Arbeitgeberattraktivität

Gehaltszettel schlägt gute Stimmung: Attraktive Arbeitgeber punkten mit leistungsgerechtem Lohn und sicherem Arbeitsplatz

  • Roman Hennig, Orizon

    Arbeitnehmer legen großen Wert auf Bezahlung und Arbeitsplatzsicherheit

  • Zeitarbeitsbranche bietet überdurchschnittliche Löhne und langfristige Perspektiven

Eine leistungsgerechte Bezahlung ist aus Sicht von Arbeitnehmern das Top-Merkmal eines attraktiven Arbeitgebers – die Höhe des Lohns schlägt alle „weichen“ Faktoren wie Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten oder Work-Life-Balance. Das zeigen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktstudie, für die das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag des Personaldienstleisters über 2.000 Arbeitnehmer befragte.

Arbeitgeberimage: Unternehmen müssen für Mitarbeiter und Bewerber attraktiver werden

  • Rudi Bauer, StepStone Österreich
    Rudi Bauer

    Gut zwei Drittel aller Österreicher finden ihren Arbeitgeber attraktiv

  • Beste Arbeitgeber in Westösterreich, Wien schneidet am schlechtesten ab
  • Beim Arbeitgeberimage besteht noch großes Verbesserungspotential
  • Frauen: Attraktive Arbeitgeber punkten mit flexiblen Arbeitszeiten und Teamspirit
  • Authentischer Firmenauftritt steigert Attraktivität bei Bewerbern
  • Facebook-Präsenz und klassische Unternehmenswerbung floppen

Die gute Nachricht zuerst: Österreichs Arbeitnehmer sind zufrieden – zumindest, was ihren eigenen Arbeitgeber betrifft. Wie die aktuelle Employer Branding Studie von StepStone Österreich zeigt, sind gut zwei Drittel (69,9 %) aller Befragten überzeugt, bei einem sehr oder eher attraktiven Arbeitgeber zu arbeiten. Im Geschlechtervergleich sind vor allem Frauen überzeugt von ihrem Arbeitgeber: Jede Dritte (32,7 %) sieht ihr aktuelles Unternehmen in einem positiven Licht – aber nur gut ein Viertel der befragten Männer (26,3 %).

Arbeitgeber: Fit für den Dialog?

Präsentation der neuen kununu-Studie auf dem Employer Telling-Tag im Februar 2018

Gerade einmal 1,4 Prozent der auf kununu bewerteten Unternehmen machten 2016 von der kostenlosen Möglichkeit Gebrauch, auf Bewertungen von Mitarbeitern oder Bewerbern mit einer eigenen Stellungnahme zu reagieren. Das bedeutet im Umkehrschluss: 98,6 Prozent der bewerteten Unternehmen verweigern sich dem Dialog. Die meisten Stellungnahmen beschränken sich zudem auf austauschbare Standardantworten à la „Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir befassen uns intensiv mit dem Feedback und werden daraus für die Zukunft lernen.“

Sascha Theisen

Das Beratungsunternehmen für Arbeitgeberattraktivität Employer Telling macht diese Lücke in der deutschsprachigen Arbeitgeberkommunikation zum Thema und bereitet aktuell eine Studie vor. Deren Ergebnisse werden erstmalig am 27. Februar 2018 auf dem „Employer Telling Tag“ präsentiert.

Hervorragendes Personalmanagement gibt Unternehmen Leistungsschub

Dr. Walter Jochmann, Kienbaum
Dr. Walter Jochmann, Kienbaum

Kienbaum und DGFP veröffentlichen neue Auflage der Studie HR-Strategie & -Organisation

Unternehmen mit exzellenter Personalarbeit sind besonders leistungsstark: Denn Firmen, die ihr Personalmanagement auf höchstem Niveau betreiben, sind rentabler, innovativer und wachsen stärker als Unternehmen mit weniger fortgeschrittener Personalarbeit. Diesen Zusammenhang konnten die Personal- und Managementberatung Kienbaum und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) in ihrer aktuellen Studie „HR-Strategie & -Organisation“ nachweisen. Für die Studie haben Kienbaum und die DGFP 380 Personalverantwortliche in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Retention ist wichtiger als Recruiting

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Wenn die Ergebnisse einer Mitarbeiterumfrage das Licht der Öffentlichkeit erblicken, ist das wie eine seltene Sternschnuppe am großen Firmament der Personalpolitik. Und wenn es sich dabei um einen bekannten DAX-Konzern wie die Deutsche Bank handelt, werden die Ohren gespitzt. So war sichergestellt, dass der Bericht von Markus Frühauf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Ergebnisse der Befragung von Konzernmitarbeitern die höchste Aufmerksamkeit erzielte.

Schlechte Stimmung, ohne Leidenschaft, Konzernumbau ohne Ende, Sparmaßnahmen, Skandale und Rechtsstreitigkeiten mussten sich zweifellos auch in den Meinungsbildern der Mitarbeiter niederschlagen. Die wirkliche Brisanz liegt jedoch in den Schlussfolgerungen, die sich aus der Loyalitätsfrage ergeben.

Einflüsse auf die Berufswahl: Jugendliche setzen auf Beratung der Eltern, Internetrecherche und Work-Life-Balance

TalentHero App
TalentHero App

Umfrage von meinestadt.de zeigt, was die Entscheidung der Jugendlichen beeinflusst

Industriekaufmann, Uhrmacher oder Fachkraft für Speiseeis? Schüler, die nach ihrem Abschluss eine Ausbildung beginnen möchten, haben die Qual der Wahl aus über 350 verschiedenen Ausbildungsberufen. Wo informieren sich Schüler über ihre Berufsmöglichkeiten und wer oder was hilft ihnen bei der Entscheidung für den richtigen Ausbildungsberuf? meinestadt.de, der führende Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung, hat im Februar 2017 über 500 Nutzer der neuen Azubi-App TalentHero zu Einflüssen auf ihre Berufswahl befragt.

 

Catch the Millennial – #Recruiting #GenerationY #CSR #Studie2017

Generation Y – Daran ist doch etwas faul

Ist es das? Vielleicht tut man Millennials damit unrecht sie als faul, verwöhnt und egoistisch zu bezeichnen. Sie arbeiten einfach anders und sind auf ihre eigene Weise produktiv. Es zählt nicht, wer abends im Büro die letzte Mail abschickt, sondern wer wirklich konstant die erwartete Leistung bringt und sich seine Kräfte dafür gut einteilt. Vermutlich handeln Millennials im Großen und Ganzen um einiges verantwortungsvoller und weitsichtiger, als frühere Generationen dies je taten. Sie fragen nach der Sinnhaftigkeit, dem Why, von Regeln und Abläufen. Und so haben sie auch andere Anforderungen an ihren Arbeitgeber.

Generation Why
Generation Why

IT-Berufsstarter: Lieber versierter Nerd statt Führungskraft

Prof. Dr. Peter Wald
Prof. Dr. Peter Wald

Aktuelle Studie zum Berufsstart von IT-Fachkräften zeigt: IT-Absolventen geht Fachkompetenz vor steiler Karriere

IT-Spezialisten haben bei ihrem Jobeinstieg einen klaren Karriereplan, der ihrem „Nerd-Image“ als hochgradige Fachexperten gerecht wird und deshalb anders aussieht als in anderen Berufsfeldern. Anstatt möglichst schnell auf der Karriereleiter voran zu kommen, steht für sie die Entwicklung von Fachkompetenz im Vordergrund. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Karriereportals get in IT sowie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig (HTWK).

Viele Unternehmen reagieren mit digitaler Kommunikationsstrategie auf fehlende Fachkräfte

Dr. Walter Jochmann, Kienbaum
Dr. Walter Jochmann, Kienbaum

Kienbaum-Studie zum Umgang der Unternehmen mit dem demografischen Wandel

  • Die meisten Firmen arbeiten daran, ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern
  • Zwei von drei Unternehmen setzen dabei auf Employer PR
  • Gesundheitsmanagement ist die beliebteste Reaktion auf demografischen Wandel

Immer mehr deutsche Unternehmen merken, dass Fachkräfte in bestimmten Bereichen fehlen, und reagieren: Für 88 Prozent der Firmen ist eine digitale Kommunikationsstrategie ein wichtiges Mittel, um dem demografiebedingten Fachkräftemangel entgegenzuwirken und stärker für sich als Arbeitgeber zu werben. 71 Prozent der Unternehmen arbeiten intensiver an ihrer Arbeitgeberattraktivität, um sich bei den raren Spezialisten als interessanter Arbeitgeber zu empfehlen. Das ergibt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Universum-Studie: UNICUM auf Platz 2 der meistgelesenen Hochschulmagazine

Joachim Senk
Joachim Senk

UNICUM und UNICUM BERUF belegen auch 2015 Platz 2 der meistgelesenen Hochschulmagazine Deutschlands. Das ergab die „Universum Student Survey 2015“, für die insgesamt 34.607 Studierende an 140 deutschen Hochschulen zu Themen rund um Beruf Karriere befragt wurden.

Studie: Wolfsburg vor Stuttgart und München – Volkswagen ist der attraktivste Arbeitgeber unter den DAX-Unternehmen

Dr. Marco Haferburg
Dr. Marco Haferburg

YouGov Employer Branding Quick Check

Volkswagen ist in den Augen der Deutschen der attraktivste Arbeitgeber unter den im Deutschen Aktienindex (DAX) vertretenen Unternehmen. Mag der VfL Wolfsburg die vergangene Bundesligasaison auch hinter Bayern München auf Platz zwei beendet haben, im Arbeitgeberattraktivitätsranking belegt der Wolfsburger Autobauer mit 74 Prozent Platz 1 vor den Münchnern von BMW und der in Stuttgart ansässigen Daimler AG, die sich mit jeweils 71 Prozent den zweiten Platz teilen. Auf Platz 4 landet die Lufthansa, die für 65 Prozent der Deutschen als attraktiver Arbeitgeber gilt.

Emotional Employer Branding: Herausforderung für Mittelstandsunternehmen

Dr. Michael Ruf über „Emotional Employer Branding“ und spe­ziel­le Her­aus­for­de­run­gen für kleine und mittelständische Unternehmen

Dr. Michael Ruf ist Pro­fes­sor für Inter­na­tio­nal Human Resource Manage­ment an der Hoch­schule Heil­bronn. Seine Schwer­punkte in Lehre, For­schung und Bera­tung sind Per­so­nal­ent­wick­lung und Demo­gra­phie­manage­ment, Per­so­nal­mar­ke­ting und Employer Bran­ding sowie Inter­na­tio­na­les HR Manage­ment.

Lieber Herr Dr. Ruf,

um sich als Wunsch­arbeit­geber – als soge­nann­ter Employer of Choice – am Arbeits­markt platzie­ren zu kön­nen, müs­sen Unter­neh­men ihre Arbeit­geber­marke ent­wickeln und posi­tiv auf­laden. Der Weg dort­hin geht bekannter­maßen über das Employer Branding. Sie haben das Kon­zept wei­ter­ent­wickelt und sprechen vom „Emotional Employer Branding“. Was ver­birgt sich dahinter?

Mit den Fach­kräfte-Eng­päs­sen am Arbeits­markt wird Arbeit­geber­attrak­tivi­tät in immer mehr Unter­neh­men zuneh­mend zur per­so­nal­stra­te­gischen Ziel­setzung. Der Ansatz des Employer Branding beschreibt den hier­für zu beschrei­ten­den Weg. Meine Erwei­te­rung des Konzepts um die emo­tio­nale Dimen­sion beruht auf der Erkennt­nis, dass die Arbeit­geber­wahl nicht zufäl­lig, son­dern recht struk­turiert abläuft.

Öffentlicher Dienst stellt sich dem Fachkräfte-Wettbewerb

Annette Scharmach
Annette Scharmach

Personalmarketing ist für Krankenhäuser und öffentliche Verwaltungen ein heißes Thema. Das 2. Symposium für Recruiting & Personalmarketing zeigte auch in diesem Jahr, wie der öffentliche Bereich von Wirtschaftsunternehmen lernen kann.  

Der Wettkampf um Bewerber für den öffentlichen Dienst ist groß. Fachkräfte haben klare Anforderungen an den Auftritt und die Leistungen potenzieller Arbeitgeber – und diese müssen reagieren, wenn sie bei der Werbung um die Gunst qualifizierter Spezialisten konkurrenzfähig bleiben wollen. Wie schon im vergangenen Jahr trafen sich am 13. Mai 2015 Experten aus HR, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, um Lösungen gegen den Fachkräftemangel zu diskutieren. Der Fokus lag dabei auf Kampagnengestaltung, Candidate Experience und Employer Branding für den öffentlichen Dienst.

Attraktiv und sexy: Ohne diese Merkmale haben Arbeitgeber keine Chance bei der Generation Y

Markus Müller
Markus Müller

von Markus Müller

Ein Arbeitgeber muss “attraktiv und sexy” sein, denn die Generation Y stellt häufig ganz andere Anforderungen an ihren zukünftigen Arbeitsplatz als dies noch vor Jahren der Fall war.

„Guter Rat ist teuer – und gutes Personal ebenfalls“ und zumeist schwer zu finden, schwierig an ein Unternehmen zu binden und häufig dann auch noch stark von Konkurrenten und Headhunter umworben. Mit dieser trivialen Weisheit befasst sich gerade in Zeiten eines Arbeitskräftepotenzial ausdünnenden demografischen Wandels und zunehmendem Fachkräftemangel der Personalbereich jedes Unternehmens mittelfristig allein schon aus Gründen des extrinsischen Druckes der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit.

Employer Attractiveness als recruitingrelevanter Teilaspekt der Corporate Attractiveness

Die Corporate Attractiveness als das Gesamtbild der Unternehmens- bzw. Organisationsattraktivität umfasst als den entscheidenden Aspekt der Personalgewinnung die Employer Attractiveness. Dieser im deutschsprachigen Raum auch als Arbeitgeberattraktivität beschriebene Teilaspekt der Unternehmensattraktivität steht mit dieser jedoch in einem eng korrelierenden Zusammenhang. Daher versteht man im psychologischen Kontext unter Arbeitgeberattraktivität auch ein „funktionales Interaktionsmerkmal von Tätigkeiten, Objekten, Personen oder Gruppen, das diesen zugeschrieben wird.