenen Jahr konnten dadurch 25 Kolleginnen und Kollegen entfristet werden.“

Auch in anderen Bereichen hat die Universitätsleitung bereits gehandelt: 2019 stehen über 80.000 Euro für Fortbildungsmaßnahmen der wissenschaftsunterstützenden Beschäftigten zur Verfügung, die Universitätsleitung hat das Budget damit gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Ein eigener Newsletter für Beschäftigte soll neben den bereits etablierten Videoformaten wie der „Campuswoche“ die Kommunikation von Entscheidungen verbessern. Aktuell werden die Ergebnisse der Befragung in den einzelnen Arbeitsbereichen und im Arbeitskreis für Betriebliches Gesundheitsmanagement diskutiert. Im Laufe des Sommersemesters sollen so sowohl bereichsspezifische als auch gesamtuniversitäre Maßnahmen aus den Befragungsergebnissen abgeleitet und anschließend umgesetzt werden.

„Trotz der insgesamt sehr hohen Mitarbeiterzufriedenheit dürfen wir uns auf den Ergebnissen nicht ausruhen. Strategisches Ziel der Universität Passau ist, die ohnehin sehr guten Arbeitsbedingungen an der Universität Passau weiterhin kontinuierlich zu verbessern. Das gilt für die Studierenden und das wissenschaftliche Personal ebenso wie für die wissenschaftsunterstützenden Beschäftigten “, so Dr. Achim Dilling.

 

Hintergrundinformationen zur Befragung

 

Die Firma Salubris Betriebliches Gesundheitsmanagement führte die anonyme Personalbefragung im Oktober 2018 im Auftrag der Universitätsleitung durch. Professor Dr. Bernhard Badura, Geschäftsführer von Salubris und emeritierter Professor der von ihm mitbegründeten Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, begleitete die Umfrage wissenschaftlich. Er ist Experte auf dem Gebiet der Mitarbeiter- bzw. Zufriedenheitsbefragung, seine Hauptforschungsgebiete sind Unternehmensdiagnostik und Grundlagen der Kooperation. Der verwendete „Bielefelder Fragebogen“ ist an die besonderen Gegebenheiten von öffentlichen Hochschulen als Arbeitgebern angepasst. Zudem können die Ergebnisse mit den Durchschnittwerten von zwölf anderen deutschen Universitäten verglichen werden, die die Befragung bereits vor der Universität Passau durchgeführt hatten. Insgesamt 335 ausgefüllte Fragebögen wertete Salubris aus, dies entspricht einer Beteiligung von ca. zwei Dritteln der wissenschaftsunterstützenden Beschäftigten. Die Ergebnisse stellte Marlene Gumpoldsberger, Leiterin des Referats Personalentwicklung und Projektleiterin von Seiten der Universität Passau, im Rahmen der Personalversammlung im März 2019 den Beschäftigten vor. Alle Beschäftigten haben eine Zusammenfassung der Ergebnisse per E-Mail erhalten. Die Leitungen der verschiedenen Abteilungen und Zentralen Einrichtungen erhielten detaillierte Gesamtergebnisse sowie Einzelauswertungen zum jeweiligen Arbeitsbereich.

 

 

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